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MEDALL untersucht Allergieepidemie

Reagieren Sie auf manche Nahrungsmittel allergisch? Entwickeln Sie unvermittelt Hautausschläge? Verursacht Staub bei Ihnen Atemnot? Da sind sie nicht alleine. Laut europäischem Dachverband der Vereinigungen von Patienten mit Allergien und Atemwegserkrankungen (EFA) leiden über...

Reagieren Sie auf manche Nahrungsmittel allergisch? Entwickeln Sie unvermittelt Hautausschläge? Verursacht Staub bei Ihnen Atemnot? Da sind sie nicht alleine. Laut europäischem Dachverband der Vereinigungen von Patienten mit Allergien und Atemwegserkrankungen (EFA) leiden über 80 Millionen Menschen in Europa an einer allergischen Erkrankung. Viel besorgniserregender jedoch ist die Tatsache, dass diese Zahl stetig wächst. EU-finanzierte Forscher habe es sich zum Ziel gemacht, herauszufinden, warum Allergien in den letzten Jahren schlimmer und zur globalen Epidemie des 21. Jahrhunderts geworden sind. Das neue MEDALL-Projekt ("Mechanisms of the development of allergy"), das Mittel in Höhe von 11,9 Mio. EUR unter dem Themenbereich "Gesundheit" des siebten Rahmenprogramms der EU (RP7) erhielt, beschäftigt sich mit den zugrundeliegenden Ursachen für die Allergieepidemie und versetzt unserem Wohlbefinden sowie Wettbewerb und Innovation in Europa einen Schub. Auf dem MEDALL-Programm stehen Prävention und bessere Kontrolle von Allergien. Unter der Führung des Institut national de la santé et de la recherche médicale (INSERM) in Frankreich sowie des Zentrums für Forschung im Bereich Umweltepidemiologie (CREAL) in Spanien bringt das MEDALL-Projekt 23 Partner aus Wissenschaft und Industrie in 12 EU-Mitgliedsstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, die Niederlande, Österreich, Polen, Finnland, Schweden und das Vereinigte Königreich), sowie in Norwegen, der Schweiz und den USA zusammen. Im Rahmen des Projekts wird das Konsortium die Gründe für die wachsende Zahl von Allergieerkrankungen klären (z.B. allergische Rhinitis, Asthma, Neurodermitis und Nahrungsmittelallergien bei Kindern). Die Experten werden ermitteln, ob und wie Umweltfaktoren die Entwicklung von Allergien beeinflussen und somit für die weltweite Allergieepidemie verantwortlich sind. Die MEDALL-Partner nutzen hierbei ein weites Netzwerk aus Geburtsjahrgängen mit mehr als 42.000 zwischen 1992 und 2007 in Europa geborenen Kindern. Bei der Untersuchung dieser Kinder verfolgt das Team eine Reihe von Ansätzen von Epidemiologie bis Systembiologie. MEDALL ist ein Ableger des GA2LEN-Projekts ("Global allergy and asthma European network"), dessen Ziel die Eindämmung von Allergien und Asthma in ganz Europa ist. Ga2LEN endete im Oktober letzten Jahres und erhielt aus dem Themenbereich "Lebensmittelqualität und -sicherheit" des Sechsten Rahmenprogramms der EU (RP6) Mittel in Höhe 14 Mio. EUR. "Ich hoffe, dass die Ergebnisse des MEDALL-Projekts für die Gesellschaft, die menschliche Interaktion und die Umwelt von wesentlichem Nutzen sein werden", erklärt Jean Bousquet vom INSERM, der Universität Montpellier und Leiter des MEDALL-Projekts. "Das ultimative Ziel von MEDALL ist die Erweiterung unseres Wissens und des Verstehens der Ursachen für Asthma und Allergieerkrankungen. Die Ergebnisse des Programms werden dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen mit Allergien in ganz Europa durch frühe Diagnose, primäre und sekundäre Präventionsstrategien und die Entwicklung neuer kosteneffektiver Behandlungen von Allergieerkrankungen zu verbessern." Über das Projekt sagt Josep M. Anto von CREAL: "MEDALL bringt die besten Forscherteams aus ganz Europa zusammen, die gemeinsam daran arbeiten, die Daten der Geburtsjahrgänge und die Systembiologie miteinander zu verbinden, um so innovative Ansätze zu entwickeln." Das EFA-Vorstandsmitglied Perke Wechsell sagt: "EFA ist sehr glücklich über die Teilnahme am MEDALL-Projekt. Es ist eine wichtige Initiative, das einige EFA-Kampagnen positiv verändern wird: Erweiterung des Wissens über Allergien, die Verbesserung und Koordinierung von Allergiemanagementprozessen sowie die Entwicklung von Präventionsmaßnahmen und ein verbessertes Allergieverständnis in Europa." Die Anfangstagung zu dem Projekt fand vom 24. bis zum 26. Januar in Barcelona, Spanien, statt.Weitere Informationen unter: European Federation of Allergy and Airway Diseases Patients Association (EFA): http://www.efanet.org/index.php Institut national de la santé et de la recherche médicale (INSERM): http://english.inserm.fr/ Das Factsheet zu MEDALL auf CORDIS finden Sie hier GA2LEN: http://www.Ga2len.net Gesundheitsforschung im RP7: http://cordis.europa.eu/fp7/health/

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Österreich, Belgien, Schweiz, Deutschland, Dänemark, Spanien, Finnland, Frankreich, Italien, Niederlande, Norwegen, Polen, Schweden, Vereinigte Staaten

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