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CityBee kommt im Großstadtdschungel gefährdeten Menschen zur Hilfe

Ein kürzlich ins Leben gerufenes Projekt könnte hilfsbedürftigen Menschen, die sich im Großstadtdschungel verlaufen haben, Unterstützung bieten. Ziel des Projekts CityBee, das unter dem Sechsten Rahmenprogramm der EU gefördert wird, ist die Entwicklung eines kostengünstigen ...

Ein kürzlich ins Leben gerufenes Projekt könnte hilfsbedürftigen Menschen, die sich im Großstadtdschungel verlaufen haben, Unterstützung bieten. Ziel des Projekts CityBee, das unter dem Sechsten Rahmenprogramm der EU gefördert wird, ist die Entwicklung eines kostengünstigen drahtlosen großstädtischen Netzwerks auf Basis der drahtlosen LBS-Technologie (Location Based Services - standortbezogene Dienste). Diese Technologie könnte zur Standortbestimmung von Menschen eingesetzt werden, die sich in einer Großstadt verlaufen haben, und diesen Menschen nützliche Dienste anbieten. Jedes Netzwerk wird eigens für eine bestimmte hilfsbedürftige Gruppe der Gesellschaft wie Kinder, ältere und (körperlich oder geistig) behinderte Menschen konzipiert und auf deren Bedürfnisse zugeschnitten. Die Netzwerklösung beruht auf dem Funkfrequenzstandard IEEE 802.15.4 (Zigbee), der eine lizenzfreie Frequenzbandbreite von 2,4 GHz und eine ausreichende Kapazität zur Entwicklung eines flexiblen, leicht erweiterbaren und stabilen privaten drahtlosen Netzwerks bietet. Das Netzwerk soll flexibel und skalierbar sein und so konzipiert werden, dass es in unterschiedlichsten Situationen und Umgebungen, sowohl in großen Stadtgebieten als auch im gesamten Stadtbereich, einsetzbar ist. Das Netzwerk wird in Cluster unterteilt, und es wird ein Multi-Cluster-Netzwerk/eine Transportschicht eingerichtet. Das Netzwerk CityBee soll aus festen und mobilen Einheiten und einem Kontrollzentrum bestehen. Steve Lane, einer der Projektpartner, erklärt: "Ein künftiger Anwendungsbereich für diese Infrastruktur ist möglicherweise die Kommunikation mit hilfsbedürftigen bzw. gefährdeten Menschen, die einer besonderen Betreuung bedürfen. Beispielsweise ist die Bewegungsfreiheit von Alzheimerpatienten unter Umständen eingeschränkt, da das Risiko zu groß ist, dass sie sich in einer unbekannten Umgebung verlaufen. Mithilfe dieses Netzwerks könnten Patienten ihr gewohntes Leben fortsetzen, da die Technologie bestimmte Sicherheitsmaßnahmen umfasst und die Geräte, die der Überwachung und Hilfestellung dienen, kleiner und leistungsfähiger sind und somit problemlos von den Patienten getragen werden können. Mit dem Standard IEEE 802.15.4 können komplexe Netzwerke geschaffen werden, deren mobile Knoten sich durch einen relativ geringen Energieverbrauch auszeichnen. Im Gegensatz zu anderen drahtlosen Netzwerkstandards können die Knoten bei diesem Standard über relativ große Entfernungen miteinander kommunizieren. Daher ist der Standard für diese Art der Patientenüberwachung ideal." Die Projektmitarbeiter haben sich für die kostengünstige Zigbee-Technologie anstelle von anderen Standortbestimmungs- und Kommunikationstechnologien entschieden, da sie davon überzeugt sind, dass eine erfolgreiche Einführung des Netzwerks CityBee aufgrund der Vorteile für Netzwerkinstallateure, Betreiber und Nutzer soweit wie möglich gewährleistet ist. Als Erstes wird das Netzwerk CityBee vom Stadtrat von Barcelona im Stadtteil "Nou Barris", in dem sich eine öffentliche Einrichtung für Behinderte befindet, eingeführt und bewertet. Weitere mögliche Anwendungsbereiche der Technologie sind Fahrzeugortungssysteme für kleine Unternehmen, ein Live-Informationsdienst, der verschiedene Dienstleistungen anbieten könnte, beispielsweise die Angabe von Wartezeiten an Bus- und Straßenbahnhaltestellen, Stadtführerfunktionen und die Synchronisierung von Ampelsignalen und ankommenden Krankenwagen. Das Projekt wurde am 1. Oktober 2006 ins Leben gerufen. Die Projektdauer beträgt zwei Jahre.

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Spanien