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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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US-Forscher äußern ihre Bedenken zum Braindrain

US-Forscher haben nachgewiesen, dass ein wachsender Anteil der US-amerikanischen Patente von ausländischen Staatsbürgern angemeldet wird. Aber das Forscherteam zeigt sich besorgt, dass es diesen Erfindern aufgrund strenger Visabestimmungen nicht sein erlaubt wird, in den USA z...

US-Forscher haben nachgewiesen, dass ein wachsender Anteil der US-amerikanischen Patente von ausländischen Staatsbürgern angemeldet wird. Aber das Forscherteam zeigt sich besorgt, dass es diesen Erfindern aufgrund strenger Visabestimmungen nicht sein erlaubt wird, in den USA zu bleiben. "Die USA ebnen den Weg für eine massive umgekehrte Abwanderung der Wissenschaftler. Wenn wir jetzt noch fünf Jahre auf die Reform der Einwanderungsgesetze warten, werden die Illegalen und Ungelernten immer noch hier sein. Diejenigen, die zur Wettbewerbsfähigkeit der USA entscheidend beigetragen haben, werden dann schon lange das Land verlassen haben", sagt US-Forscher Vivek Wadhwa, der gerade eine Studie über internationale Patentergebnisse abgeschlossen hat. Dr. Wadhwa von der Duke Universität hat zusammen mit Kollegen von den Universitäten Harvard und New York eine Datenbank der Erfinder erstellt, die Patente bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO, World Intellectual Property Organisation) zwischen 1998 und 2006 angemeldet hatten. Aus den Ergebnissen geht hervor, dass sich in der vergangenen Dekade die Zahl der Patente, die von in den USA lebenden Ausländern angemeldet wurden, verdreifacht hat. Aber das Forscherteam äußert sich besorgt, dass die für einen Daueraufenthalt geltenden Visabeschränkungen, viele Unternehmer dazu zwingen würden, ihre Sachen zu packen und die USA zu verlassen. "Wir haben viele qualifizierte Leute ins Land geholt und sie in amerikanischen Geschäfts- und Marketinggepflogenheiten ausgebildet. Jetzt zwingen wir sie, wieder nach Hause zu gehen und mit uns zu konkurrieren", sagt Dr. Wadhwa. "Die Unternehmen verlieren wertvolle Talente und die Angestellten sind wütend und aufgebracht. Das ist eine Situation, bei der beide Seiten nur verlieren können." Die Studie fand heraus, dass allein 1998 7,3% der WIPO-Patente von ausländischen Staatsbürgern angemeldet wurden. Diese Zahl hatte sich bis 2006 auf 24,2% verdreifacht.

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