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Inhalt archiviert am 2023-03-01

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Laut EULAR sollte Rheumatismus als Themenbereich in das RP7 aufgenommen werden

Die Europäische Liga gegen Rheumatismus (EULAR - European League against Rheumatism) hat die Europäische Kommission dafür kritisiert, dass sie rheumatische Erkrankungen als wichtige Krankheitsgruppe nicht in ihren Forschungs- und biomedizinischen Programmen berücksichtigt. I...

Die Europäische Liga gegen Rheumatismus (EULAR - European League against Rheumatism) hat die Europäische Kommission dafür kritisiert, dass sie rheumatische Erkrankungen als wichtige Krankheitsgruppe nicht in ihren Forschungs- und biomedizinischen Programmen berücksichtigt. In seiner Rede zum Abschluss der EULAR-Konferenz am 11. Juni in Wien, Österreich, bedauerte Josef Smolen, Rheumatologe und EULAR-Präsident, die Tatsache, dass die Kommission Rheumatismus weder als wichtiges Forschungsthema spezifiziert noch in die Vorschläge für das Siebte Rahmenprogramm (RP7) eingeschlossen hat. "Die EU lässt über 100 Millionen europäische Rheumapatienten im Stich", sagte Professor Smolen. "Dieses Nichtbeachten der berechtigten Bedenken vieler dieser Bürger ist gelinde ausgedrückt ärgerlich." Laut EULAR leiden über 100 Millionen EU-Bürger an muskuloskeletalen Erkrankungen. Rund ein Prozent der EU-Bevölkerung - ca. vier Millionen Menschen - leidet an chronischem Gelenkrheumatismus, während rund zehn Prozent der EU-Bevölkerung von Osteoporose betroffen sind. Darüber hinaus sterben mehr Menschen an Genick- oder Oberschenkelbrüchen, die häufig durch Osteoporose verursacht werden, als an Brustkrebs. "Jährlich müssen 2,5 Millionen Vollzeitbeschäftigte aufgrund ihrer Rheumaerkrankung ihre Arbeitsstelle aufgeben. Laut Europäischer Kommission führt dies zu einem 0,2- bis 2-prozentigen Verlust des Bruttoinlandsprodukts", sagte Professor Smolen. Professor Smolen begrüßte einen Erklärungsentwurf, in dem die Bedenken der EULAR unterstützt werden und der zurzeit im Europäischen Parlament diskutiert wird. Der Erklärungsentwurf des Parlaments fordert die Einbeziehung von Rheumatismus in die Prioritätenliste des RP7 und die neue EU-Gesundheitsstrategie, die Stärkung des Antidiskriminierungsgesetzes für Behinderte durch eine neue, separate EU-Richtlinie sowie einen verbesserten Zugang für Rheumapatienten zu allen therapeutischen Möglichkeiten in der gesamten EU. Die medizinische Rheumabehandlung habe in der Vergangenheit große Fortschritte mit innovativen Biologika gemacht, so Professor Smolen. "Man kann nur hoffen, dass die Industrie aufgrund eines Mangels an Forschungsinitiativen der EU-Behörden nicht ihr Interesse an weiteren, sehr kostspieligen Innovationen verliert", schloss er.

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