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Suche nach Latex bringt Schlüsselergebnisse in Europa

Dem niederländischen Reifenhersteller Apollo Vredestein ist es gelungen, die ersten Prototypen für Reifen zu produzieren, die aus dem natürlichen Latex der Guayule und russischen Löwenzahnpflanzen stammen. Die Prototypen sind ein Ergebnis des Projekts EU-PEARLS ("EU-based prod...

Dem niederländischen Reifenhersteller Apollo Vredestein ist es gelungen, die ersten Prototypen für Reifen zu produzieren, die aus dem natürlichen Latex der Guayule und russischen Löwenzahnpflanzen stammen. Die Prototypen sind ein Ergebnis des Projekts EU-PEARLS ("EU-based production and exploitation of alternative rubber and latex sources") und werden noch getestet, bevor sie in Produktion gehen. Wie die Forscher erklären, könnten diese Reifen eine Nische auf dem Weltmarkt besetzen und eine europäische Konkurrenz zu asiatischen Kautschukhersteller schaffen. EU-PEARLS erhielt fast 5,9 Mio. EUR unter dem Themenbereich "Lebensmittel, Landwirtschaft und Fischerei und Biotechnologie" (KBBE) des siebten Rahmenprogramms der EU (RP7). EU-PEARLS erforschte mögliche alternative Quellen für Latex und Kautschuk, um den Europäern etwas in die Hand zu geben, damit sie weniger von asiatischen Produkten abhängen, und um Latex produzierenden Unternehmen in Europa zu neuem Aufschwung zu verhelfen. Projektpartner NEIKER-Tecnalia aus Spanien analysierte die Genotypisierung der Guayule (Parthenium argentatum) und der russischen Löwenzahnpflanzen (Taraxacum koksaghyz), zwei Spezies, die als Ersatz des importierten natürlichen Latex verwendet werden, sowie deren mögliche Markteinführung in Europa. Die Forscher sind der Ansicht, dass Guayule erfolgreich im Mittelmeerbereich angebaut werden könnte, während der russische Löwenzahn besser für nord- und osteuropäische Länder Europas geeignet ist. Mehrere verschiedene natürliche Latexarten sind nach Ansicht von Experten der Schlüssel zur Gewinnung des Naturkautschuks. Naturkautschuk ist ein Rohmaterial, das für die Produktion von Reifen, Schuhen, Klebstoff, Chirurgenhandschuhen und Kondomen verwendet wird. Aktuell jedoch importieren die Europäer den gesamten in der Region verwendeten Latex: Dieser Latex stammt vom Kautschukbaum Hevea brasiliensis. Hauptproduzenten dieses Latex' weltweit sind Indonesien, Malaysia und Thailand. Trotz aller Anstrengungen hatten die Forschern bisher erhebliche Mühe, einen passenden Ersatz für Naturkautschuk zu finden, doch dank des EU-PEARLS-Projekts gibt es diesen nun endlich. Das Finden einer Alternative wird dabei helfen, einen koordinierten Preisanstieg dieses Rohmaterials zu vermeiden. Dank des Projekts EU-PEARLS gibt es diese Alternative nun. Sowohl Guayule und der russische Löwenzahn sind solide Alternativen. In Spanien wird Guayule bereits großflächig für die Produktion von Biomasse verwendet. Die Extraktion des russischen Löwenzahns scheint einfacher zu sein. Das Konsortium optimierte die Entwicklung und die Wachstumsbeschleunigung des russischen Löwenzahns, um seinen Gehalt an Naturkautschuk für die Extraktion zu erhöhen. Das Finden einer Lösung nicht nur wichtig, weil Europa zum Import des Materials gezwungen ist, sondern auch, weil der Havea brasiliensis Baum mehreren Bedrohungen ausgesetzt ist. Plagen und Krankheiten machen dem Baum zu schaffen. Sein Anbau erfordert sehr spezifische Klimabedingungen, wie sie hauptsächlich in den tropischen Zonen Asiens und Südamerikas vorkommen. Darüber hinaus stellten Forscher fest, dass der Kautschuk von diesem Baum eine Latexallergie auslösen kann, was bei der Verwendung des Latex' aus dem Guayule-Baum und dem russischen Löwenzahn nicht der Fall ist. Die Partner des EU-PEARL-Projekts kommen aus der Tschechischen Republik, Frankreich, Deutschland, Kasachstan, den Niederlanden, Spanien, der Schweiz und den Vereinigten Staaten.Mehr Informationen sind verfügbar unter: EU-PEARLS http://www.eu-pearls.eu/UK/

Länder

Schweiz, Tschechien, Deutschland, Spanien, Frankreich, Kasachstan, Niederlande, Vereinigte Staaten