Potocnik stellt Pläne für Straßenverkehrsforschung unter RP7 heraus
Der EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung Janez Potocnik diskutierte auf der Konferenz mit dem Titel "Transport Research Arena - Europe" am 12. Juni in Göteborg, Schweden, die Zukunft der Straßenverkehrsforschung. Der Straßenverkehrssektor (einschließlich der Automobilindustrie) ist der größte Investor im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) in Europa. Forschung und Innovation sind von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Agenda von Lissabon, in der die Pläne der EU, bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten, wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu werden, aufgeführt sind. Vor diesem Hintergrund ermutigte der Kommissar die Delegierten auf der Konferenz, ihre Forschungsausgaben in den kommenden Jahren beizubehalten oder sogar noch zu erhöhen. Unter dem Sechsten Rahmenprogramm (RP6) hat die EU über 250 Millionen EUR in die Straßenverkehrsforschung investiert. Der Großteil dieses Betrags floss in die Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit und die Reduzierung von Kraftstoffverbrauch, Schadstoffemissionen und Lärm. Für das RP7 wird die EU-Unterstützung für den Straßenverkehr erhöht. Der Verkehr wird erstmals seinen eigenen vorrangigen Themenbereich mit einem voraussichtlichen Haushalt von über vier Milliarden EUR haben. Die Hauptziele des Themenbereichs Verkehr sind die Entwicklung umweltfreundlicherer und sicherer Verkehrssysteme sowie die Sicherstellung der führenden Rolle der europäischen Industrien auf dem globalen Markt. Der Straßenverkehrssektor wird außerdem von bestimmten Maßnahmen in anderen Themenbereichen wie Energie sowie Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) profitieren. In seinen abschließenden Bemerkungen lobte Potocnik, die Konferenz leite eine neue Ära für die Straßenverkehrsforschung ein. "Sie demonstriert, dass Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren im europäischen Straßenverkehrssektor möglich ist, und bietet die Gelegenheit für einen offenen Austausch und eine gegenseitige Befruchtung von Ideen. Diese Bestandteile sind von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Forschung und Entwicklung sowie für die Wettbewerbsfähigkeit von Innovationen, Produktionen und Dienstleistungen in Europa", sagte er. Die "Transport Research Arena" wird von der Europäischen Kommission, der Conference of European Directors of Roads (CEDR) und dem European Road Transport Research Advisory Council (ERTRAC) organisiert. Hauptthema ist die Umsetzung des Europäischen Forschungsraums zu Straßenverkehr. Sie zielt auf die Unterstützung der Ausrichtung europäischer, nationaler, regionaler und privater Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen auf den Straßenverkehr ab durch die Förderung der Vernetzung und Clusterbildung der europäischen Forschungs- und Entwicklungskapazität auf der Grundlage einer gemeinsamen strategischen Forschungsagenda.