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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Forscher entwickeln mobile Abwasseraufbereitungsanlage

Französische und österreichische Forscher haben eine mobile, energiearme Abwasseraufbereitungsanlage entwickelt, die sich für den Einsatz in Flüchtlingslagern eignen könnte, wo mangelnde Hygiene eine der Hauptursachen von Krankheiten ist. Das System, ein Ergebnis aus dem EUR...

Französische und österreichische Forscher haben eine mobile, energiearme Abwasseraufbereitungsanlage entwickelt, die sich für den Einsatz in Flüchtlingslagern eignen könnte, wo mangelnde Hygiene eine der Hauptursachen von Krankheiten ist. Das System, ein Ergebnis aus dem EUREKA-Projekt HYGICLAIR, imitiert natürliche Abwasserreinigungsprozesse. Zuerst entfernt ein Metallrost schwerere Gegenstände aus dem Abwasser. Danach wird der Schlamm durch eine Reihe abfallender Behälter geleitet, wo Bakterien die organische Substanz verarbeiten und in Kohlendioxid umwandeln. Die neutralisierten biologischen Feststoffe werden dann durch das System recycelt oder in einen Lagerbehälter gepumpt und das aufbereitete Wasser desinfiziert. Die Qualität des so gewonnenen Wassers ist nicht zum Trinken geeignet. Aber es ist sauber genug, um über Sickerschächte in den Boden abgelassen oder für die Bewässerung von Golfplätzen oder Parks genutzt zu werden. Das ganze System passt in einen mobilen 20-Fuß-Container (ca. 6 Meter), der einfach per Lastwagen, Flugzeug oder Schiff transportiert werden kann. Jeder Container kann das Abwasser von bis zu 100 Menschen verarbeiten. Sie können parallel verbunden werden und reichen so für 1.800 Menschen. Das System funktioniert automatisch und der Wartungsaufwand beträgt nur eine Stunde pro Woche. Der Energieverbrauch ist mit 35 kWh pro Tag ebenfalls niedrig. "Aufgrund seiner Mobilität und Modularität eignet sich das System für abgelegene Lager", sagt Louis Faverot vom Projektpartner Sanitec SAS. "Ebenso kann es für die spezielle Abwasseraufbereitung in abgelegenen Gebieten zum Beispiel bei der Tierzucht eingesetzt werden."

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