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OrganiCity – Co-creating smart cities of the future

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Bürgerzentrierte Instrumente helfen weltweit bei urbanen Herausforderungen

Wie städtische Behörden auf die Bedürfnisse der Bevölkerung reagieren und die Stadt in deren Sinne gestalten, verändert sich mit dem digitalen Zeitalter. Eine EU-Initiative kombiniert die Vorteile einer zentralen Verwaltung mit der Flexibilität, die Interessen von Stadtakteuren zu berücksichtigen, um so diesen Wandel zu unterstützen.

Gesellschaft

Im EU-finanzierten Projekt OrganiCity sollten Technologien und Dienste entwickelt werden, mit denen Städte inklusiver werden und mit denen sich erforschen lässt, wie intelligente Städte durch die Beteiligung einer breiteren Interessengruppe organisch wachsen können. Dazu gehören Bürgerinnen und Bürger, Gemeinden, politische Entscheidungsträger, Forscher, Entwickler, Unternehmer und städtische Dienste. „OrganiCity bringt Software, Hardware und damit verbundene menschliche Prozesse zusammen, sodass eine neue lebendige Stadt entsteht, die replizierbar, skalierbar sowie für Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft nachhaltig ist“, so Projektleiter und Koordinator Dr. Martin Brynskov. Schlüsselakteure des urbanen digitalen Wandels zusammenbringen Die grundlegende Prämisse für OrganiCity war, dass am Wachstum einer digitalen Stadt jeder einzelne Bewohner beteiligt sein muss. Um herauszufinden wie Bürger, Unternehmen und städtische Behörden gemeinsam an digitalen Lösungen für urbane Herausforderungen arbeiten können, kombinierte das Projekt Top-down-Planung und -Betrieb mit flexiblen Bottom-up-Initiativen, die nur mit Bürgerbeteiligung funktionieren. Die Projektpartner erstellten einen Leistungsrahmen für die gemeinschaftliche Stadtgestaltung, der auf dem Modell „Experimentation as a Service“ (EaaS) basiert. Dieser Rahmen hat vier Leistungssäulen: systematisches Experimentieren; gemeinsame Gestaltung; gemeinsamer Ethikkodex und Schutz der Privatsphäre sowie Management von Haftung und geistigem Eigentum. Dem liegen fünf Werte zugrunde: Experimentieren, Wiederholung, gemeinsame Gestaltung, Transparenz und Inklusivität. „Wir glauben, dass auch unsere Städte auf diesen Werten aufbauen sollten, also wünschen wir uns von unseren Experimentatoren und Teilnehmern, dass sie diese auch selbst verkörpern“, erklärt Dr. Brynskov. Ein stabiles Fundament für nachhaltige Städte der Zukunft Neben dem Leistungsrahmen bietet die entwickelte EaaS-Plattform neuartige Instrumente, die gemeinschaftliche Innovationen in den Städten der Zukunft erleichtern. Die Plattform kann ideal die Vorteile einer zentralen Verwaltung mit der Flexibilität verbinden, spezifische Interessen von Stadtakteuren zu berücksichtigen. Sie kann für jede Stadt entsprechend angepasst und eingesetzt werden. Momentan nutzen 14 Städte die technische EaaS-Plattform. Die Projektpartner haben in europäischen Städten und in Kolumbien 43 Experimente durchgeführt. Dabei haben sie untersucht und validiert, inwiefern der Ansatz von OrganiCity bei der Lösung urbaner Probleme helfen kann. Das Projekt wurde Mitte 2018 abgeschlossen, prägt aber noch weiter den digitalen Wandel in Städten weltweit. Die Marke OrganiCity ist jetzt auch Teil von „Open & Agile Smart Cities“, einem globalen Netzwerk von über 100 Städten, aus dem ein globaler Markt intelligenter Städte entstehen soll, der sich nach den Bedürfnissen von Städten und Gemeinden richtet. Vielschichtige, breitgefächerte Initiativen wie die groß angelegten europäischen IoT-Pilotprogramme für intelligente Städte und Gemeinden SynchroniCity, Next Generation Internet of Things und Urban Technology Alliance nutzen die Erfahrungen und Werte von OrganiCity. Auch auf wichtigen internationalen Veranstaltungen wie der Connected Smart Cities Conference und der IoT Week werden Teile von OrganiCity vorgestellt, die dann von vielen Gemeinden sowohl lokal als auch weltweit weiterentwickelt werden. „Wir bieten Interessengruppen wie Bürgern und Unternehmen OrganiCity-Instrumente an, besonders das OrganiCity Playbook, damit die Städte ihnen die Möglichkeit geben, bei der Entwicklung von Lösungen für Probleme vor Ort aktiv zu werden“, so Dr. Brynskov abschließend. „Das Verhältnis zwischen einer städtischen Behörde und aktiven Bürgern macht es möglich, dass wir die Zukunft einer Stadt gemeinsam aufbauen können, mit den Bürgern im Zentrum.“

Schlüsselbegriffe

OrganiCity, Städte, Bürger, EaaS, intelligente Städte, städtische Behörden, Unternehmen, digitaler Wandel

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