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EU-Projekt möchte aus Biomasse gewonnene Produkte gegenüber fossilen Brennstoffen konkurrenzfähig machen

Das Ziel des neu eingeleiteten Projekts BIOSYNERGY ist die Entwicklung und der Entwurf innovativer Bioraffinerie-Konzepte, um aus Biomasse gewonnene Produkte gegenüber fossilen Brennstoffen hinsichtlich der Kosten konkurrenzfähig zu machen. Eines der wichtigsten energiepolit...

Das Ziel des neu eingeleiteten Projekts BIOSYNERGY ist die Entwicklung und der Entwurf innovativer Bioraffinerie-Konzepte, um aus Biomasse gewonnene Produkte gegenüber fossilen Brennstoffen hinsichtlich der Kosten konkurrenzfähig zu machen. Eines der wichtigsten energiepolitischen Ziele der EU ist die Beschleunigung der Nutzung von Biokraftstoff, d. h. sämtlicher Kraftstoffe, die aus Biomasse (pflanzliche oder tierische Abfälle) gewonnen werden. Ausgangsstoffe wie Zucker, Weizen und Mais eignen sich ausgezeichnet für die Herstellung von Biokraftstoffen. Im Gegensatz zu anderen natürlichen Ressourcen wie Erdöl, Kohle und Kernbrennstoffe sind Biokraftstoffe umweltfreundliche erneuerbare Energiequellen. Die Verwendung von Biomasse zur Erzeugung von Kraftstoffen für Fahrzeuge, und in geringerem Umfang für die Energieerzeugung, ist jedoch immer noch teurer als die Nutzung dieser herkömmlichen Ressourcen. Daher wird das über einen Zeitraum von vier Jahren laufende BIOSYNERGY-Projekt, das von der EU mit 13 Mio. EUR gefördert wird, auf die Schaffung einer umfangreichen Bioraffinerie hinarbeiten, die eine Reihe hochwertiger Chemikalien sowie großen Mengen an Flüssigkraftstoffen für den Verkehrssektor erzeugen und die übrige Energie zum Heizen und Betreiben des Kraftwerks verwenden kann. Die Projektpartner hoffen, dass die Chemikalien auf diese Weise die Rentabilität erhöhen werden, während die Kraftstoffe für den Verkehrssektor einige der derzeit auf dem Markt befindlichen fossilen Brennstoffe ersetzen werden. Die Wiederverwendung überschüssiger Wärme und Energie wird zudem die Kohlenstoffemissionen reduzieren. "BIOSYNERGY zielt auf die Entwicklung eines soliden techno-ökonomischen Prozesses für die integrierte Herstellung von Chemikalien, Fahrzeugkraftstoffen und Energie vom Labor bis zur Pilotanlage ab", so Hans Reith, Koordinator des BIOSYNERGY-Projekts vom Energieforschungszentrum der Niederlande (Energieonderzoek Centrum Nederland - ECN). "Dieses Projekt wird von entscheidender Bedeutung für den künftigen Betrieb von Bioraffinerien sein, die riesige Mengen von Chemikalien, Brennstoffen und Energie aus einer Vielzahl von Biomasse-Ausgangsstoffen erzeugen können", fügte er hinzu. Die Forscher werden fortschrittliche Fraktionierungs- und Umwandlungsprozesse für Biomasse verwenden sowie biochemische und thermochemische Pfade zur Entwicklung der ökonomischsten und umweltfreundlichsten Lösungen für eine umfangreiche Bioenergieproduktion entwickeln. "Wir entwickeln Konzepte und führen unterstützende Forschung durch, um Daten für die Umsetzung einer künftigen Bioraffinerie bereitzustellen", so Tony Bridgwater, Leiter der Bioenergie-Forschungsgruppe der Aston University, einer der Projektpartner. BIOSYNERGY wird Pilotanlagen mit den aussichtsreichsten Technologien für eine "Bioethanol-Seitenstrom"-Bioraffinerie in enger Zusammenarbeit mit der Pilotanlage zur Umwandlung von Lignozellulose in Bioethanol, die derzeit in Salamanca, Spanien, gebaut wird, errichten. Die Aston University wird außerdem Arbeiten zur Ermittlung der optimalen bioraffineriebasierten Ketten zur Umwandlung von Biomasse in Produkte für eine künftige europäische Wirtschaft auf biologischer Grundlage leiten, Biomasse und Lignin in ihren schnellen Pyrolyse-Reaktoren testen und charakterisieren sowie eine BIOSYNERGY-Informationsveranstaltung zur Verbreitung der Ergebnisse ins Leben rufen.

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