Potocnik stellt Rolle der neuen Plattform f�r Forschung im Westbalkan heraus
Die Europ�ische Kommission und die �sterreichische EU-Ratspr�sidentschaft haben gemeinsam eine "Steering Platform" ("Lenkungsplattform") zur Verst�rkung der Forschungszusammenarbeit zwischen den L�ndern des Westbalkans und der EU im Rahmen des Europ�ischen Forschungsraums (EFR) eingerichtet. Die Plattform basiert im Wesentlichen auf dem EU-Projekt "Southeast European ERA. Network" (SEE-ERA.NET) das bis 2009 laufen wird. Derzeit arbeiten im Rahmen des Projekts insgesamt 17 Institutionen aus 14 verschiedenen EU-, Beitritts- und Westbalkanl�ndern zusammen. Die Plattform wird die bereits durchgef�hrte Arbeit intensivieren, um die Vernetzung nationaler Programme zu erh�hen und die Zusammenarbeit zwischen Forschern aus einzelnen L�ndern innerhalb der EU mit Forschern aus L�ndern in S�dosteuropa zu f�rdern. Bei der Er�ffnungsveranstaltung bezog sich der EU-Kommissar f�r Wissenschaft und Forschung Janez Potocnik auf den EU-Balkan-Aktionsplan zu Wissenschaft und Technologie (W&T) aus dem Jahr 2003, der seinen Aussagen zufolge ein groáer Erfolg war: "Er verlieh den Westbalkanl�ndern eine gr�áere Sichtbarkeit und betonte die Bedeutung der Forschung. Dies ist wichtig, weil die Forschung, in der Tat, lassen Sie mich dies ganz klar sagen, ein zentrales Instrument zur Erleichterung der Integration darstellt. Sie ist ein Politikbereich, der die T�ren �ffnet und das Fortschreiten in andere Bereiche erm�glicht." Zu den konkreten Ergebnissen des Aktionsplans geh�rten die speziellen Aufrufe zu Kapazit�ten unter dem Programm "Internationale Zusammenarbeit" des Sechsten Rahmenprogramms (RP6). "Angesichts der Anzahl der Bewerbungen antworteten diese Aufrufe sicherlich auf einen klaren Bedarf", bemerkte der Kommissar. "Sie haben die Finanzierung von wichtigem Kapazit�tsaufbau in der Region erm�glicht, der andernfalls nicht m�glich w�re." "Aber wir m�ssen mehr tun. Hier kommt die Westbalkan-Lenkungsgruppe ins Spiel", sagte Potocnik, der einige Funktionen der Plattform herausstellte. Seit dem Aktionsplan aus dem Jahr 2003 "ist klar geworden, dass viele Akteure bereit sind, zu dem Gesamtziel der Erleichterung der Integration der Westbalkanl�nder und zur Unterst�tzung einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung beizutragen". Dem Kommissar zufolge sollte die "Steering Platform" daher als Forum genutzt werden, in dem alle Ideen und Mittel zusammengebracht sowie Informationen und Erfahrungen ausgetauscht werden. Dies w�rde laut dem Kommissar bedeuten, �ber das Siebte Rahmenprogramm (RP7) hinauszugehen, um wichtige Beteiligte wie den Stabilit�tspakt f�r S�dosteuropa und COST sowie externe Finanzierungsinstrumente wie die Europ�ische Investitionsbank und die Europ�ische Bank f�r Wiederaufbau und Entwicklung einzubeziehen. Was den "Steering"-Teil der Gruppe angeht, verwies Potocnik auf die Rolle, die er bei der Schaffung eines allgemeinen Bewusstseins in Bezug auf die Forschungspolitik spielen k�nnte, sowie auf seine Verbindungen zu anderen Politiken wie der Lissabon-Strategie, das Gewinnen der besten Forscher und die Erleichterung der Freiz�gigkeit von Forschern sowie die Verbesserung der Forschungsinfrastruktur in Labors und Instituten. Der Kommissar sagte, die Plattform spiele auáerdem eine Rolle in den Bewerberl�ndern, die an der �bernahme des gemeinschaftlichen Besitzstands der EU arbeiten. "Die Harmonisierung nationaler Vorschriften und Praktiken mit den EU-Gesetzen in Bereichen wie Umwelt, Energie, Landwirtschaft, Gesundheit, um nur ein paar zu nennen, wird intensive Arbeit und Know-how erfordern", bemerkte er. Die Steering Platform k�nnte maágeblich f�r die Entwicklung politischer Antworten auf diesen Gebieten sein. Schlieálich sollte die Plattform auch als ein Forum zur Schaffung von Synergien zwischen dem RP7 und dem Instrument zur Vorbereitung auf den Beitritt dienen. "Es ist wesentlich, dass die Steering Platform genutzt wird, um in den nationalen Verwaltungen den Weg zu ebnen, um die wissenschaftliche und technologischen Dimension des Kapazit�tsaufbaus im Rahmen des Instruments zur Vorbereitung auf den Beitritt zu planen und anzugeben, welche Forschungsmaánahmen zu den Zielen der Heranf�hrungshilfen beitragen k�nnen", sagte der Kommissar. "Dies ist wirklich von entscheidender Bedeutung." Potocnik erinnerte abschlieáend die Teilnehmer der Er�ffnungsveranstaltung daran, dass die Eigentumsrechte an der "Steering Platform" bei den Westbalkanl�ndern liegen: "Dies ist die beste M�glichkeit, sich an den Anstrengungen der Europ�ischen Union zu beteiligen. Warten Sie nicht auf Vorschl�ge aus Br�ssel, seien Sie aktiv, haben Sie hohe Ambitionen und f�llen Sie diese Plattform mit Leben!"