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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Internationale Partnerschaft stärkt Malariaforschung

Die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen Malaria soll dank eines neuen Abkommens zwischen dem australischen Forschungsnetzwerk für Parasitologie und dem EU-Exzellenznetz zu Biologie und Pathologie der Malaria (BioMalPar) eine willkommene Förderung erhalten. Im Rahmen...

Die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen Malaria soll dank eines neuen Abkommens zwischen dem australischen Forschungsnetzwerk für Parasitologie und dem EU-Exzellenznetz zu Biologie und Pathologie der Malaria (BioMalPar) eine willkommene Förderung erhalten. Im Rahmen der neuen gemeinsamen Absichtserklärung werden die beiden Netzwerke ihre Kräfte bündeln, um das größte globale Netzwerk angesehener Wissenschaftler zu bilden, das die wissenschaftliche Grundlage zur Vorbeugung und für neue Behandlungsansätze der vektorübertragenen Infektionskrankheit Malaria bilden soll. Professor Nick Smith zufolge, Vorsitzender des Netzwerks und Chefwissenschaftler am UTS-Institut für Biotechnologie von Infektionskrankheiten in Sidney, wird die Allianz Kooperationen zwischen einzelnen Wissenschaftlern und Forschungsgruppen fördern. "Das wird zu einer verbesserten Koordinierung relevanter Forschungsprogramme führen, die von den Regierungen der Europäischen Union und von Australien im Kampf gegen die Malaria unternommen werden", sagte er. "Darüber hinaus werden wir unsere Wissenschaftler in engen Kontakt mit Malariawissenschaftlern aus mehr als zehn Ländern in der EU bringen und zur Zusammenarbeit anregen - dadurch wird sich eine starke Verflechtung unter den Malariaforschern bilden", fügte der Professor hinzu. Malaria ist eine parasitäre Krankheit und ein großes allgemeines Gesundheitsproblem in mehr als 90 Ländern mit rund 2,4 Milliarden Menschen (oder 40% Prozent der Weltbevölkerung). Sie verursacht jedes Jahr schätzungsweise bis zu 500 Millionen klinische Fälle, von denen über eine Million tödlich verlaufen, vor allem bei Neugeborenen, Kindern unter fünf Jahren und bei Schwangeren. Allein in Afrika ist Malaria die häufigste Todesursache bei Kleinkindern: alle 30 Sekunden stirbt ein Kind an der Krankheit. Heute verbreitet sich Malaria in neuen Regionen, beispielsweise in Zentralasien und Osteuropa, und es sterben mehr Menschen an dieser Krankheit als noch vor 30 Jahren. Zu den Faktoren, die zum Anstieg der Sterblichkeit führen, gehören die Verbreitung medikamentenresistenter Parasiten und pestizidresistenter Mücken. Jüngste Erfolge bei der Erforschung der Genome von Plasmodium sp. Malariaparasiten, der Vektormücke und des menschlichen Wirts bieten Forschern nun die Möglichkeit, neue Strategien zur Kontrolle der Malaria zu entwickeln. Allerdings erfordern die Größe und die Komplexität dieser Aufgabe eine konzertierte globale Anstrengung, die keine einzelne Forschungsorganisation alleine bewältigen kann. Das fünfjährige Exzellenznetz BioMalPar, das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Themenbereichs "Biowissenschaften im Dienste der Gesundheit" des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) gefördert wird, und das australische Forschungsnetzwerk für Parasitologie haben entschieden, ihre Forschungsanstrengungen zu bündeln. Die Aufgabe von BioMalPar besteht in der Integration der vielen fragmentierten europäischen Kapazitäten und des Fachwissens im Bereich der Malaria in einem einzelnen kohärenten Exzellenznetz für die Erforschung der molekularen und zellulären Biologie der Malaria. Das Exzellenznetz umfasst 19 Forschungseinrichtungen und Universitäten aus 8 europäischen Ländern sowie fünf afrikanische Partner (Mali, Sudan, Uganda, Kamerun und Nigeria) und einen indischen Partner, alle aus Malariaregionen. Künftige Vernetzungen in diesem Maßstab werden auch bekannte australische Malariaforschungsgruppen einschließen. Eines der Ziele von BioMalPar ist die Entschlüsselung der grundlegenden Mechanismen der Pathogenese und von zentralen Pfaden des Parasiten. Da die molekulare Forschung neue Wege für die Analyse von Wirt und Vektor eröffnet, will das Netzwerk bewirken, dass neue Technologien entwickelt werden und Moleküle gefunden werden, die als neue Ziele für Behandlungsstrategien dienen. Dieser wissenschaftliche Schwerpunkt des BioMalPar-Netzwerks wird durch die Forschungsausrichtung des australischen Netzwerks für Parasitologie ideal ergänzt, das sich der Zusammenarbeit mit seiner Abteilung "Molecular Approaches to Malaria" anschließt. So werden starke gemeinsame Anstrengungen ermöglicht, mit denen die dringenden Fragen der Malariaforschung angegangen werden können. Im Rahmen der jüngst unterzeichneten gemeinsamen Absichtserklärung werden Europa und Australien ihre Zusammenarbeit mithilfe einer Reihe konkreter Maßnahmen stärken. Dazu gehören gemeinsame Forschungsprojekte, die Koordination von Treffen, der Austausch von Studenten und erfahrenen Wissenschaftlern sowie gemeinsame Technologieplattformen. Dies sollte der globalen Zusammenarbeit zu fundamentalen Fragen der Malariaforschung zusätzliche Impulse geben. Hoffentlich werden sich zu einem späteren Zeitpunkt noch weitere globale Akteure diesen konzertierten Bemühungen anschließen.

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