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Europa präsentiert überarbeitete Datenbank für invasive und gebietsfremde Arten

Die Europäer haben eine überarbeitete Liste mit Schlüsseldaten zu gebietsfremden (invasiven) Arten gestartet. Die Datenbank DAISIE ("Delivering alien invasive species inventory for Europe"), die auf der letzten NEOBIOTA-Konferenz in Pontevedra, Spanien, vorgestellt wurde, gibt...

Die Europäer haben eine überarbeitete Liste mit Schlüsseldaten zu gebietsfremden (invasiven) Arten gestartet. Die Datenbank DAISIE ("Delivering alien invasive species inventory for Europe"), die auf der letzten NEOBIOTA-Konferenz in Pontevedra, Spanien, vorgestellt wurde, gibt politischen Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit einen umfassenden Überblick über gebietsfremde Arten in Europa und wie diese die Umwelt und Gesellschaft beeinflussen. DAISIE wurde mit 2,4 Mio. EUR an Fördermitteln aus dem Themenbereich "Nachhaltige Entwicklung, globale Veränderungen und Ökosysteme" des Sechsten Rahmenprogramms der EU (RP6) gefördert. Die Informationen von mehr als 12 000 gebietsfremden Arten sind in der Datenbank gespeichert. Diese helfen den Europäern herauszufinden, wie gebietsfremde Arten in Schach gehalten werden können. Über 1 000 neue Arten wurden in die Datenbank aufgenommen und neue Informationen für eine Reihe andere Arten ergänzt. Die Bedrohung, die von diesen Arten ausgeht, die eine Nische in Europa finden, ist ein Grund zur Sorge für die politischen Entscheidungsträger in Europa und Übersee. Zum Beispiel könnten Experten beurteilen, wie die asiatische Hornisse sich in Europa verbreitet, während das graue Eichhörnchen seine Präsenz in Südeuropa ausbaut. Für Experten ist dieses Problem zu einem vorrangigen Thema geworden, das Maßnahmen in verschiedenen Politikbereichen nach sich zieht, wie etwa das Übereinkommen über die biologische Vielfalt im Rahmen des Strategieplans für biologische Vielfalt 2011-2020. DAISIE wurde 2005 mit entscheidender EU-Unterstützung gestartet und wird nun zusätzlich zu einem europäischen Artenforscherteam durch das NERC Centre for Ecology & Hydrology im Vereinigten Königreich und das Schweizerische Sciex-Programm unterstützt. "Das DAISIE-Portal hat sich zur wichtigsten Informationsquelle zum Stand der wachsenden Bedrohung durch biologische Invasionen in Europa entwickelt", sagte Dr. Franz Essl vom Umweltbundesamt Österreich. "Der Start der aktualisierten Version des DAISIE-Portals mit vielen neuen Informationen und neuen Suchtools macht dieses für Wissenschaftler, Naturschützer und Entscheidungsträgern sogar noch wichtiger." DAISIE-Koordinator Dr. Helen Roy vom NERC Centre for Ecology & Hydrology kommentiert die neuesten Entwicklungen: "Die frei verfügbaren, qualitativ hochwertigen Informationen auf dem DAISIE-Portal sind der Schlüssel, um politische Entscheidungen zu fremden und invasiven Arten in ganz Europa und darüber hinaus zu unterstützen. Der Erfolg des Projekts ist auf den Einsatz einer engagierten Expertengruppe aus ganz Europa zurückzuführen, die sich die Zeit nimmt, zur Einarbeitung, Pflege und Aktualisierung von Informationen in die DAISIE- Datenbank beizutragen. Diese europaweite Zusammenarbeit im Projekt ist entscheidend, um die Bedrohung durch invasive Arten zu bewältigen, die als eine der größten Bedrohungen für die biologische Vielfalt, jetzt und in der Zukunft betrachtet werden." Die Projektpartner haben Folgendes in die Datenbank aufgenommen: 986 marine Wasserorganismen, 669 Binnengewässerorganismen, 2 740 terrestrische Wirbellose, 400 Landwirbeltiere, 6 658 Landpflanzen und 724 terrestrische Pilze. Bis heute hat das Team festgestellt, dass rund 15% der Auswirkungen schädlich für die Umwelt, Lebensräume, einheimische Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen sind.Weitere Informationen sind abrufbar unter: DAISIE: http://www.europe-aliens.org NERC Centre for Ecology & Hydrology: http://www.ceh.ac.uk/

Länder

Österreich, Schweiz

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