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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Bericht hebt potenzielle innovative Krebstherapien hervor

Einer Studie des Gremiums zur wissenschaftlichen und technischen Folgenabschätzung "Scientific Technology Options Assessment" (STOA) des Europäischen Parlaments zufolge haben innovative Krebstherapien in der nächsten Dekade ein "erhebliches Potenzial" für die Behandlung von Tu...

Einer Studie des Gremiums zur wissenschaftlichen und technischen Folgenabschätzung "Scientific Technology Options Assessment" (STOA) des Europäischen Parlaments zufolge haben innovative Krebstherapien in der nächsten Dekade ein "erhebliches Potenzial" für die Behandlung von Tumoren. Allerdings hebt der Bericht mit dem Titel "Gene, vaccine and immunotherapies against cancer: new approaches to an old problem" die Tatsache hervor, dass bei der Entwicklung und Nutzung von Therapien noch eine Reihe von Herausforderungen bestehen. Das Ziel der Studie war es, einen Überblick über die jüngste Forschung über Krebstherapien zu liefern und den Status der Krebsforschung in den Forschungsrahmenprogrammen der EU zu analysieren. "Alle neuen Ansätze bei der Krebstherapie stehen mit der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass Krebs die Folge einer Anhäufung von genetischen Veränderungen in einer Zelle ist, im Zusammenhang", erklärt der Bericht. Die neuen Therapien konzentrieren sich deshalb auf die Modifizierung der Krebszellen und auch auf die Aktivierung des Immunsystems des Patienten, um den Krebs zu bekämpfen. Alle im Bericht besprochenen Therapien befinden sich noch in der Frühphase der Entwicklung, sodass herkömmliche Behandlungen wie die Chemotherapie in naher Zukunft weiterhin wichtig sein werden. Dem Bericht zufolge sind die neuen Therapien "in den EU-Forschungsprogrammen und -förderungen in den Europäischen Rahmenprogrammen RP6 und RP7 gut vertreten". Die Autoren begrüßen insbesondere die Tatsache, dass die klinischen Aspekte der Krebsforschung unter dem RP7 ein höheres Gewicht erhalten und dass die verbesserte Koordination europäischer Krebsforschung, die unter dem RP6 begonnen wurde, fortgeführt wird. Die Gemeinsame Technologieinitiative (GTI) zu innovativer Medizin findet ebenfalls Erwähnung. Allerdings warnt der Bericht, dass es noch eine Reihe von Herausforderungen bei der Entwicklung und Nutzung dieser hochinteressanten neuen Therapien gibt. Viele dieser neuen Behandlungsmethoden sind sehr individuell oder sogar personalisiert, da sie die Manipulation der Zellen des Patienten selbst einbeziehen. Dies macht sie extrem kostenintensiv und bedeutet eine möglicherweise erhebliche Belastung des öffentlichen Gesundheitssystems. Die Autoren des Berichts stellen auch fest, dass die Genehmigungsverfahren für Arzneimittel nicht für Impftherapien geeignet sind. Diese Frage erfordert "dringend Aufmerksamkeit", wenn die Forschung in angemessener Geschwindigkeit weitergeführt werden soll, waren sie. Ein weiterer Bereich, in dem Maßnahmen erforderlich sind, sind klinische Tests. "Die Standardentwürfe für klinische Tests der onkologischen Arzneimittelentwicklung basieren auf Kriterien, die sich für die konventionelle Chemotherapie mit beträchtlicher Toxizität eignen. Für die Krebsimpfung sind sie jedoch nicht geeignet", heißt es in dem Bericht. Darüber hinaus ist seit der Einführung einer gemeinsamen EU-Verordnung in diesem Bereich die Zahl klinischer Tests für Krebsimpfungen in Europa gesunken. "Die Verordnungen behindern die Forscher sowohl in praktischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht bei der Entwicklung komplexerer Krebsimpfstoffe", stellt der Bericht fest. "Sie erschweren die Ausweitung früher klinischer Tests und verzögern letztlich die Entdeckung neuer, wirksamer Behandlungsmethoden gegen Krebs." Aktuellen Zahlen der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) zufolge gab es 2006 in Europa schätzungsweise 3,2 Millionen neue Krebsfälle (2004 waren es noch 2,9 Millionen) und 1,7 Millionen Todesfälle aufgrund von Krebs.

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