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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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ERA-ENV-Projekt übertrifft nach der Hälfte seiner Laufzeit die Erwartungen

Das von der EU finanzierte ERA-ENV-Projekt, das Organisationen aus den neuen Mitgliedstaaten und Beitrittsländern ermuntern soll, an dem vorrangigen Themenbereich "Globale Veränderungen und Ökosysteme" des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) teilzunehmen, hat dem Koordinator des Pr...

Das von der EU finanzierte ERA-ENV-Projekt, das Organisationen aus den neuen Mitgliedstaaten und Beitrittsländern ermuntern soll, an dem vorrangigen Themenbereich "Globale Veränderungen und Ökosysteme" des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) teilzunehmen, hat dem Koordinator des Projekts zufolge nach der Hälfte seiner Laufzeit die Erwartungen übertroffen. ERA-ENV (Integration von Assoziierten Kandidatenländern und Neuen Mitgliedsstaaten in den Europäischen Forschungsraum im Umweltbereich) wurde im April 2004 ins Leben gerufen und wird eine Laufzeit von insgesamt 18 Monaten haben. Das Projekt wird unter demselben vorrangigen Themenbereich des RP6 finanziert, für den es bei Forschungsorganisationen und kleinen Unternehmen in Rumänien, der Türkei, Bulgarien, Ungarn und der Slowakischen Republik werben möchte. Nach nur neun Monaten Tätigkeit wurden im Rahmen des Projekts bereits mehr als 10.000 Mailings an die Zielgruppe versandt, zehn Präsentationen auf internationalen Veranstaltungen gegeben, über 400 Teilnehmer im Bereich RP6 geschult, etwa 400 Projektprofile in einer neu erstellten Datenbank validiert und direkte Unterstützung bei der Einreichung von 15 Vorschlägen zum vierten Aufruf "Globale Veränderungen und Ökosysteme" geleistet. "Abgesehen von der Zahl der eingereichten Vorschläge waren diese Ergebnisse alle besser, als wir erwartet hatten", sagte der rumänische Koordinator des Projekts Madalin Ionita von FIMAN Development Services gegenüber CORDIS-Nachrichten. Der Grund dafür, dass die Zahl der eingereichten Vorschläge geringer war als erwartet, besteht Ionita zufolge einfach darin, dass es seit der Einleitung des Projekts nur einen Aufruf unter dem vorrangigen Themenbereich "Globale Veränderungen und Ökosysteme" gegeben hat, wohingegen die Partner mindestens zwei erwartet hatten. "Unser letztendliches Ziel für die eingereichten Vorschläge liegt bei 20, daher versuchen wir uns jetzt auf andere Ausschreibungen unter dem RP6 mit einem Umweltaspekt zu konzentrieren, beispielsweise Unterstützung für Politiken, Marie-Curie-Maßnahmen usw. Am Ende werden wir definitiv 20 haben." Auf die Frage, ob das Konsortium auch die Akzeptanzquote der eingereichten Vorschläge als Maß für den Erfolg der Initiative betrachte, antwortete Ionita: "Wir können nicht garantieren, dass die endgültigen Vorschläge angenommen werden - die Kommission muss entscheiden, ob sie ausgewählt werden oder nicht - für uns besteht der Erfolg darin, die Vorschläge eingereicht zu haben." ERA-ENV stand vor vielen gleichen Herausforderungen wie ähnliche Initiativen in den neuen Mitgliedstaaten und Beitrittsländern. "In Rumänien beispielsweise herrscht ein Mangel an Informationen, Bewusstsein und Erfahrung in den Rahmenprogrammen und ihren Verfahren", erklärte Ionita. "Daher mussten wir Sensibilisierungsmaterialien erstellen und Schulungen für kleine Unternehmen und Forschungsorganisationen anbieten." Hierbei profitierte das Konsortium von der Erfahrung seiner deutschen und österreichischen Partner, die beide über langjährige Erfahrung mit der Unterstützung der Teilnahme an Forschungsprogrammen der EU verfügen. Ionita ist der Ansicht, dass eine echte Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei EU-Aktivitäten unter den kleinen Unternehmen in den neuen Mitgliedstaaten und Beitrittsländern besteht. "Aber ohne Verbindungen zur Außenwelt und ohne ein Verständnis der Abläufe in Brüssel werden sie niemals mit der Zusammenarbeit beginnen." Daher sei es so wichtig, dass Initiativen wie ERA-ENV diese Organisationen erreichen und solche Verbindungen herstellen, ergänzt er. Angesichts der Tatsache, dass die Herausforderungen der Teilnahme an den Rahmenprogrammen der EU für kleine Organisationen aus Mittel- und Osteuropa besonders groß sein können, fragte CORDIS-Nachrichten Ionita, was die Kommission im Rahmen ihres derzeitigen Vereinfachungsverfahrens tun könne, um deren Teilnahme zu erleichtern. "Nun, zunächst ist mir bekannt, dass die Kommission für die Auswahl von Vorschlägen die relevanten Hintergrundinformationen benötigt, aber KMU [kleine und mittlere Unternehmen] sind damit beschäftigt, Geld zu verdienen, und nicht Formulare auszufüllen. Die Kommission könnte versuchen, diese Phase zu erleichtern und dabei immer noch die wichtigen Informationen zu erhalten", sagte er. Schließlich betonte Ionita, dass der Zeitraum zwischen dem Einreichen eines Vorschlags und dem Erhalt der endgültigen Genehmigung zur Einleitung eines Projekts viel zu lange sei, "insbesondere in Bereichen wie Informationstechnologie".

Länder

Österreich, Bulgarien, Deutschland, Ungarn, Rumänien, Slowakei, Türkei

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