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Impacts and risks from higher-end scenarios: Strategies for innovative solutions

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Analyse von komplexen sozioökonomischen Interaktionen zur besseren Bekämpfung des Klimawandels

IMPRESSIONS bietet Entscheidungsträgern effektive Lösungen, um den Klimawandel anzugehen. Dazu werden Innovationen und Transformationen bestimmt, die Synergien zwischen Anpassungs- und Abschwächungsstrategien realisieren.

Klimawandel und Umwelt

Die Folgen des Klimawandels sind wahrscheinlich noch komplexer und schwieriger vorherzusagen, wenn sie mit raschen und unsicheren sozioökonomischen Veränderungen gepaart werden, wie dem Bevölkerungswachstum, technologischen Fortschritten und der Verlagerung der internationalen Zusammenarbeit. In Anbetracht dieser Komplexität wurde im Rahmen des EU-geförderten Projekts IMPRESSIONS ein branchenübergreifender Ansatz genutzt, um wirksame Wege für Klimaschutzmaßnahmen zu finden, die sich in verschiedenen mehrskaligen Fallstudien als effektiv erwiesen haben. Die Analyse dieser Wege zeigte, dass konventionelle Lösungen jenseits des Grenzwerts von 2 Grad Celsius (über dem vorindustriellen Niveau) wahrscheinlich nicht ausreichen. Vielmehr sind transformative Lösungen von entscheidender Bedeutung, die grundlegend verschiedene institutionelle Regelungen übernehmen, Synergien zwischen Anpassungs- und Reduzierungsmaßnahmen nutzen und mit einer nachhaltigen Entwicklung verbunden sind. Wege zur Anpassung, Abschwächung und Transformation Der partizipative Ansatz von IMPRESSIONS umfasste detaillierte Befragungen, Workshops und Online-Treffen mit Entscheidungsträgern, um zu zeigen, welche Tools und Kenntnisse benötigt werden. Anschließend sollten Interessengruppen für jede der fünf Fallstudien eine Vision einer nachhaltigen Zukunft für das Jahr 2100 mitgestalten. Diese wurden so ausgewählt, dass verschiedene Maßstäbe, Sektoren und Regionen Europas vertreten sind. In der Vision wurden Wünsche in Bezug auf Regierungsführung, Energie, soziale Gerechtigkeit, Leben und Lebensstile, Umwelt und anderen Faktoren beschrieben, die für das menschliche Wohlbefinden von Bedeutung sind. Die Interessengruppen beteiligten sich auch an der Erarbeitung von Maßnahmen, mit denen diese Version umgesetzt werden soll (hinsichtlich der Menschen, Natur, Märkte oder Technologien). Die Widerstandsfähigkeit dieser Maßnahmen wurde anhand von vier Szenarien untersucht, die für eine potenzielle zukünftige sozioökonomische Entwicklung stehen. Dazu gehörten zum Beispiel: eine Verpflichtung zur Nachhaltigkeit; Konflikte um Ressourcen; zunehmende Ungleichheit oder die Entwicklung fossiler Brennstoffe. Diese Veränderungsszenarien für sozioökonomische Impulse (demografische, technologische oder politische Faktoren) wurden mit Klimaszenarien gekoppelt, die auf den repräsentativen Konzentrationspfaden des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen basieren. IMPRESSIONS nutzte einen vom Team entwickelten Modellierungsrahmen mit mehreren Skalen, um die komplexen Wechselwirkungen, Synergien und Kompromisse zwischen den verschiedenen Sektoren zu analysieren. Dazu zählen Landwirtschaft; Forstwirtschaft; biologische Vielfalt; Stadtentwicklung sowie Gesundheit und Tourismus, da diese Bereiche aufgrund der beeinträchtigten Klima- und sozioökonomischen Szenarien einen Kampf um Ressourcen führen. Die daraus resultierenden Simulationen der wahrscheinlichen branchenübergreifenden Auswirkungen zeigten, ob das System vor dem Hintergrund der einzelnen Szenarien an Nachhaltigkeit gewinnen oder verlieren würde. Durch eine weitere Modellierung und qualitative Analysen konnte anschließend beurteilt werden, wie effektiv die gewählten Wege sind, um die Nachhaltigkeitsziele unter verschiedenen Szenarien zu erreichen. „Ergebnis dessen waren drei Wege für Klimaschutzmaßnahmen, die auf alle Fallstudien zutreffen: nachhaltige Lebensweise durch Bildung und Sensibilisierung; verantwortungsvolle Regierungsführung für Nachhaltigkeit und eine partizipative und transparente Klimaresilienz sowie eine integrierte und nachhaltige Ressourcenverwaltung, um Ressourcensicherheit und Umweltschutz zu gewährleisten“, sagt die Projektkoordinatorin, Prof. Paula Harrison. Entscheidungen bei ungewissen wissenschaftlichen Erkenntnissen treffen Aus IMPRESSIONS ging vor allem hervor, dass Vorteile in einigen Regionen und Sektoren in anderen durch nachteilige Auswirkungen wieder aufgehoben werden. So wird zum Beispiel die Zunahme der land- und forstwirtschaftlichen Produktivität in Nordeuropa durch starke Wasserknappheit und Produktivitätsverluste in Südeuropa und Teilen von Mittel- und Osteuropa aufgehoben. „Unsere Forschung hat gezeigt, dass alle Auswirkungen bei stärkeren Klimaveränderungen schwerwiegender sind. Da sie allein durch Anpassung nicht verhindert werden können, ist eine Abschwächung – neben frühzeitigen Maßnahmen – ebenfalls unerlässlich“, so Prof. Harrison. IMPRESSIONS wird zur Entscheidungsfindung und Strategieentwicklung in wichtigen Bereichen beitragen, zum Beispiel zur Anpassungsstrategie der EU, zur Wasserrahmenrichtlinie, zur Biodiversität 2020 und zur Hochwasserrichtlinie. Sie wird auch dem Nachkommen von Verpflichtungen auf internationaler Ebene dienen, wie dem Übereinkommen von Paris und den Zielen für nachhaltige Entwicklung. Der Ansatz und die Ergebnisse werden auf der Informationsplattform für hochwertige Lösungen vorgestellt.

Schlüsselbegriffe

IMPRESSIONS, Klimawandel, Umwelt, Simulationen, nachhaltig, Anpassung, Abschwächung, biologische Vielfalt, partizipativ

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