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Auf dem Weg zu sichereren Lebensmitteln und einem wettbewerbsfähigeren Europa

Ein von der EU finanziertes Projekt soll sicherstellen, dass das Schweinefleisch, das auf unserem Teller landet, auch völlig sicher ist und dass europäische Produzenten, unabhängig von ihrer Größe, den Wettbewerb auf dem globalen Markt bestehen können. Die EU hat einige der ...

Ein von der EU finanziertes Projekt soll sicherstellen, dass das Schweinefleisch, das auf unserem Teller landet, auch völlig sicher ist und dass europäische Produzenten, unabhängig von ihrer Größe, den Wettbewerb auf dem globalen Markt bestehen können. Die EU hat einige der strengsten Lebensmittelsicherheitsstandards auf der Welt, und dennoch stellen Krankheitserreger in frischem und verarbeitetem Fleische eine ernste Bedrohung für die Gesundheit der Verbraucher dar. Angesichts der heutigen globalisierten Versorgungskette - wobei in der EU verkaufte Produkte aus der ganzen Welt importiert werden - spielt der schnelle und genaue Nachweis von Krankheitserregern eine entscheidende Rolle beim Schutz der öffentlichen Gesundheit. Daher konzentrierte sich das von der EU finanzierte Projekt PASSPORK, eine zweijährige Initiative, die im September 2012 an den Start ging, auf dieses Ziel. Es will einen kostengünstigen, haltbaren und schnellen Detektor mehrerer Krankheitserreger entwickeln, validieren und testen, den technische Laien in der Schweinefleischindustrie einsetzen können. Die Lösung von PORKPASS wird aus einem Analysegerät bestehen, in das eine Reihe neuer Technologien integriert wurden, wie z. B. ein optischer Scanner. Dadurch können dann wichtige Krankheitserreger in nur sechs Minuten genau nachgewiesen werden. Gegenwärtig müssen Proben genommen und zur Analyse ins Labor eingeschickt werden. Bis die Ergebnisse dann vorliegen, dauert es manchmal mehr als einen ganzen Tag (und bis zu sieben Tage, wenn klassische Mikrobiologie angewendet wird). Letztendlich soll jeder Bereich der Fleischversorgungskette - wie etwa Schlachthöfe und fleischverarbeitende Betriebe - in der Lage sein, seine eigenen Hygienestandards schnell und einfach zu überprüfen, und auf eventuelle Krankheitserreger aufmerksam gemacht werden. Dann können Sofortmaßnahmen ergriffen werden, wodurch sich die Gefahr einer Kreuzkontamination und die Wahrscheinlichkeit einer eventuell verheerenden Produktrückrufaktion verringern lassen. Am Namen lässt es sich unschwer erkennen: Das Projekt konzentriert sich auf die Schweinefleischindustrie. Hierfür gibt es zwei Hauptgründe. Erstens ist dieser Sektor besonders wichtig sowohl in Bezug auf den Verbrauch als auch auf seine wirtschaftliche Bedeutung. Mit 51 % ist Schweinefleisch das Fleisch, das in Europa am meisten produziert und verzehrt, aber auch am meisten exportiert wird. Zweitens ist Schweinefleisch im Vergleich zu Rindfleisch auch für eine größere Anzahl nachgewiesener Lebensmittelvergiftungsfälle verantwortlich. Diese Fälle lassen sich auf verschiedene spezifische Krankheitserreger zurückführen, wie Salmonellen, Listerien und Campylobacter. Eine kürzlich durchgeführte EU-weite Umfrage der EFSA ergab, dass ein Zehntel der in Europa geschlachteten Schweine von Salmonellen befallen ist. Während sich größere Unternehmen teuere Test leisten können, fehlt es KMU - die 94 % der Unternehmen in der europäischen Fleischindustrie ausmachen - häufig an den Mittel für derartige Überprüfungen. Das ist schlecht für europäische Unternehmen, da ihre Tiere anfälliger für Krankheiten sind und sie nicht mit größeren Unternehmen auf dem Weltmarkt oder sogar auf dem europäischen Markt mithalten können. Infolgedessen verlieren KMU in der Schweinefleischindustrie Wettbewerbsvorteile. Der PASSPORK-Detektor soll hier Abhilfe schaffen. PASSPORK wird von der EU Fördermittel in Höhe von insgesamt 1.299.919 EUR erhalten. An dem Projekt sind Zentren für angewandte Forschung, Universitäten, Labors für Lebensmitteltechnik sowie Schweineschlachthöfe und Verarbeitungsanlagen beteiligt.Weitere Informationen sind abrufbar unter: PASSPORK www.passpork.eu Projektdatenblatt

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