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Pakistanische Forscher erhalten neue Netzwerkanbindung zu Kollegen in Europa und Asien

Das Pakistan Education and Research Network (PERN) ist jetzt an GÉANT angeschlossen, dem weltweit größten Multi-Gigabit Computernetzwerk für Forschung und Lehre. Diese Anbindung wurde in einer Vereinbarung zwischen dem von der EU finanzierten transeurasischen Informationsnetz ...

Das Pakistan Education and Research Network (PERN) ist jetzt an GÉANT angeschlossen, dem weltweit größten Multi-Gigabit Computernetzwerk für Forschung und Lehre. Diese Anbindung wurde in einer Vereinbarung zwischen dem von der EU finanzierten transeurasischen Informationsnetz (TEIN3) und dem TransPAC-Netzwerk der US-amerikanischen National Science Foundation (NSF) festgelegt. Dies bedeutet einen wesentlichen Schritt vorwärts in Richtung des EU-Ziels, die Kluft zwischen Entwicklungsländern und Industrienationen zu verringern. Forschungs- und Ausbildungsnetzwerke versorgen akademische Einrichtungen mit Hochgeschwindigkeits-Internetverbindungen zu tragbaren Kosten. Dadurch ermöglichen sie letzteren, große Mengen an Daten zu sammeln und auszutauschen und mit anderen Netzwerkpartnern zusammenzuarbeiten. Indem sie die Entwicklung solcher Netzwerke antreibt, hofft die Europäische Gemeinschaft, Hochschuleinrichtungen in weniger entwickelten Ländern in die Lage zu versetzen, Informationen mit weiter entwickelten Partnern auszutauschen. Ziel ist die Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung, die Öffnung der Gesellschaften und der Aufbau einer demokratischen Gesellschaft. "Europa begrüßt es außerordentlich, dass die Wissenschaftler und Akademiker Pakistans dank dieser neuen Verbindungsleitung mit der weltweiten Forschungs- und Hochschulgemeinschaft verbunden sind", sagte Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien. "Dabei handelt es sich um ein ausgezeichnetes Modell für die Zusammenarbeit zwischen nordamerikanischen und europäischen Programmen, auf die wir hoffentlich künftig aufbauen können." "Seitdem die Europäische Gemeinschaft im Jahr 2004 ein Kooperationsabkommen über Partnerschaft und Entwicklung mit Pakistan abgeschlossen hat, haben wir bedeutende Fortschritte bei der Vertiefung unserer Beziehungen erzielt", ergänzte die für Außenbeziehungen und europäische Nachbarschaftspolitik zuständige EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner. "Durch die Anbindung an das Netz TEIN2 und GÉANT können die pakistanischen Wissenschaftler an der internationalen Forschungszusammenarbeit mitwirken und zugleich wird unser Engagement für den Aufbau einer starken Partnerschaft mit Pakistan intensiviert." GÉANT verbindet nationale Forschungs- und Ausbildungsnetzwerke in ganz Europa mithilfe fortschrittlicher optischer Übertragungsausrüstung, die praktisch unbegrenzte Kommunikationsleistung bietet. Wettervorhersagen, Erdbeobachtung, Radioastronomie, Hochenergiephysik oder der neue Large Hadron Collider am CERN hängen vom Zugang zu derartigen Netzwerkinfrastrukturen ab. PERN verbindet rund 60 Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen Pakistans und bietet ihnen die benötigte Bandbreite für den Datenaustausch, den Zugang zu wissenschaftlichen Magazinen, Videokonferenzen und Content-Sharing-Systemen zu tragbaren Kosten. Es arbeitet mit Routern in Lahore, Karachi und Islamabad. PERN ist an GÉANT über seine neue Verbindung zu TEIN angeschlossen, einem EU-finanzierten, großräumigen Datenkommunikationsnetzwerk für Forschungs- und Ausbildungsgemeinschaften im asiatisch-pazifischen Raum. TEIN gilt als asiatisches Gegenstück zu GÉANT und ist direkt mit dem europäischen Netzwerk verbunden. Es bietet die ersten direkten Verbindungswege für elektronische Kommunikation mit Europa; vorher liefen die meisten Verbindungen zwischen Forschern in Asien und Europa über Nordamerika. TEIN3, die "nächste Generation" EU-finanzierter asiatischer Forschungsnetzwerke wurde kürzlich von der Europäischen Kommission gestartet und erhält Finanzhilfen in Höhe von 12 Millionen Euro. PERN nutzt die neue Verbindung von TEIN3 mit einer Datenübertragungsrate von 155 Millionen Bits pro Sekunde (Mbps) zwischen Karachi und der TEIN3-Netzstation in Singapur, um sich mit Forschern in Europa und Nordamerika zu verbinden. Das TEIN-Netzwerk wird von DANTE (Delivery of Advanced Network Technology to Europe) verwaltet, einer gemeinnützigen Einrichtung für Forschungsnetzwerke, die das GÉANT-Netz betreibt. GÉANT hat 30 Projektpartner und wird von der Europäischen Kommission unter dem Sechsten Rahmenprogramm (RP6) mitfinanziert. In diesem Jahr hat das GÉANT-Netz Verbindungen zum Balkan, zu den Schwarzmeer- und Mittelmeerregionen sowie zu Asien, Südafrika und Lateinamerika geschaffen. TEIN und GÉANT bedienen zusammen annähernd 100 Millionen Forscher in Europa und Asien und ermöglichen auf diese Weise eine bahnbrechende Forschungszusammenarbeit in Bereichen wie Klimaschutz, Radioastronomie und Biotechnologie.

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