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Inhalt archiviert am 2023-03-01

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Topwissenschaftler erhalten Finanzierungsmittel für globale Gesundheitsforschung

Die im Jahr 2003 von der Bill und Melinda Gates-Stiftung eingeleitete Initiative "Grand Challenges in Global Health" hat am 27. Juni bekannt gegeben, dass sie 43 Forschungsprojekte in Bereichen wie Tuberkulose, Malaria, HIV/AIDS oder Bekämpfung der Mangelernährung finanzieren ...

Die im Jahr 2003 von der Bill und Melinda Gates-Stiftung eingeleitete Initiative "Grand Challenges in Global Health" hat am 27. Juni bekannt gegeben, dass sie 43 Forschungsprojekte in Bereichen wie Tuberkulose, Malaria, HIV/AIDS oder Bekämpfung der Mangelernährung finanzieren wird. Die Projekte, an denen Wissenschaftler in 33 Ländern beteiligt sind und die sich insgesamt auf etwa 436,6 Millionen USD (361 Millionen Euro) belaufen, zielen auf wissenschaftliche Durchbrüche gegen einige der tödlichsten Krankheiten der Welt sowie auf die Schaffung "lieferbarer Technologien" - Gesundheitsinstrumente, die nicht nur effektiv sind, sondern auch günstig produziert und leicht vertrieben sowie in den Entwicklungsländern einfach genutzt werden können - ab. Bill Gates erklärt, von den Milliarden, die jährlich für die Forschung auf dem Gebiet lebensrettender Medikamente ausgegeben würden, konzentriere sich nur ein kleiner Bruchteil auf die Entdeckung und Entwicklung neuer Instrumente zur Bekämpfung der Krankheiten, die jährlich Millionen von Todesopfern in den Entwicklungsländern fordern. "Es ist schockierend, wie wenig Forschungsmaßnahmen zu den Krankheiten in den ärmsten Ländern der Welt durchgeführt werden", sagte Gates. "Durch die Nutzung der weltweiten Kapazität für wissenschaftliche Innovation können wir die Gesundheit in den Entwicklungsländern meiner Meinung nach verbessern und Millionen von Leben retten." Die Gates-Stiftung identifizierte 14 "große Herausforderungen", deren Lösung zu wichtigen Fortschritten bei der Prävention, Behandlung und Heilung von Krankheiten in den Entwicklungsländern führen könnte. Dazu gehören: die Entwicklung von Impfstoffen, für die keine Kühlung oder Nadeln erforderlich sind, die durch einmalige Gabe zu Immunität führen und sicher für Neugeborene sind, Impfstoffe gegen Malaria, Tuberkulose und HIV/AIDS, Möglichkeiten zur Verhinderung der Krankheitsübertragung durch Insekten, Anbau nahrhafterer Grundnahrungsmittel zur Bekämpfung der Mangelernährung, Prävention von Arzneimittelresistenzen, Ausarbeitung von Methoden zur Behandlung latenter und chronischer Infektionen wie beispielsweise Hepatitis und Tuberkulose und Suche nach genaueren Möglichkeiten zur Diagnose und Verfolgung von Krankheiten. Zu den erfolgreichen Bietern gehören eine Reihe europäischer Forschungsteams. Das britische London Imperial College, das mit Forschern in anderen Ländern zusammenarbeitet, wird elf Millionen GBP (16,5 Millionen Euro) erhalten, um neue Behandlungsmethoden zur Bekämpfung der latenten Tuberkuloseinfektion zu entwickeln. Ebenfalls in London wird die Saint George's Medical School 10,7 Millionen GBP (15,8 Millionen Euro) für die Entwicklung eines HIV-/AIDS-Impfstoffs für Frauen durch die Stimulation einer Immunreaktion gegen das Virus in der Vaginalschleimhaut erhalten. Der Universität Oxford werden zwei Zuschüsse gewährt - einer zur Untersuchung der Frage, warum einige Menschen widerstandsfähiger gegen Malaria zu sein scheinen als andere, und der andere zur Untersuchung von Impfstoffen gegen HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria. In Deutschland wird ein Forscherteam an der Verbesserung der Impfstoffforschung durch die genetische Veränderung von Labormäusen, um diese den Menschen ähnlicher zu machen, arbeiten. Ein zweites deutsches Team wird Finanzierungsmittel für die Entwicklung neuer Sorten des Goldenen Reises erhalten, die vollständigere Nährstoffe enthalten werden, einschließlich höherer Niveaus oder biologischer Verfügbarkeit von Provitamin A, Vitamin E, Eisen und Zink sowie verbesserter Proteinqualität. Die Universität Santiago de Compostela in Spanien wird versuchen, eine Version des Hepatitis B-Impfstoffs zu entwickeln, die über die Nase verabreicht werden kann. In Dänemark wird ein Team die Tuberkulosebakterien untersuchen und versuchen, die Mechanismen zu identifizieren, die ihnen erlauben, den natürlichen Immunreaktionen zu entkommen, die einigen Menschen helfen, die Krankheit während des gesamten Lebens unter Kontrolle zu behalten, während andere Menschen schweren Krankheiten erliegen, insbesondere wenn sie auch HIV haben. Und schließlich wird ein Forscherteam in Finnland versuchen, die Zeit und Kosten zu reduzieren, die für Impfstoffversuche gegen bakterielle Lungenentzündung erforderlich sind. Im Rahmen des Erhalts von Zuschüssen dürfen die Forscher all ihre Erfindungen patentieren, aber sie müssen garantieren, dass diese Erfindungen den armen Ländern zu günstigen Preisen oder kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

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