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Raketengleiche Kommunikation

Die Zukunft der Telekommunikation ist dank des ROCKET-Projekts, finanziert im Rahmen des Siebten Rahmenprogramms (RP7) der EU, einen Schritt näher gerückt. Ziel des Projektes ist es, eine drahtlose Lösung zu liefern, die das Brandbreitenangebot für den Anwender ausweitet und d...

Die Zukunft der Telekommunikation ist dank des ROCKET-Projekts, finanziert im Rahmen des Siebten Rahmenprogramms (RP7) der EU, einen Schritt näher gerückt. Ziel des Projektes ist es, eine drahtlose Lösung zu liefern, die das Brandbreitenangebot für den Anwender ausweitet und die Leistungsfähigkeit erhöht. ROCKET erhielt 3 Millionen EUR EU-Gelder; die Gesamtkosten des Projekts liegen bei 4,34 Millionen EUR. Mobiltelefone haben nahezu die gleiche Verbreitung wie Festnetztelefone. In einigen Entwicklungsländern sind die Kosten für den Ausbau eines Festnetzes tatsächlich so hoch, dass sie statt dessen auf Mobiltelefone ausweichen. In Europa steigt die Zahl der Mobiltelefone und der drahtlosen Datentransfers für Computer sowie deren tägliche Nutzung expotential. Daher muss Europa sich nun dringend darum kümmern, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um dem zukünftigen Bedarf des Mobilfunknetzes adäquat zu begegnen. Das ROCKET-Projekt tut genau dies. Die Projektpartner konzentrieren ihre Bemühungen auf zwei neue Technologien, die sie als Weg in die Zukunft erachten: "Worldwide Interoperability for Microwave Access" (WiMax) und "Long-Term Evolution" (LTE) Mobilfunknetze. Die WiMax-Technologie dient der drahtlosen Übertragung von Daten unter Verwendung einer Vielfalt an Übertragungsarten. LTE hingegen bezieht sich auf den neu entwickelten Standard für Mobilfunknetze, von dem die Experten meinen, dass er alles übertrifft, was heute auf dem Markt verfügbar ist. Genauer gesagt zielt das Projekt darauf ab, nicht ausreichend genutzte Funkfrequenzspektren einzusetzen. Sie möchten mobilen Terminals und Basisstationen einen Grad an Autonomie verleihen, durch die sie in der Lage sind, aufzuspüren, ob es möglich ist, diese nicht ausreichend genutzten Frequenzen an ihrem Standort zu verwenden, um die Übertragungsgeschwindigkeit für Informationen zu erhöhen. Der zweite Teil des Projekts sieht den Einsatz von Relay-Terminals vor, die möglicherweise die Leistungsfähigkeit drahtloser Netzwerke wesentlich beschleunigen können. Dies kann nach Meinung der Experten ohne Anstieg der Zahl großer, kostenintensiver Installationen auf Gebäudedächern umgesetzt werden, da diese kleinen Relay-Terminals einfach auf Ampeln oder Straßenlampen montiert werden können. Die Projektbeteiligten ziehen außerdem die Möglichkeit in Betracht, dass von Fall zu Fall die Mobiltelefone und Notebooks der Anwender selbst als Relays dienen können. Das könnte auch die Problemstellungen hinsichtlich des beschränkten Zugangs mildern. Technisch ausgedrückt werden diese Maßnahmen durch die flexible Spektrumnutzung zum Aufbau von rekonfigurierbaren "OFDMA Cooperative Networks" führen. Es wird als möglich erachtet, dass Bit-Raten höher als 100 Mbps mit Spitzen über 1 Gbps erreicht werden können. Dies wird allen Anwendungen zugutekommen, die eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit in einem mobilen Umfeld benötigen. Dabei geht es um Downloads von Internet-Inhalten, Online-Videospiele, Fernsehen auf Mobiltelefonen, Videokonferenzen und vieles mehr. Endgeräte, die am meisten von dieser neuen Technologie profitieren werden, sind jedoch Pocket Computer und Notebooks sowie elektronische Organiser und Personal Digital Assistants (PDAs). Am Projekt sind neun Forschungsinstitute aus ganz Europa beteiligt, wie zum Beispiel die Tschechische Technische Universität (Tschechien), die Universität Aachen (Deutschland), die Universitat Politecnica de Catalunya (Spanien) und die University of Surrey (Vereinigtes Königreich).

Länder

Tschechien, Deutschland, Spanien