Forschungs- und Innovationsperspektive zur Förderung kohlenstofffreier Energie
Am 1. Dezember wurde die Technologieplattform für fossile Brennstoffe einsetzende Nullemissionskraftwerke (Technologieplattform "Nullemissionen") gestartet. Das Hauptziel dieser Plattform ist, die Umweltauswirkungen der Nutzung fossiler Brennstoffe so weit zu reduzieren, dass bis 2020 alle fossile Brennstoffe einsetzenden Kraftwerke es auf wirtschaftliche Weise erreichen, fast gar kein CO2 mehr auszustoßen. Die Plattform führt alle europäischen, nationalen, regionalen und lokalen Forschungs-, Entwicklungs- und Einsatzprogramme und -initiativen in diesem wissenschaftlichen Bereich sowie Elektrizitätsunternehmen, Ausrüstungshersteller, Nutzer, Verbraucher, Finanzinstitute, Regulierungsstellen und Behörden zusammen. Überdies gibt es eine ausgewogene und aktive Beteiligung wichtiger Interessenvertreter mit dem Ziel, die Umweltschäden aus der Nutzung fossiler Brennstoffe zu reduzieren. Bei der Eröffnungsveranstaltung sagte der EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung Janez Potocnik: "Wenn wir jetzt handeln und Emissionen aus fossilen Brennstoffen reduzieren, und wenn wir dies gemeinsam tun, bestehen gute Aussichten, auf den scheinbar unausweichlichen Prozess des Klimawandels einzuwirken. Die Partner der Technologieplattform 'Nullemissionen' haben die Möglichkeit, einen bedeutenden Beitrag zu unserer Zukunft zu leisten." Mit dem Ziel, eine absolut umweltfreundliche Nutzung von fossilen Brennstoffen zur Erzeugung von Strom innerhalb der nächsten 20 Jahre zu entwickeln, spielen die Plattform-Partner in der Tat eine entscheidende Rolle dabei, zur Erfüllung der Verpflichtungen der EU bezüglich des Klimaschutzes beizutragen. Der Klimawandel ist eine ernsthafte Bedrohung, die bedeutende globale Auswirkungen haben wird. Durch die gemeinsame Perspektive und den strategischen Forschungsplan sollen im Rahmen der Technologieplattform technologische, finanzielle und regulatorische Hindernisse für die Entwicklung solcher Nullemissionskraftwerke ermittelt und beseitigt werden. Durch ein gemeinsames Konzept sollen Nachhaltigkeit und Kompatibilität sichergestellt, die Kosten niedrig gehalten und öffentliche und private Investitionen angeregt werden. Der Schwerpunkt der Plattform wird auf der Abscheidung und geologischen Speicherung von CO2 liegen. Durch die Einführung und den Einsatz von Nullemissionssystemen, die die Abscheidung und geologische Speicherung von CO2 umfassen, könnte eine drastische Verringerung der CO2-Emissionen aus der Stromerzeugung mit fossilen Brennstoffen erzielt werden. Es sollen Technologien entwickelt werden, anhand derer Kohlendioxidemissionen schon bei ihrer Entstehung in Kraftwerken abgeschieden und dann unterirdisch gelagert werden können, sodass sie nicht in Wechselwirkung mit der Atmosphäre treten und zum Treibhauseffekt beitragen können. Im Rahmen des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) der EU fließen rund 70 Millionen Euro in diesen Bereich, die europäischen Unternehmen und Forschern helfen sollen, in diesem Forschungs- und Entwicklungsbereich weltweit führend zu werden. Die Ziele der Technologieplattform fügen sich ausgezeichnet in den im Rahmen des RP6 verfolgten Ansatz ein, sowohl den kurz- und mittelfristigen Bedarf des Energiesektors zu berücksichtigen, als auch die Grundlagenforschung zu möglichen künftigen Energiequellen zu unterstützen. Die Ziele der Technologieplattform "Nullemissionen" stehen auch in Einklang mit dem für das RP7 vorgeschlagenen vorrangigen Themenbereich "Energieerzeugung mit Nullemissionen", der sich mit sauberen Umwandlungstechnologien beschäftigt. Das Konzept der "Technologieplattform" wurde von der Europäischen Kommission eingeführt, um einen integrierten Forschungsansatz, beruhend auf öffentlich-privaten Partnerschaften, zu fördern. Im Rahmen der Plattform kommen Erzeuger, die Industrie, Forschungsinstitutionen und Regulierungsstellen auf europäischer Ebene zusammen, um eine gemeinsame langfristige Forschungsagenda festzulegen. Diese Agenda stützt sich auf eine gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsperspektive (Forschung und Entwicklung - F&E) für diesen Sektor, die den zukünftigen Weg weisen wird.