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Technologie prägender Faktor der Aurora-Weltraumforschung

Wissenschaftler der Europäischen Wissenschaftsstiftung (EWS) werden im Mai ein Forschungsprogramm für die Erforschung von Mond und Mars veröffentlichen. Das Programm Aurora wurde 2001 von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) eingerichtet. Es ist Teil des europäischen ...

Wissenschaftler der Europäischen Wissenschaftsstiftung (EWS) werden im Mai ein Forschungsprogramm für die Erforschung von Mond und Mars veröffentlichen. Das Programm Aurora wurde 2001 von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) eingerichtet. Es ist Teil des europäischen Beitrags zur internationalen Bestrebung, das Sonnensystem zu erforschen. Das Programm wird die Absicht verfolgen, wissenschaftliche und technologische Ziele miteinander zu verknüpfen, wenn seine Flottille aus Robotersonden losgeschickt wird, um dem Menschen den Weg zur Landung auf dem Mars in den 2030er Jahren zu ebenen. "Aurora ist nicht in dem Maße von den Forschern getrieben wie das wissenschaftliche Pflichtprogramm der ESA [Europäische Weltraumorganisation]", so Dr. Jean-Claude Worms von der EWS. "Es ist ein technologiegesteuertes Programm, wenngleich es selbstverständlich über eine nicht zu vernachlässigende Wissenschaftskomponente verfügt." In der Tat handelt es sich bei der ersten Aurora-Mission, die 2013 oder 2014 gestartet werden soll, um die Roboterraumsonde ExoMars, die mit Sonnensegeln zur Stromerzeugung und autonomen Steuerung mit Hilfe von Software und optischen Sensoren ausgestattet ist. Sobald sie auf dem Roten Planeten gelandet ist, wird sie dort einen Rover absetzen, der mit einem Laboratorium ausgestattet ist, welches in der Lage ist, Gesteins- und Bodenproben auf Lebenszeichen zu untersuchen. Die Verflechtung von Forschung und Technologie stellt die Grundlage des Aurora-Programms dar. Einerseits liefert der Wunsch, Dinge zu erforschen, den Anreiz zur Entwicklung neuer Technologie, während andererseits die Einführung innovativer Technologie die Erkundung erst möglich macht. In dieser Hinsicht bietet Aurora der europäischen Industrie Möglichkeiten zur Entwicklung jener neuen Technologie, die benötigt wird, um das Projekt zu verwirklichen. Bei den technologischen Innovationen, die untersucht werden, handelt es sich u. a. um Atmosphärenbremsung, Präzisionsnavigation und -landung, Antriebssysteme, die kostengünstigeres und schnelleres Reisen ermöglichen, sowie Lebenserhaltungssysteme, um dem Menschen zu ermöglichen, in feindlichen Weltraumumgebungen zu leben. "Wenn es sich um rein wissenschaftliche Ziele handeln würde, dann wäre es den Wissenschaftlern wahrscheinlich ziemlich egal, wer die Führung übernimmt, solange einfach nur gute Wissenschaft betrieben wird. Doch in diesem speziellen Zusammenhang spielt auch die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie eine wichtige Rolle, und daher muss man einzigartige Fähigkeiten entwickeln oder zumindest einige Fähigkeiten zum Ausdruck bringen, über die man derzeit nicht verfügt", so Dr. Worms. Im Augenblick legt das Expertenkomitee der EWS (European Space Sciences Committee) unter fünf Rubriken Prioritäten für das Aurora-Programm fest: Robotersonden zum Mond, Mars und zu Asteroiden und bemannte Expeditionen zum Mond und Mars. Die Empfehlungen werden auf einem Workshop in Athen im Mai vorgestellt.

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