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Inhalt archiviert am 2023-03-01

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VINNOVA begrüßt erweiterte Möglichkeiten für KMU im RP7

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen im Mittelpunkt eines Positionspapiers der schwedischen Innovationsagentur VINNOVA über den Vorschlag für das Siebte Rahmenprogramm (RP7). Die Agentur unterteilt die KMU in drei Kategorien und legt dar, wie verschiedene Programmteile...

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen im Mittelpunkt eines Positionspapiers der schwedischen Innovationsagentur VINNOVA über den Vorschlag für das Siebte Rahmenprogramm (RP7). Die Agentur unterteilt die KMU in drei Kategorien und legt dar, wie verschiedene Programmteile diese drei Kategorien unterstützen könnten. Die schwedische Agentur für Innovationssysteme erkennt durchaus an, dass der RP7-Vorschlag mehr Möglichkeiten für die Beteiligung von KMU zu bieten scheint, betont jedoch gleichzeitig, eine "aktive Beteiligung der KMU" setze voraus, dass "bei der Umsetzung des [RP7] angemessen auf die unterschiedlichen KMU-Kategorien" eingegangen werde. Diese adäquate Beachtung der KMU umfasst für VINNOVA das Folgende: einfache, transparente Verwaltung, kurze Projektlaufzeiten, marktorientierte Themen und flexible Instrumente, die unkomplizierten Zugang zu Konsortien erlauben, aber auch die Möglichkeit, eine Zusammenarbeit, die für ein Unternehmen nicht länger interessant ist, zu beenden. Nach Ansicht von VINNOVA gibt es drei KMU-Kategorien, die gleichberechtigten Zugang zum Rahmenprogramm haben sollten: Hightech-KMU, forschungsnahe KMU und KMU, die Zugang zu Forschungsfähigkeiten und -wissen brauchen. Hightech-KMU gibt es relativ wenige. Sie sind in erster Linie in den aufstrebenden Wissenschaftsbereichen wie Biotechnologie, Informationstechnologie oder Elektronik zu finden. VINNOVA berichtet, dass derzeit Vertreter der Europäischen Kommission und von EUREKA über zukünftige Kooperationsmöglichkeiten verhandeln - ein Prozess, den VINNOVA ausdrücklich unterstützt. Forschungsnahe Unternehmen befinden sich, wie der Name schon sagt, nahe an der Forschung, können aber aus Mangel an Ressourcen nicht ohne Hilfe Verbindungen zu Forschern aus dem eigenen Land oder einem anderen europäischen Land aufnehmen, um dann deren Ergebnisse weiterzuverarbeiten. VINNOVA begrüßt, dass diese Unternehmen im Bereich "Kapazitäten" des RP7 angesprochen werden, weist aber darauf hin, wie wichtig es ist, die Hightech-Unternehmen in die Lage zu versetzen, die Ergebnisse ihrer durch das Rahmenprogramm geförderten Arbeit selbst zu verbreiten. "Die Erfahrung hat gezeigt, dass Mechanismen zur Verbreitung der Projektergebnisse, die nach dem Projekt und von außen eingeführt werden, weniger - um nicht zu sagen kaum - Aussichten auf Erfolg haben", heißt es in dem Papier. Die dritte KMU-Kategorie umfasst die Unternehmen, "die Zugang zu Forschungsfähigkeiten und -wissen brauchen, um wachsen und neue Geschäftsfelder erschließen zu können". Diese Unternehmen benötigen Finanzmittel aber auch lokale Netzwerke, die ihnen helfen, an das für sie relevante Wissen zu gelangen. Diese KMU, so VINNOVA, könnten durch das Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) unterstützt werden. In Bezug auf die aktuellen Verhandlungen zwischen der Kommission und anderen Organisationen, darunter EUREKA, fordert das Papier einen neuen Ansatz. Der Schwerpunkt der Gespräche habe sich auf finanzielle Verpflichtungen verlagert, anstatt sich auf Zusammenarbeit, Inhalte, angemessene Formen der Zusammenarbeit, die Vorschlagseinreichungsverfahren und die Rollenverteilung zu konzentrieren, bedauert VINNOVA. "Die umgekehrte Reihenfolge, nämlich die finanziellen Verpflichtungen erst dann zum Thema zu machen, wenn das RP7 genehmigt ist, wäre besser", heißt es in dem Papier. Die schwedische Agentur begrüßt die Verlängerung der Laufzeit des Rahmenprogramms von vier auf sieben Jahre, weist aber auf mehrere Auswirkungen hin, die diese Entscheidung nach sich ziehen könnte. "Wir wissen heute nur sehr wenig über die Bedürfnisse und Bedingungen, die am Ende der Programmlaufzeit vorherrschen werden", so VINNOVA. Daher müsse das RP7 ein Format haben, das es erlaubt, Prioritäten zu ändern. Je nach den Bedürfnissen der Industrie müsse es möglich sein, so VINNOVA, in separaten Bereichen des RP7, die nicht vom Europäischen Forschungsrat verwaltet werden, explorative, Grundlagen- und risikoreiche Forschung durchzuführen. Angesichts der längeren Programmlaufzeit fordert VINNOVA eine Bewertung der Programme und die Möglichkeit, je nach Bewertungsergebnis die Programme modifizieren zu können. Im Großen und Ganzen steht VINNOVA dem RP7-Vorschlag durchaus positiv gegenüber, insbesondere der Bedeutung, die den KMU zugemessen wird, der Kontinuität zum RP6 und dem Schwerpunkt auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.

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