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Hübner: Markenname, Netzwerke und IKT sind die Zutaten für eine wettbewerbsfähige Region

"Der Wettbewerb um kreative Menschen, innovative Unternehmen und junge Forscher - die Schlüssel zu Innovation - findet heute auf regionaler und manchmal auch auf lokaler Ebene statt", so die EU-Kommissarin für Regionalpolitik Danuta Hübner gegenüber den Teilnehmern der jährlic...

"Der Wettbewerb um kreative Menschen, innovative Unternehmen und junge Forscher - die Schlüssel zu Innovation - findet heute auf regionaler und manchmal auch auf lokaler Ebene statt", so die EU-Kommissarin für Regionalpolitik Danuta Hübner gegenüber den Teilnehmern der jährlichen IANIS+-Konferenz am 15. Juni in Spanien. Die Kommissarin gab den anwesenden Vertretern von Regionen drei Botschaften mit auf den Weg: Investitionen in eine regionale Marke, um Intelligenz und Geld anzuziehen. Investitionen in die Einrichtung interner Netzwerke und Verbindungen zur Außenwelt und Investitionen in Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), denn sie sind die effektivste Methode, um zu den Spitzenreitern aufzuschließen. Wirtschaftliche Entwicklung hängt zunehmend von der Verfügbarkeit und Konzentration von Ressourcen ab - etwa Hochschulen, innovative Unternehmen und die Art und Weise, die diese Akteure miteinander kommunizieren. Aber Regionen müssen noch mehr bieten, wenn sie die besten Wissensarbeitskräfte und ihre Familien anlocken möchten. Deshalb sollten sie eine unverwechselbare "regionale Marke" entwickeln, empfahl Hübner. Will man sicherstellen, dass eine Region auch anderes zu bieten hat, sei es gute Straßen, ein gut entwickeltes Unternehmensumfeld, gut ausgebildete Menschen vor Ort oder Forschungsinstitutionen, muss man einen integrierten Ansatz wählen, der mit einem Investitionsmix verbunden ist. "Daher ist meine zweite Botschaft an Sie heute: Ihre Entwicklungsstrategien [...] sollten nicht nur auf Investitionen in die Infrastrukturen für unternehmensseitige Forschung und Entwicklung (F&E) fließen, sondern auch in die verschiedenen externen und internen Beziehungsnetzwerke", so die Kommissarin. Interne Netzwerke sind insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wichtig. Aber regionale Wirtschaften müssen auch Verbindungen zu europäischen und weltweiten Netzwerken aufbauen, die eine Verbindung zur Außenwelt darstellen und die es ihnen ermöglichen, ihre Stärken und Schwächen im Kontext globaler Herausforderungen und Möglichkeiten zu messen. "Umfragen haben gezeigt, dass weniger entwickelte Regionen dies oft nicht ausreichend verstehen - sie denken, dass die Nachbarregionen ihre größten Konkurrenten sind [nicht die asiatischen Schwellenländer zum Beispiel]", sagte Hübner. Die dritte Botschaft der Kommissarin an die Konferenzteilnehmer betraf die Bedeutung der Investitionen in IKT sowie der Informationsnetzwerke, die die IKT schaffen. IKT sind die effizienteste Methode, um zu den leistungsstärkeren Regionen aufzuschließen und um die Innovationshindernisse abzubauen, denen sich Nutzer gegenübersehen, die an abgelegenen oder ländlichen Orten leben. "IKT bietet den hinterherhinkenden europäischen Regionen die Möglichkeit, einen Quantensprung auf eine neue Stufe der wirtschaftlichen Entwicklung zu machen", so Hübner. Viele Regionen haben bereits begonnen, Ressourcen in die IKT zu leiten. Schätzungen der Kommission zufolge werden zwischen 2007 und 2013 fast fünf Prozent der Ressourcen der Kohäsionspolitik - das sind etwa 14 Mrd. EUR - in Maßnahmen fließen, die direkt mit der Informationsgesellschaft verbunden sind. Das bedeutet eine neue Schwerpunktsetzung weg von der Infrastruktur hin zu Dienstleistungen. Die Kommission plant auch die Verbreitung einiger der besten regionalen Innovationsprojekte in ganz Europa und zwar über die Initiative "Regionen für den wirtschaftlichen Wandel". Die Initiative wird über die künftigen Programme INTERREG IV und URBACT II bereitgestellt, die die Kommission im Frühherbst verabschieden möchte.