Skip to main content
Weiter zur Homepage der Europäischen Kommission (öffnet in neuem Fenster)
Deutsch de
CORDIS - Forschungsergebnisse der EU
CORDIS

Article Category

Inhalt archiviert am 2023-03-02

Article available in the following languages:

Erhebung: Europäische Haushalte zunehmend digitalisiert

Die Bemühungen, den europäischen Bürgerinnen und Bürgern die digitalen Technologien näher zu bringen, tragen langsam Früchte. Zu diesem Ergebnis gelangt eine EU-weite Erhebung. So verfügt mehr als die Hälfte der europäischen Haushalte über einen Computer - das sind vier Prozen...

Die Bemühungen, den europäischen Bürgerinnen und Bürgern die digitalen Technologien näher zu bringen, tragen langsam Früchte. Zu diesem Ergebnis gelangt eine EU-weite Erhebung. So verfügt mehr als die Hälfte der europäischen Haushalte über einen Computer - das sind vier Prozent mehr als Ende 2006. Gleichzeitig wechseln immer mehr Menschen zu Breitband- und kabellosem Internetzugang. Die am 27. April veröffentlichte "E-Communications-Hauhaltsumfrage" umfasste Interviews mit 27 000 Haushalten über deren Nutzungsgewohnheiten von Computer und Internet sowie die Art ihres Internetzugangs. Die Befragten wurden auch gebeten, Angaben zu ihrem Telefoniesystem zu machen (Festnetz, Mobiltelefon oder beides) sowie über Datenschutz, die Verfügbarkeit von Leistungspaketen und ihre Nutzung der europäischen Notrufnummer. Laut Erhebung verfügen etwa 54 Prozent der Europäer über einen privaten Computer. Das stellt eine Steigerung von vier Prozent gegenüber Ende 2006 dar. Die älteren EU-Mitgliedstaaten sind mit 58 Prozent stärker computerisiert als die 12 neueren Länder (39 Prozent) - eine Kluft, die sich im Einzelländervergleich verbreitert. So besitzen in Dänemark und den Niederlanden insgesamt 83 Prozent der Haushalte einen Computer, in Rumänien dagegen nur 29 Prozent und in Bulgarien nur 20 Prozent. Die Anzahl der Menschen mit einem privaten Internetanschluss wächst laut Umfrage, wenn auch langsam. Ingesamt 42 Prozent der Haushalte verfügen mittlerweile über einen Internetanschluss, was eine Steigerung von zwei Prozent gegenüber der vorangegangenen Erhebung bedeutet. Die Penetrationsrate ist nach wie vor in den Niederlanden (80 Prozent), Dänemark (77 Prozent) und Schweden (69 Prozent) am höchsten und mit unter 20 Prozent am geringsten in Griechenland, der Slowakei, Bulgarien und Rumänien. Breitband - einer der wichtigsten Indikatoren für das Wachstum der Wissensökonomie in Europa - wird immer beliebter und ist jetzt in 28 Prozent der europäischen Haushalte vorhanden. Außer in vier der an der Umfrage beteiligten Ländern ist eine bedeutende Zunahme des Prozentsatzes an Haushalten zu verzeichnen, die über einen Breitbandanschluss verfügen. Die stärkste Zunahme ist in den Ländern zu erkennen, in denen auch im vergangenen Jahr die Penetrationsraten am höchsten waren: Dänemark (+11 Prozent), Belgien (+9 Prozent), UK (+9 Prozent), Estland (+9 Prozent) und Malta (+9 Prozent). In Italien, Österreich, Zypern und Schweden ist die Breitbandpenetration dagegen unverändert. Der Asymmetrische Digitale Teilnehmeranschluss (Asymmetric Digital Subscriber Line - ADSL) ist weiterhin der am häufigsten anzutreffende Breitband-Internetanschluss. In Frankreich beispielsweise nutzen 88 Prozent der Internet-Haushalte ADSL. Die herkömmliche Einwahlverbindung scheint vor allem in Ländern mit einem hohen Anteil an ländlicher Bevölkerung, zum Beispiel in Irland, populär zu sein, während Verbindungen über das Kabel-TV-Netz in Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Portugal, Litauen, Lettland und Österreich verbreitet sind. Die drahtlose Internetverbindung (Wifi) erobert Europa im Sturm. Schon 34 Prozent der Haushalte nutzen einen Wifi-Router anstelle eines Modems, um ins Internet zu gelangen. 2006 betrug der Anteil nur 27 Prozent. Am weitesten verbreitet ist die Wifi-Technologie in Luxemburg, Spanien und Frankreich, wo mehr als die Hälfte der Haushalte den Internetzugang über einen Wifi-Router herstellt. In Lettland, Griechenland, Litauen, Slowenien und Polen dagegen nutzen weniger als 20 Prozent diese Technologie. Je mehr Haushalte digitale Technologien nutzen, desto dringlicher werden Probleme im Zusammenhang mit Datenschutz und Datensicherheit, warnt der Bericht zur Erhebung. Insgesamt 28 Prozent der Europäer mit Internetanschluss geben an, dass Spam und Viren ihnen schon einmal erhebliche Probleme bereitet haben. Bei manchen haben Spam und Viren zu einem Computerabsturz oder zu Datenverlust bzw. Datenänderung geführt. Die Haushaltsmitglieder mit Computer und Internetanschluss wurden gefragt, ob sie einen Spam- oder Virenschutz installiert haben. Die Ergebnisse zeigen, dass die Nutzer sich mehr Sorgen über Viren als über Spam machen. Etwa 81 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ein Antiviren-Programm installiert haben, während sich nur 60 Prozent für eine Antispam-Software entschieden haben. Meist wird die Software kostenlos aus dem Internet heruntergeladen. Die Ergebnisse der Erhebung sollen in die aktuelle öffentliche Debatte über die Reform der EU-Telekommunikationsregulierung einfließen, die in den nächsten Monaten geplant ist. "Die digitale Wirtschaft Europas zeigt hohe Wachstumsraten, während mehr und mehr Haushalte die Konvergenz zwischen Festnetz-, Mobiltelefonie- und Internetdiensten nutzen", so Viviane Reding, die für Informationsgesellschaft und Medien zuständige Kommissarin. "Die Herausforderung für die Reform der EU-Telekommunikationsregulierung in diesem Jahr liegt darin, auf das sich schnell ändernde technologische Umfeld zu reagieren und gleichzeitig einen effektiven Wettbewerb zu fördern."

Mein Booklet 0 0