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16 Millionen Euro für geisteswissenschaftliche Forschungsprojekte

Das gemeinsame Forschungsprogramm HERA (Humanities in the European Research Area), ein Netzwerk des Europäischen Forschungsraums (ERA) für die Geisteswissenschaften, finanziert 19 Forschungskooperationen mit insgesamt 16 Mio. EUR. 2009 wurde für grenzüberschreitende Projekte i...

Das gemeinsame Forschungsprogramm HERA (Humanities in the European Research Area), ein Netzwerk des Europäischen Forschungsraums (ERA) für die Geisteswissenschaften, finanziert 19 Forschungskooperationen mit insgesamt 16 Mio. EUR. 2009 wurde für grenzüberschreitende Projekte im Bereich der Geisteswissenschaften ein gemeinsamer Aufruf veröffentlicht, bei dem es um zwei zentrale Themen ging: Kulturelle Dynamik: Erbschaft und Identität; und Geisteswissenschaften als Quelle von Kreativität und Innovation. Die Finanzierung für die beiden Themen, die unter das Arbeitsprogramm für Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften (SSH) des Siebten Rahmenprogramms (RP7) fallen, wird von der Europäischen Kommission im Rahmen von ERA-NET Plus sowie von 13 geisteswissenschaftlichen Forschungsräten aus Dänemark, Estland, Finnland, Irland, Island, Kroatien, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Schweden, Slowenien und dem Vereinigten Königreich bereitgestellt, wobei die Gesamtsumme von 16,4 Mio. EUR in einen gemeinsamen Topf floss. HERA verfolgt zwei zentrale Ziele: die Förderung grenzüberschreitender Forschungszusammenarbeit in den Geisteswissenschaften sowie die Sicherstellung einer nicht fragmentierten geisteswissenschaftlichen Forschung in Europa. Außerdem sollen mit dem ERA-NET Partnerschaften zwischen europäischen Agenturen für die Forschungsförderung geschmiedet und bewährte Praktiken (Best Practices) im Wissenschaftsmanagement für die Geisteswissenschaften etabliert werden. "Das gemeinsame Forschungsprogramm HERA bietet die einzigartige Gelegenheit für dringend benötigte transnationale Zusammenarbeit in der geisteswissenschaftlichen Forschung auf europäischer Ebene, wie etwa Studien zu bestimmten sozialen oder ethnischen Gruppen in ganz Europa - zum Beispiel zur Roma-Bevölkerung - oder Wege, auf denen kreative Ideen über Grenzen hinweg verbreitet wurden und werden", heißt es in einer Erklärung von Shearer West, Direktorin des Arts and Humanities Research Council (AHRC) und Vorstandsvorsitzende von HERA JRP. "Die HERA-Partner hoffen, dass dieses erste gemeinsame Forschungsprogramm (Joint Research Programme, JRP) neue Erkenntnisse aus geisteswissenschaftlichen Forschungen zu gesellschaftlichen Herausforderungen wie den sozialen Zusammenhalt oder die Förderung von Kreativität und Innovation bringen wird." Mehr als 700 Geisteswissenschaftler reichten auf den Aufruf hin 234 Vorschläge ein. Die Europäische Wissenschaftsstiftung (EWS) verwaltete diesen Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen, die dann von zwei internationalen Gremien sowie von externen Experten begutachtet wurden. Allgemein werden die Projekte für den Zeitraum 2010-2013 finanziert. Die Projektpartner werden zusammen mit Kulturinstitutionen, Museen, Festivals und politischen Entscheidungsträger zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse ihrer Arbeit auch kulturelle Gruppen und politische Entscheidungsträger erreichen. Das gemeinsame Forschungsprogramm HERA, koordiniert von der niederländischen Organisation für wissenschaftliche Forschung (NWO), wird die Qualität der europäischen Debatten über grundlegende menschliche Werte, kulturelle Identität, Genderfragen und Ethik verbessern und gleichzeitig zu einem Aufschwung der Wettbewerbsfähigkeit der EU beitragen. Schließlich wird das HERA JRP nicht nur den Wissenstransfer fördern, sondern auch das Bewusstsein darüber erweitern, wie geisteswissenschaftliche Forschungen und Entwicklungen helfen können, das Tempo der Funktionsweise unserer Gesellschaft jetzt und in der Zukunft festzulegen.

Länder

Österreich, Dänemark, Estland, Finnland, Kroatien, Irland, Island, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Schweden, Slowenien

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