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Virtuelles Netzwerk kommt Forschern zugute

Facebook, MySpace und LinkedIn haben beim Aufbau von sozialen und professionellen Netzwerken auf der ganzen Welt geholfen. Aber funktionieren sie auch in der Welt der Wissenschaft? Eine Gruppe von Experten hat sich dieser Frage angenommen. Sie haben eine innovative Netzwerkpla...

Facebook, MySpace und LinkedIn haben beim Aufbau von sozialen und professionellen Netzwerken auf der ganzen Welt geholfen. Aber funktionieren sie auch in der Welt der Wissenschaft? Eine Gruppe von Experten hat sich dieser Frage angenommen. Sie haben eine innovative Netzwerkplattform gestartet, wo Forscher mit einem Mausklick miteinander Kontakt aufnehmen können. Als erste öffentlich zugängige Web 3.0-Gemeinschaft erobert ResearchGATE die Welt der Wissenschaft im Sturm. Diese jüngste Plattform bietet Forschern Anwendungen, die die übergreifende Zusammenarbeit und den Wissensaustausch effektiv fördern. Forscher haben bereits Zugang zu einer semantischen Suchmaschine, die Abstracts verarbeitet, um ähnliche Themen in verschiedenen Datenbanken wie PubMed zu finden. Die neue Suchmaschine macht auf Wissenschaftler, Gruppen oder Gruppendiskussionen aufmerksam, die für die Suchanfrage relevant sind, heißt es in einer Erklärung von ResearchGATE. "ResearchGATE kombiniert ein virtuelles Netzwerk für Forscher mit einem leistungsfähigen semantischen Suchalgorithmus", erklärte Alexander von Freyhold-Hünecken, Marketingdirektor von ResearchGATE, CORDIS-Nachrichten gegenüber. "ResearchGATE bietet Nutzern gleichzeitig maßgebliche Informationen, die intern aus der Plattform stammen, sowie Informationen aus Publikationsdatenbanken. Dies hilft bei der Vernetzung mit Wissenschaftlern und Themen auf der ganzen Welt." Die Entwicklung und Implementierung von Tools und Anwendungen ist wichtig. "Wir fügen ständig neue Tools und Anwendungen hinzu. Insbesondere wird es aufbauend auf dem semantischen Algorithmus möglich sein, relevante Informationsstücke automatisch zu verbinden", sagte von Freyhold-Hünecken, der außerdem Doktorand für Statistik und Wirtschaft an der Universität Göttingen ist. "Mit der Plattform wird es möglich sein, Hinweise zu den neusten Publikationen, Diskussionen, Gruppen oder Forschern in Zusammenhang mit der selben Suchabfrage zu erhalten. Auch die automatische Vermittlung von Kollegen oder Arbeitsstellen wird bald zur Verfügung stehen." Seit seinem Start vor fünf Monaten hat ResearchGATE verschiedene Anwendungen bereitgestellt, andere werden noch entwickelt. Die Netzwerkdatenbank umfasst derzeit mehr als 14.000 Forscher und die Zahl soll noch ansteigen. ResearchGATE wird von mehr als 100 Netzwerken und Professoren unterstützt. Alexander von Freyhold-Hünecken merkte an, dass neue Anwendungen auf der Grundlage von Anfragen und Reaktionen von Forschern, die selbst Mitglieder bei ResearchGATE sind, untersucht und entwickelt werden. "ResearchGATE ist speziell auf die Bedürfnisse von Forschern zugeschnitten - angefangen beim Profil, das Informationen zu Forschungsqualifikationen, Projekten, Veröffentlichungen usw. enthält, bis zur semantischen Suche für ähnliche Abstracts, mit der man nach verwandten Artikeln aus einer Datenbank mit mehr als 30 Millionen Dokumenten suchen kann", sagte von Freyhold-Hünecken. "ResearchGATE bietet eine Kooperations-Arbeitsumgebung für Forscher und Untergemeinschaften, für Forschungsorganisationen und -unternehmen." Die Dauerhaftigkeit von ResearchGATE ist ebenfalls ein Schlüsselfaktor des Projekts. "Das Ziel besteht darin, ResearchGATE zu einer selbsterhaltenden Plattform zu entwickeln. Beispielsweise wird bald ein schwarzes Brett für Stellenanzeigen eingeführt", hob von Freyhold-Hünecken hervor. Der Marketingdirektor stellte fest, dass der Großteil der Forscher, die das Programm benutzen, aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich und aus den USA kommt. "Insgesamt beteiligen sich Forscher aus 21 Ländern aktiv an der Plattform", sagte er. Zur Zukunft von ResearchGATE sagte Alexander von Freyhold-Hünecken voraus, dass das Projekt ein globales Netzwerk für Exzellenz und Fachwissen schaffen wird. "Wir sind das am schnellsten wachsende und das innovativste wissenschaftliche Netzwerk. Wir wollen den wissenschaftlichen Arbeitsablauf effizienter machen", erklärte er. "Angefangen mit der Suche nach den richtigen Dokumenten und Kollegen, über Anfragen für Hilfestellungen und Beiträgen zu bestimmten Problemen, bis hin zur Präsentation von Veröffentlichungen auf virtuellen Konferenzen."

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