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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Förderungsstrategie und organisatorische Strukturen des Europäischen Forschungsrates nehmen auf Treffen des wissenschaftlichen Rates Gestalt an

Am 24. und 25. Januar traf sich die Leitungsbehörde des vorgeschlagenen Europäischen Forschungsrates, der wissenschaftliche Rat, um über die Wissenschaftsstrategie und Betriebsvorkehrungen zu diskutieren. Insbesondere entschied der Rat, zwei Finanzierungsströme einzurichten: e...

Am 24. und 25. Januar traf sich die Leitungsbehörde des vorgeschlagenen Europäischen Forschungsrates, der wissenschaftliche Rat, um über die Wissenschaftsstrategie und Betriebsvorkehrungen zu diskutieren. Insbesondere entschied der Rat, zwei Finanzierungsströme einzurichten: einen, um ausgezeichnete, unabhängige Nachwuchsforscher zu etablieren und zu unterstützen, und den anderen, um ausgezeichneten und innovativen Grenzforschungsprojekten, die von einzelnen Teams durchgeführt und von unterschiedlich erfahrenen Forschern geleitet werden, breitere Unterstützung zu geben. Die Europäische Kommission schlug die Schaffung des Europäischen Forschungsrates in ihren Vorschlägen für ein Siebtes Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung (RP7) vor, um grundlegende, wissenschaftlich geführte Forschung durch europaweiten Wettbewerb zu fördern. Die Wissenschaftsstrategie des Rates für den Europäischen Forschungsrat sieht vor, dass die beiden Finanzierungsströme das zentrale Ziel der Förderung europäischer Spitzenleistungen in der Grenzforschung durch wissenschaftsbasierte Förderung erfüllen, während außerdem die unzureichende Unterstützung für Forscher in vielen Teilen Europas zur raschen Erreichung von Unabhängigkeit angegangen wird. Der Europäische Forschungsrat würde somit helfen, diese Lücke zu schließen, um wissenschaftliches Spitzentalent für die nächste Generation zu erhalten. Der wissenschaftliche Rat wies auf die Notwendigkeit einer "gegenseitigen Befruchtung" an den Schnittstellen zwischen Wissenschaftsbereichen sowie von Spitzenleistungen in einzelnen Bereichen hin und erklärte, dass seine frühe Strategieentwicklung Überlegungen enthalten würde, wie die interdisziplinäre Forschung unterstützt werden könne. Anwendungsverfahren und Peer-Review-Methoden sollten entsprechend entwickelt werden, um eine beständige Bewertung von Vorschlägen durch alle Disziplinen zu gewährleisten, einschließlich derjenigen, die traditionelle Grenzen verbinden. Der Rat erörterte außerdem, wie der positive Einfluss des Europäischen Forschungsrates auf die europäische Forschung maximiert werden kann, indem ein unverwechselbares und erkennbares Profil für seine Programme entwickelt wird, das seine Zweckmäßigkeit über den anfänglichen, derzeit vorgeschlagenen Zeitraum von sieben Jahren hinaus demonstrieren würde. Um seine Förderaktivitäten für den breitest möglichen Wettbewerb in ganz Europa zu öffnen, sollte er von bestehenden erfolgreichen nationalen, europäischen und internationalen Programmen lernen und diese ergänzen. Der wissenschaftliche Rat nannte insbesondere das Marie-Curie-Programm für Schulung und Mobilität als ein Beispiel dafür. Während zwischen der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament noch Uneinigkeit besteht, ob der Europäische Forschungsrat als eine Exekutivagentur oder als Initiative gemäß Artikel 171 eingerichtet werden soll, hat der wissenschaftliche Rat die organisatorischen Regeln angesprochen. Um Kohärenz zwischen Strategie und Umsetzungsstruktur zu erhalten, hat der Rat entschlossen, einen Verwaltungsrat bestehend aus fünf Personen zu bilden, der aus einem Generalsekretär, dem Vorsitzenden und den stellvertretenden Vorsitzenden des wissenschaftlichen Rates sowie dem Direktor der Umsetzungsagentur bestehen soll. Der Generalsekretär des Europäischen Forschungsrates soll im Rahmen eines offenen Einstellungsverfahrens rekrutiert werden. Der wissenschaftliche Rat gab an, dass ein geeigneter Kandidat für diese Position ein angesehener Wissenschaftler mit breiter Erfahrung in der Förderung der Grundlagenforschung auf höchster Ebene sein müsse. Darüber hinaus müsste er oder sie internationalen Respekt von Kollegen genießen und Vision, Autorität und gute Leistungen zur Führung einer wichtigen europäischen Initiative aufweisen können. Das Rekrutierungsverfahren muss außerdem genügend Zeit erlauben, um den Betrieb des Europäischen Forschungsrates unter dem RP7 einzuleiten, der planmäßig 2007 beginnen soll.

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