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EU steckt 2,9 Millionen EUR in Krebsdiagnoseprojekt

Die Europäische Kommission bezuschusst das Projekt COBRED mit 2,9 Millionen EUR. Ziel des Projekts, das unter dem Sechsten Rahmenprogramm (RP6) gefördert wird, ist die Erforschung bislang unbekannter Biomarker für die am weitesten verbreiteten Krebsarten Darmkrebs und Brustk...

Die Europäische Kommission bezuschusst das Projekt COBRED mit 2,9 Millionen EUR. Ziel des Projekts, das unter dem Sechsten Rahmenprogramm (RP6) gefördert wird, ist die Erforschung bislang unbekannter Biomarker für die am weitesten verbreiteten Krebsarten Darmkrebs und Brustkrebs. Dr. Laszlo Takacs, CSO von BioSystems International und Projektkoordinator von COBRED erklärt: "Im Rahmen dieses revolutionären Projekts könnten unter Umständen neue Verfahren zur Diagnose von Krebs entwickelt werden. Ich freue mich zu sehen, mit wie viel Begeisterung die Kliniker in den Krebszentren und die Wissenschaftler in den Laboren von Hochschulen und Unternehmen an dieses Projekt herangehen. Mit diesem Projekt sollen neue Diagnosemethoden für Nachsorgeuntersuchungen (Monitoring-Marker) durch Nutzung dreier hochmoderner Hochdurchsatztechnologien in einem integrierten systembiologischen Ansatz entwickelt werden. Die Projektpartner von COBRED hoffen, dass sie nach Ablauf von drei Jahren eine Reihe möglicher Biomarker/Diagnosemethoden vorweisen können, die in vorklinischen Studien erprobt wurden und dann für die großangelegte klinische Validierung und die Weiterentwicklung zu Vermarktungszwecken bereit stehen. Des Weiteren soll im Rahmen von COBRED aufgezeigt werden, dass fortschrittliche Data-Mining-Technologien das Potenzial haben, Daten, die mit unterschiedlichen Hochdurchsatztechnologien gewonnen wurden sowie Daten aus verschiedenartigen klinischen Profilen auszuwerten. Außerdem wird COBRED Biomarker für Nachsorgeuntersuchungen unter die Lupe nehmen, da mögliche neue Diagnoseverfahren unter Umständen anhand von Populationsscreenings die Krebsfrüherkennung verbessern können. Außerdem werden die im Rahmen der Studie gesammelten Daten eventuell zum besseren Verständnis bislang wenig erforschter Krebsmechanismen beitragen. Brustkrebs ist die unter europäischen Frauen am meisten verbreitete Krebsart und Darmkrebs die dritthäufigste Krebsart weltweit. Diagnoseverfahren auf Grundlage von Biomarkern könnten dazu beitragen, die aktuellen Diagnoseverfahren und Krebsbehandlungsmethoden erheblich zu verbessern, da sie viel genauer und dabei kostengünstiger sind als derzeit angewandte Verfahren. Das Projektkonsortium hofft, dass dies Patienten und der Gesellschaft als Ganzes unmittelbare Vorteile bringen wird. Neben BioSystems International sind noch zwei weitere Biotechnologieunternehmen sowie zwei große Krebszentren, drei Hochschulen und ein Beratungsunternehmen an dem Konsortium beteiligt.