Skip to main content

Article Category

Nachrichten

Article available in the folowing languages:

Nachhaltige Forstwirtschaft in Zentralafrika

Bäume sind sowohl Sauerstoffspender als auch natürlicher Lebensraum und daher wichtig für die biologische Vielfalt. Das französische Zentrum für internationale Zusammenarbeit in der Agrarforschung für Drittländer (CIRAD - Centre de coopération internationale en recherche agron...

Bäume sind sowohl Sauerstoffspender als auch natürlicher Lebensraum und daher wichtig für die biologische Vielfalt. Das französische Zentrum für internationale Zusammenarbeit in der Agrarforschung für Drittländer (CIRAD - Centre de coopération internationale en recherche agronomique pour le développement) hat sein Forstwirtschaftsprogramm in der Zentralafrikanischen Republik ausgeweitet, sodass nun 90 Prozent der bewirtschafteten Wälder von dem Projekt erfasst werden. In der Zentralafrikanischen Republik werden Forstwirtschaftsprogramme mit Fördermitteln der Regierung unterstützt, jedoch von Privatunternehmen ausgeführt. In den Nachbarländern müssen die Unternehmer ihre eigenen Forstwirtschaftsprogramme aufstellen und finanzieren. Die Regierung der Zentralafrikanischen Republik versucht aktiv, die beim Gipfeltreffen in Yaoundé 1999 eingegangenen Verpflichtungen durch die Einleitung von geeigneten Maßnahmen umzusetzen. Die am Gipfel beteiligten Staaten waren sich darüber einig, dass Wälder Ressourcen sind, die zum Wohle ihrer Bevölkerung geschützt werden müssen. Die Umsetzung der forstwirtschaftlichen Arbeiten erfolgt seit 2000 durch das Projekt PARPAF unter der Leitung des CIRAD. Zu Beginn wurden fünf Prozent der Forstfläche im Rahmen von PARPAF bewirtschaftet, während nun bereits 90 Prozent aller Forstkonzessionen erfasst werden. PARPAF bietet einen umfassenden Bewirtschaftungsansatz, wobei der Schwerpunkt eindeutig auf dem Erhalt der biologischen Vielfalt liegt. Mitarbeiter von PARPAF untersuchen zunächst den Baumbestand und danach die Flora und Fauna eines Waldgebiets. Auf diese Weise kann PARPAF das "ökologische Potenzial" des Waldgebiets ermitteln, sodass berechnet werden kann, wie viele Bäume gefällt werden können, um eine nachhaltige Bewirtschaftung zu gewährleisten. Die Unternehmen, denen die Bewirtschaftung bewilligt wird, erhalten Karten und Tabellen, die ihnen angeben, welche Gebiete gerodet werden dürfen und, wichtiger noch, welche Gebiete nicht. Diese Unternehmen unterzeichnen einen Vertrag mit dem Staat, wobei sie 30 Prozent der für die Aufstellung des Bewirtschaftungsplans anfallenden Kosten tragen. Darüber hinaus wird die Ausführung der forstwirtschaftlichen Arbeiten genau kontrolliert, um sicherzustellen, dass keine nicht genehmigten Rodungen stattfinden. Das Programm hat sich bislang als erfolgreich erwiesen und ist bereits um zwei Jahre bis 2006 verlängert worden. In der nächsten Phase sollen die Überwachung und Bewirtschaftung der Wälder für die nächsten 30 Jahre gesichert werden. Im Rahmen des Projekts PARPAF wurde außerdem eine neue Generation von Arbeitern in der nachhaltigen Forstwirtschaft geschult. Somit verfügt die Zentralafrikanische Republik nun über eine solide Grundlage zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder, von der künftige Generationen profitieren werden.

Länder

Zentralafrikanische Republik, Frankreich