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Potocnik stellt Schlüsselrolle für Technologieplattformen unter RP7 heraus

Der EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung, Janez Potocnik, unterstützte bei der Eröffnungssitzung einer von der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft am 4. Mai in Wien organisierten Konferenz zu europäischen Technologieplattformen diese Initiative voll und ganz. Er erk...

Der EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung, Janez Potocnik, unterstützte bei der Eröffnungssitzung einer von der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft am 4. Mai in Wien organisierten Konferenz zu europäischen Technologieplattformen diese Initiative voll und ganz. Er erklärte, es würden bis zu 60 Prozent der RP7-Finanzierung für gemeinsame Unternehmungen, die durch Technologieplattformen genutzt werden könnten, bereitgestellt. Technologieplattformen (TP) sind ein Eckpfeiler des jüngsten Berichts der Aho-Expertengruppe zur Verbesserung der europäischen Innovation, den Kommissar Potocnik unmissverständlich unterstützt hat. Eine Technologieplattform ist wie ein Forum. Sie wird von allen relevanten Partnern gemeinsam finanziert und stellt eine Möglichkeit zum Austausch von Ideen und zur Förderung der Innovation dar. Dies ermöglicht ein effizienteres Fortschreiten der Arbeiten und verhindert Doppelarbeit. "Technologieplattformen sind einer der wichtigsten Wettbewerbsvorteile, die uns zur Verfügung stehen, um die Zukunft Europas so zu gestalten, wie wir wollen. Wir sollten diese Gelegenheit nicht verpassen", sagte der Kommissar. Der Kommissar lieferte eine kurze Chronik der TP und ihrer schnellen Verbreitung in der europäischen Industrie. "Seit die ersten europäischen Technologieplattformen im Jahr 2002 vorgeschlagen wurden, gab es beeindruckende Fortschritte. Heute sind 29 europäische Technologieplattformen tätig und einige weitere werden in Betracht gezogen", sagte er. Der Kommissar erklärte, warum TP so bedeutend und so effektiv für das Vorantreiben der Ziele der Agenda von Lissabon sind. Er schlüsselte das Konzept in drei Teile auf. Erstens vereinen TP alle einschlägigen Akteure um gemeinsame Ziele, die die Gemeinschaft in etwa 15 Jahren erreicht haben will. Ein wesentlicher Teil dieser Ziele erfordert die Entwicklung strategischer Forschungsagenden. Zweitens stellen TP die Industrie an die Spitze der Innovation. Dies stellt die Entwicklung führender Märkte, ein weiterer Eckpfeiler des Berichts der Aho-Expertengruppe, sicher. Schließlich stellt der gesamteuropäische Charakter der TP "Win-Win"-Situationen für Europa sicher, wobei die Produktivität auf allen Ebenen, von der Forschung bis hin zu den Endnutzern, gefördert wird. Der Kommissar erklärte weiter, TP stünden im Mittelpunkt des bevorstehenden Siebten Rahmenprogramms (RP7) und auf die Komponente "Zusammenarbeit" des RP7 würden rund 60 Prozent der Gesamtfinanzierung entfallen. "Das Siebte Rahmenprogramm sollte, insbesondere durch das Kooperationsprogramm, die Mittel für die Unterstützung bei der Umsetzung der strategischen Forschungsagenden [der TP] bereitstellen, wo diese eine echte europäische Dimension haben und von großer Relevanz für die Industrie sind", sagte er. Obwohl der Haushalt für das RP7 "nicht so umfangreich ist, wie ich gehofft hatte", erklärte der Kommissar, die TP würden die Wirtschaft vorantreiben und das Geld intensiver arbeiten lassen. "Wir können mit dem zur Verfügung stehenden Haushalt etwas bewirken. Wir können das Wissen für Wachstum in einer kohärenten europäischen Anstrengung erfolgreich erhöhen. Aber es wird sogar noch wichtiger sein, dass wir unsere Ressourcen sorgfältig nach Vordringlichkeit einsetzen. In diesem Zusammenhang betrachte ich die europäischen Technologieplattformen als unsere Partner, die uns dabei unterstützen, das notwendige Setzen von Prioritäten für unsere Aktivitäten unter dem Siebten Rahmenprogramm sicherzustellen." Der Kommissar hatte eine wichtige Botschaft bezüglich der vorgeschlagenen Gemeinsamen Technologieinitiativen (Joint Technology Initiatives - JTI). Diese werden in von der Kommission als Forschungsprioritäten identifizierten Bereichen erfolgen und werden groß genug für EU-weite öffentlich-private Partnerschaften sein. Kommissar Potocnik betonte: "Erstens werden solche Vorschläge einzeln gegenüber dem Rat "Wettbewerbsfähigkeit" begründet werden müssen. Dieser wird auf der Grundlage der Vorteile des jeweiligen Falls über jeden Vorschlag endgültig entscheiden. Die Kommission wird daher nur Gemeinsame Technologieinitiativen vorschlagen, wenn die Führungskräfte der jeweiligen Industriezweige die notwendige langfristige Verpflichtung zu konkreten Ergebnissen in Bereichen, die die europäische Wettbewerbsfähigkeit beträchtlich fördern werden, nachgewiesen haben." "Zweitens möchte ich die Theorie, dass die Technologieplattformen nur erfolgreich sind, wenn sie zu einer Gemeinsamen Technologieinitiative führen, ausräumen. Alle Plattformen, die ihre strategischen Forschungsagenden effektiv einhalten, werden Erfolgsstorys sein. Erfolgsstorys für Europa. Aber, was noch wichtiger ist, Erfolgsstorys für die Beteiligten", sagte er. Der Kommissar stellte heraus, dass die Finanzierungsmittel für TP keineswegs auf das RP7 beschränkt seien. Er verwies auf regionale und nationale Finanzierungsgremien, Strukturfonds und die Europäische Investitionsbank, die, wie der Kommissar hofft, "eine neuartige Risk-Sharing Finance Facility (Finanzierungsfazilität mit Risikoteilung) zur Verbesserung des Zugangs zu Darlehen für europäische Forschungsmaßnahmen" entwickeln wird. Zusammenfassend bezog sich der Kommissar erneut auf den Aho-Expertenbericht zur Innovation in Europa. Er erklärte, wie in dem Bericht technologische Innovation zum Vorantreiben neuer Märkte gefordert werde. Da jede TP eine strategische Forschungsagenda besitzt, können diese Agenden zu Agenden für führende Märkte entwickelt werden, die abermals von allen relevanten Partnern ausgeführt würden und somit die Innovation und führende Märkte - zwei wesentliche Bereiche für das europäische Wachstum- vorantreiben. Er schlug vor, sich in den kommenden Wochen mit Leitern von Technologieplattformen zu treffen, um deren Rat zu einer umfassenden Konsultation, die dem Rat Ende des Jahres Bericht erstatten wird, einzuholen. "Ich möchte alle europäischen Technologieplattformen und die an diesen beteiligten öffentlichen Behörden auffordern, ihre Rolle auszuweiten und einen proaktiven Ansatz zu verfolgen, um zu ermitteln, was, wann und von wem in Bezug auf Regulierung, Normung und öffentliche Beschaffung in ihren Bereichen getan werden muss", sagte der Kommissar. Potocnik wies die Delegierten auf die wesentlichen Eigenschaften der Offenheit und Transparenz von TP hin sowie darauf, dass es nur für eine begrenzte Anzahl von TP Platz gebe, jeweils in einem Bereich, der als Ziel für Wettbewerbsfähigkeit angesehen wird. Er ergänzte, dass horizontale Verbindungen in verwandten Bereichen als positive Maßnahmen angesehen würden. Schließlich würdigte der Kommissar die versammelten Delegierten und erklärte, die Kommission könne diese zwar unterstützen "und die Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation verbessern - aber ohne Sie werden wir wichtige Chancen für Innovation, für Wachstum - und schließlich für die Verbesserung der Lebensqualität in Europa - verpassen".

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