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Panel lobt Bemühungen der Europäischen Wissenschaftsstiftung zu Forschungszusammenarbeit

In einem detaillierten Bericht empfiehlt ein internationales Panel, dass die Europäische Wissenschaftsstiftung (EWS) das Profil von EUROCORES, dem europäischen Programm zu Forschungszusammenarbeit, schärft, um so seinen künftigen Erfolg sicherzustellen. Es schlägt auch eine Be...

In einem detaillierten Bericht empfiehlt ein internationales Panel, dass die Europäische Wissenschaftsstiftung (EWS) das Profil von EUROCORES, dem europäischen Programm zu Forschungszusammenarbeit, schärft, um so seinen künftigen Erfolg sicherzustellen. Es schlägt auch eine Beschleunigung des Auswahlprozesses vor. Unter dem EUROCORES-Dach werden derzeit 28 Programme durchgeführt, von denen jedes zwischen 5 und 15 Projekte umfasst. Ziel ist es, Forschern einen Rahmen zu geben, in dem sie gemeinsam wissenschaftliche Fragen behandeln können, die am besten in weiter gefasster Forschungszusammenarbeit gelöst werden. Seit seiner Gründung im Jahr 2001 hat sich EUROCORES in ein Instrument für die interdisziplinäre Forschungszusammenarbeit auf europäischer Ebene entwickelt. Darüber hinaus verbessert es die Interaktion nationaler Forschungsfinanzierungsagenturen. "EUROCORES führt zu qualitativ sehr hochwertigen Projekten, an denen sich Forscher aus ganz Europa beteiligen", urteilte Enterprise Ireland, die irische Mitgliedorganisation der EWS. Im Ergebnisbericht der Programmüberprüfung wurde EUROCORES als das Instrument der Wahl für die Bekämpfung der Zersplitterung der europäischen Forschungslandschaft gelobt. Etwa 70 Prozent der befragten Forscher beschrieben das Programm als ein nützliches Instrument, das andere EU-Instrumente ergänze, aber einen Zusatznutzen biete, da es offener und flexibler in Bezug auf unterstützte Themenbereiche, Projektarten und Netzwerkaktivitäten sei. Von den 33 befragten EWS-Mitgliedorganisationen äußerten sich 25 positiv über EUROCORES, wünschten sich aber gleichzeitig weitere Verbesserungen. "Die EWS als Agentur der Agenturen kann ein gesundes neues System bieten", so Reinhard Grunwald, Vorsitzender des Scheme Review Panel beim Leitungsgremium der EWS. Obgleich die Umfrage zeigt, dass EUROCORES über beachtliche Stärken verfügt, so müssen das Profil des Programms geschärft und seine Glaubwürdigkeit bei vielen Zielgruppen gestärkt werden. Das Programm ist nicht sehr bekannt, wahrscheinlich weil es im Vergleich zu anderen EU-Instrumenten klein ist und weil es noch relativ jung ist. Auch die Dauer der Verfahren müsse verbessert und das Risiko der Doppelung nationaler Anstrengung verringert werden. "Nach einer 'Trial and Error'-Phase ist EUROCORES jetzt ein ziemlich gut funktionierendes Instrument. Es wäre Ressourcenverschwendung, es jetzt einzustellen. Es muss jedoch seine eigene und einzigartige Rolle auf der Ebene der EU-weiten Zusammenarbeit finden", so die Finnische Akademie, die EWS-Mitgliedorganisation Finnlands. Der Bericht nennt Schlüsselbereiche, die verbessert werden müssen, und zwar durch drei operative Modelle, die die Geschwindigkeit und die Zuverlässigkeit des Programms verbessern sollen. Dazu gehören zusätzliche Eigenschaften wie ein gemeinsamer Topf, der den Finanzierungsprozess verbessern und beschleunigen würde, sowie ein Peer-Review-Prozess und klarere Verfahren. Darüber hinaus wurde vorgeschlagen, den Auswahlprozess zu verkürzen, indem detaillierte Anträge gefordert werden, die dann mit anderen EWS-Instrumenten, etwa den "Ausblicken", verlinkt werden. Dennoch hat das Programm den Befragten zufolge viele Vorteile im Vergleich zu anderen EU-Instrumenten: Es sei stärker wissenschaftsgetrieben, befasse sich mehr mit Grundlagenforschung, sei weniger politisch motiviert, eigne sich besser für die Zusammenarbeit kleiner Teams und sei weniger bürokratisch. Attestiert werden ihm auch die Unterstützung qualitativ hochwertiger Arbeit und die Anwendung guter Verfahren. "EUROCORES stimuliert freie und von unten nach oben organisierte europäische Zusammenarbeit als Ergänzung zu den stärker dirigistischen Initiativen der Europäischen Kommission", urteilte der schwedische Forschungsrat. Der Bericht schließt mit der Erkenntnis, der einzige Weg nach vorn liege in der Weiterentwicklung von EUROCORES in ein stärker wettbewerbsorientiertes Instrument, das es mit dem Besten und Kreativsten auf der europäischen Wissenschaftsbühne aufnehmen und die Herausforderungen der Zukunft meistern kann. EUROCORES ist den Zielen der EWS verpflichtet, nämlich Synergien auf europäischer Ebene zu verbessern, indem es einen Rahmen bietet, der nationale Forschungsfinanzierungsorganisationen zusammenbringt und indem interdisziplinäre Forschungsprojekte in nicht traditionellen Bereichen finanziert und somit neue Wissenschaftshorizonte eröffnet werden.