Skip to main content

Article Category

Nachrichten

Article available in the folowing languages:

Hightech-Auto informiert Mechaniker über wartungsbedürftige Teile

Auf einer europäischen Technologieausstellung im französischen Straßburg wurde am 18. Juni ein intelligentes System vorgestellt, das Kfz-Mechanikern anzeigt, welche Autoteile eines Fahrzeugs gewartet werden müssen. Bei dem extra angepassten Prototyp von Fiat wird der Kfz-Mec...

Auf einer europäischen Technologieausstellung im französischen Straßburg wurde am 18. Juni ein intelligentes System vorgestellt, das Kfz-Mechanikern anzeigt, welche Autoteile eines Fahrzeugs gewartet werden müssen. Bei dem extra angepassten Prototyp von Fiat wird der Kfz-Mechaniker anhand von im Motor angebrachter intelligenter elektronischer Speicherchips, sogenannter RFID-Tags, in Sekunden über den Zustand der Teile informiert. Das System wurde von Ingenieuren des Institute for Manufacturing der Universität Cambridge im Rahmen des von der EU finanzierten Projekts PROMISE (Product Lifecycle Management and Information Tracking Using Smart Embedded Systems) entwickelt. Die RFID-Tags (Radio-Frequency Identification) verfügen jeweils über eine eigene Identifikationsnummer und sind an den Motorteilen des Fahrzeugs angebracht. Das Fahrzeug wird dann bei geringer Geschwindigkeit über eine Spezialmatte von einem Meter Länge und einem Meter Breite gefahren, die mit einem Lesegerät für ultrahohe Frequenzen sowie vier Antennen ausgestattet ist. Während das Auto über die Matte fährt, überträgt das Lesegerät die Identifikationsnummer der elektronischen Tags an einen Computer, der diese Information mit einer rechnergestützten Datenbank abgleicht und dann die Teile anzeigt, die auf Verschleiß geprüft werden müssen. "Letztendlich könnten Autobesitzer in eine Werkstatt fahren, in der die gleiche Art von Sensor benutzt wird, der sowohl dem Fahrer als auch den Kfz-Mechanikern sofort angibt, welche Teile ersetzt werden müssen und welche noch mehrere tausend Meilen halten dürften", so Professor Duncan McFarlane vom Institute of Manufacturing der Universität Cambridge. "Doch das System könnte auch noch für ganze andere Zwecke eingesetzt werden. Wenn ein Auto beispielsweise verschrottet werden soll, könnte anhand der RFID-Tags festgestellt werden, bei welchen Teilen die Nutzungsdauer noch nicht abgelaufen ist. Anhand des Systems kann der Autohersteller feststellen, ob einzelne Teile wieder verwendet bzw. recycelt werden können oder verschrottet werden müssen. Darüber hinaus lässt sich ermitteln, welche Teile zur Verlängerung ihrer Nutzungsdauer eine Wartung benötigen", fuhr er fort. Laut Aussage des Professors könnte das Identifizierungssystem nach und nach auch bei zahlreichen anderen Arten von Produkten und Teilen bis hin zu Fluggepäck und Bordkarten zum Einsatz kommen. Das Fahrzeugsystem wurde auf der Ausstellung Scientific Technology Options Assessment (STOA) Experience offiziell vorgestellt, die das Europäische Parlament in Straßburg zurzeit anlässlich des 20-jährigen Bestehens europäischer Forschung in Wissenschaft und Technologie organisiert.