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Inhalt archiviert am 2023-03-20

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Wege zu einer chemischen Industrie auf Wasserbasis

Obwohl alle Bereiche menschlicher Aktivitäten einen Einfluss auf die Umwelt haben, wird die chemische Industrie häufig als Umweltsünder angeprangert, was auf den hohen Energieverbrauch und die Erzeugung großer Mengen giftiger Abfallprodukte zurückzuführen ist. Angesichts ein...

Obwohl alle Bereiche menschlicher Aktivitäten einen Einfluss auf die Umwelt haben, wird die chemische Industrie häufig als Umweltsünder angeprangert, was auf den hohen Energieverbrauch und die Erzeugung großer Mengen giftiger Abfallprodukte zurückzuführen ist. Angesichts einer steigenden chemischen Produktion steht die globale Industrie sowohl unter wirtschaftlichem wie auch ökologischem Druck und muss immer mehr regulatorische Auflagen erfüllen. Ein Großteil der Problematik dreht sich um den weit verbreiteten Einsatz starker und gefährlicher Lösungsmittel. Das EU-finanzierte Projekt AQUACHEM ("Transition metal chemistry and catalysis in aqueous media") wurde gegründet, um die Substitution von gefährlichen Lösungsmitteln durch chemische Katalyse-Verfahren, die mit Medien auf Wasserbasis kompatibel sind, zu untersuchen - und auch jungen Wissenschaftlern die Gelegenheit zu bieten, mehr Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln. Das durch den italienischen Nationalen Forschungsrat geleitete Netzwerk ermöglicht es Wissenschaftlern, und auch Nachwuchswissenschaftlern, ihre Forschungen an einigen der Spitzenlabors in Europa durchzuführen. An diesem Projekt beteiligten sich auch Labors im Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland, Spanien, Ungarn und Israel. Gemeinsam boten die Labors im Netzwerk Ausbildungsanlagen und ermöglichten den Forschern das Studium und den Austausch von Wissen in einer Vielzahl von Bereichen, angefangen bei Analysen von Substrataktivierung und der stöchiometrischen Reaktivität bis hin zu physikalisch-chemischen Untersuchungen von komplexen Lösungsmittelwechselwirkungen und die Entwicklung oder die Verbesserung der analytischen Instrumentierung. Die Ergebnisse umfassten mehr als 150 Aufsätze, die in begutachteten Zeitschriften und Tagungsbänden veröffentlicht wurden, sowie mehrere Bücher und Dissertationen. Außerdem wurden im Rahmen des Projekts fünf Patente angemeldet. Für die Partner von AQUACHEM sind chemische Reaktionen in wässrigen Medien - bei denen Wasser als Lösungsmittel verwendet wird - von besonderem Interesse für eine "umweltfreundliche Chemie". Wasser ist sicher, unbedenklich und umweltfreundlich, und es ist billig und damit wirtschaftlich attraktiv. Die Forscher aus dem Netzwerk trieben die Entwicklung von Chemikalien auf Wasserbasis voran und unterstützten damit die Chemieindustrie der EU bei der Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Weiterhin halfen sie bei der Reduzierung möglicher Auswirkungen auf die Umwelt und der Belastung der Menschen durch den Kontakt mit potenziell schädlichen Chemikalien. Das AQUACHEM-Netzwerk wurde mit 1,9 Mio. EUR von der EU finanziert und schloss seine Arbeit im Dezember 2007 ab.Weitere Informationen: AQUACHEM http://www.iccom.cnr.it/aquachem/(öffnet in neuem Fenster) Projektdatenblatt The National Research Council http://www.cnr.it/sitocnr/Englishversion/Englishversion.html(öffnet in neuem Fenster)

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Italien

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