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Journalisten ziehen Twitter vor

Social Media haben die Welt im Sturm erobert und verbinden Menschen, Ideen und Aktivitäten. Social-Networking-Medien wie E-Mail und Instant Messaging sind die Norm. Eine Personengruppe, die soziale Medien aufgenommen hat, sind die Journalisten. Unter ihnen ist vor allem Twitte...

Social Media haben die Welt im Sturm erobert und verbinden Menschen, Ideen und Aktivitäten. Social-Networking-Medien wie E-Mail und Instant Messaging sind die Norm. Eine Personengruppe, die soziale Medien aufgenommen hat, sind die Journalisten. Unter ihnen ist vor allem Twitter sehr beliebt, um sich zu vernetzen, das jedenfalls behaupten neue Forschungen aus Spanien. Die Ergebnisse wurden auf der jüngsten Konferenz der International Association for Media and Communication Research (IAMCR) präsentiert, die 2011 in Istanbul, Türkei, stattfand. Forscher an der Universidad Carlos III de Madrid (UC3M) in Spanien haben herausgefunden, dass Journalisten, die Mainstream Social Media nutzen, Twitter bevorzugen, um vor allem Informationen zu verbreiten. Die Gruppe der Professorinnen und Professoren, die die Forschungsstudie "Join the Conversation: how Spanish journalists are using Twitter" durchgeführt hat, gehört der LAB…PART-Group (The Medium is the Lab) an der UC3M an. Sie untersuchten die Antworten von 50 Journalisten mit aktiven Twitter-Profilen, um herauszufinden, wie diese dieses Medium bei ihrer Arbeit benutzen, wie sie darüber denken und was sie sich davon erwarten. LAB ... PART ist ein permanentes Kommunikations- und Social-Media-Labor, das zur Bewertung des Status der Online-Beteiligung der lokalen Medien sowie der neuesten Web-basierten kollaborativen Strategien, die entstehen, entwickelt wurde. Die Forscher kooperieren auch mit dem Projekt "Journalism and Social Analysis: Evolution, Effects and Tendencies" (PASEET). "Der erste Schritt bestand in der Analyse der Journalistenszene", sagt Pilar Carrera vom Institut für Journalistik und Audiovisuelle Kommunikation an der UC3M, die auch LAB...PART leitet. Die Daten zeigen, dass die Journalisten, die im Durchschnitt seit 15 Jahren in diesem Beruf arbeiten, Twitter fleißig nutzen, um Informationen zu veröffentlichen und zu verbreiten (95%), Tendenzen zu identifizieren (86%), zu recherchieren (82%), Informationen virusartig über ihre jeweiligen Medien zu verbreiten (86%) oder um Publikumsbindung aufzubauen (78%). Es ist jedoch anzumerken, dass nur ein Viertel der Befragten sagten, sie nutzen Twitter, um Recherchejournalismus durchzuführen. Auf Twitter folgten Facebook (41%), Blogs (26%) und YouTube (8%). Im Hinblick auf die virusartige Verbreitung von Informationen der eigenen Medien, übertraf Twitter Facebook (82% vs 66%); in Bezug auf die virusartige Verbreitung von Informationen anderer Medien lag Twitter wieder vor Facebook (67% vs 45%). Die Forscher heben hervor, dass Journalisten Social Media in einer Weise nutzen, bei der sie sich nicht unbedingt die Besonderheit und Logik dieser Netzwerke zunutze machen, um neue Inhalte zu entwickeln. "Meistens nutzen Journalisten diese Netze als virusartige Verbreitungsmechanismen, da Systeme Inhalte verbreiten, die meist außerhalb der Logik der Social Media erzeugt wurden, im Einklang mit traditionellen Formen des Journalismus", bemerkt Professor Carrera. Die Ergebnisse werfen auch ein Licht auf die Frage, ob die Medien über Leitlinien oder anerkannte Normen in Bezug auf die Nutzung von sozialen Netzwerken verfügen. Die Zahlen zeigen, dass 13% der Befragten angaben, dass ihr Medium solche Richtlinien besitzt, während 54% zugaben, dass diese nicht existieren. Die restlichen 33% bestätigten, dass ihr Medium derzeit an solchen Richtlinien arbeitet.Weitere Informationen finden Sie unter: Universidad Carlos III de Madrid (UC3M): http://www.uc3m.es/portal/page/portal/home LAB…PART: http://www.labapart.org/

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Spanien

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