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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Barroso fordert umfassendere Zusammenarbeit zur Sicherstellung von Fortschritten im Bereich Innovation

Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, muss Europa das Schlagwort "Innovation" in die Tat umsetzen, sagte der Präsident der Europäischen Kommission José Manuel Barroso am 6. Dezember gegenüber führenden Vertretern der europäischen Industrie. Dies erfordere eine Zusamm...

Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, muss Europa das Schlagwort "Innovation" in die Tat umsetzen, sagte der Präsident der Europäischen Kommission José Manuel Barroso am 6. Dezember gegenüber führenden Vertretern der europäischen Industrie. Dies erfordere eine Zusammenarbeit zur Lösung des europäischen Problems, das darin besteht, dass Europa über das notwendige Wissen und die notwendige Forschung verfügt, aber nicht in der Lage ist, dieses Wissen zu vermarkten, so der Kommissionspräsident. Aber "die Verbesserung der europäischen Leistung hängt nicht nur von mehr Start-ups oder einem besseren Schutz für Endprodukte ab", sagte Barroso. "Sie hängt auch von allen Zwischenstationen ab. Wir müssen die gesamte Kette des Innovationsprozesses betrachten." Diese reicht von der Verfügbarkeit von Personen mit der richtigen Ausbildung und den richtigen Qualifikationen bis hin zur Sicherstellung verfügbarer Mittel zur Finanzierung der richtigen Projekte. Barroso verwies auf einige "tief greifende Veränderungen", die bereits im Gange sind und seinen Worten zufolge dazu beitragen sollten, den Weg für Innovation zu ebnen. Sie umfassen die Umsetzung der Better-Regulation-Initiative, in deren Rahmen 68 unnötige Vorschläge fallengelassen wurden, und den Aktionsplan für Innovation, in dem zehn Punkte zu Bereichen herausgestellt werden, in denen Fortschritte hinsichtlich der Innovation erzielt werden können. Aber der Wettbewerb da draußen sei groß, erinnerte Barroso seine Zuhörer, insbesondere unter neu auftauchenden Konkurrenten, die auf hochwertige Märkte vordringen und niedrigere Kostenäquivalente anbieten können. "Ihre verstärkten Investitionen bedeuten, dass wir eine neue Antwort brauchen", fügte er hinzu. Von zentraler Bedeutung für diese neue Antwort sind die Suche nach neuen Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und das Zusammenbringen aller notwendigen Elemente für Innovation. Barroso zufolge verfolgt das geplante Europäische Technologieinstitut (ETI) genau das. Es zielt auf die Schaffung von "Wissens- und Innovationsgemeinschaften" unter Einbeziehung der drei Schlüsselelemente des Wissensdreiecks ab: Hochschulen, Forschungsorganisationen und Industrie. Mit einem vorgeschlagenen Haushalt von 2,4 Mrd. EUR für 2008 bis 2013 würde das ETI dazu beitragen, die europäische Elite zusammenzubringen, um an Schlüsseltechnologien für die Industrie zu arbeiten, so Barroso. Eine weitere Initiative, die Europa wahrscheinlich beim Zusammenbringen der wichtigsten Innovationsakteure dienlich sein wird, ist das Siebte Rahmenprogramm (RP7), das in Kürze eingeleitet wird und dessen Prioritäten dem Kommissionspräsidenten zufolge in enger Konsultation mit der Industrie ausgearbeitet worden sind. "Das RP7 wird die wichtigsten Innovationsherausforderungen in allen Bereichen angehen, wobei die Projekte Forschungsorganisationen und Unternehmen aus der ganzen Welt offen stehen werden." Es wird davon ausgegangen, dass die Europäischen Technologieplattformen (ETP) ebenfalls den Weg für künftige Innovationsinitiativen ebnen, und die führenden Vertreter der Industrie arbeiten bereits an der Bestimmung potenzieller führender Märkte. Barroso zufolge könnten Pilotmaßnahmen zum Testen dieser Konzepte bereits im nächsten Jahr erfolgen. Darüber hinaus werden unter dem RP7 auch die ersten Gemeinsamen Technologieinitiativen (Joint Technology Initiatives - JTI) eingeleitet, die Barroso als "einen weiteren großen Fortschritt mit einer neuen Art von öffentlich/privater Partnerschaft" beschrieb. Er wies darauf hin, dass die unter dem RP7 erzielten Fortschritte durch andere neue Initiativen wie das Programm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) für den Zugang zu Finanzierungsmitteln, den Europäischen Forschungsrat für Grenzforschung und den Risk-Sharing-Facility-Fonds (Finanzierungsfazilität mit Risikoteilung) zur Finanzierung sehr risikoreicher Forschungs- und Entwicklungsprojekte ergänzt würden. Der Kommissionspräsident schloss mit den Worten: "Es ist klar, dass wir das Innovationspotenzial in Europa besitzen...Die Frage ist jetzt, wie und inwieweit wir dieses umsetzen."

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