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Eine frische Brise für die Windenergie

Es ist der Wind, der die Träume der Menschen anregt und ihren Ehrgeiz fördert, seit die ersten Schiffe die Segel gesetzt haben. Jetzt hat ein EU-finanziertes Ausbildungsnetz dasselbe für 15 junge Männer und Frauen getan und sie auf die Herausforderungen vorbereitet, die Windkraftanlagen (WKA) der Zukunft für eine nachhaltige Wirtschaft darstellen.

Energie

Die erste stromerzeugende Windturbine wurde 1888 entwickelt. Laut dem Welt-Windenergie Verband erreichte die globale Windenergiekapazität im Jahr 2018 600 GW und allein 2018 kamen 54 GW hinzu. Der weltweite Energiebedarf wird in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich steigen und Windenergie wird dabei in Europa und darüber hinaus eine wichtige Rolle spielen. Mit Unterstützung des Marie-Curie-Programms gründete AEOLUS4FUTURE die Marie-Sklodowska-Curie-Maßnahme (MSCA) „Graduate School for Wind Energy“, um den wissenschaftlichen und technischen Nachwuchs entsprechend vorzubereiten und die industrielle Entwicklung von Windkraftanlagen zu fördern. Fünfzehn Organisationen widmeten ihre Zeit, ihre Ressourcen und ihre Leidenschaft der Vorbereitung von 15 Nachwuchsforschenden für eine Laufbahn im Bereich Windkraftanlagen. Das innovative Ausbildungsnetz betreute und begleitete die Doktorandinnen und Doktoranden bei ihren Forschungsprojekten, beim Verfassen wissenschaftlicher Texte sowie bei mündlichen Präsentationen und förderte ihre Sprachkenntnisse, die für den Einfluss auf die globale Windenergielandschaft erforderlich sind.

Auf Basis der aktuellsten Technologien und Materialien

Der Windenergiesektor wächst schnell und steht vor der Herausforderung, seine Effizienz und strukturelle Integrität zu steigern und gleichzeitig Lärm und Vibrationen zu reduzieren. Darüber hinaus entwickelt sich neben den häufigen großen Offshore- und Onshore-Parks auch in innerstädtischen Lagen ein wichtiger Schwellenmarkt für Windkraftanlagen. Alle diese Bereiche wurden von AEOLUS4FUTURE abgedeckt. AEOLUS4FUTURE begann mit der Identifizierung des Windenergiepotenzials in verschiedenen Umgebungen. Ein natürlicher Nebeneffekt davon war die Untersuchung der schwierigen Lastbedingungen von Windparks an Orten, für die herkömmliche Windkraftanlagentürme nicht geeignet sind. Laut den Projektkoordinatoren Prof. Ove Lagerqvist und Dr. Karin Habermehl-Cwirzen war die Nutzung von Hochleistungsbaustoffen der Schlüssel zur technischen Entwicklung. So erweitert beispielsweise der Einsatz hochfester Stähle in den Türmen von Windkraftanlagen die Möglichkeiten der Nutzung von Windenergie in höheren Lagen. Die Entwicklung neuartiger Trägerkonstruktionen für Windkraftanlagen umfasste innovative und wartungsfreie Befestigungselemente. Darüber hinaus schulte das innovative Ausbildungsnetz technische Fachkräfte für die Beschäftigung mit dem wachsenden Markt für Windkraftanlagen in städtischen Gebieten. Schließlich, so Lagerqvist und Habermehl-Cwirzen, „hat AEOLUS4FUTURE das Wissen über die strukturellen Auswirkungen von Wind- und Wellenlasten erweitert und damit die Möglichkeiten verbessert, die Länge der technischen Lebensdauer der Anlage vorherzusagen und den Wartungsbedarf zu optimieren."

Unterstützung weiterreichender Ziele

Zusätzlich zur Schulung technischer Fachkräfte für Laufbahnen in der Windenergie hat AEOLUS4FUTURE wichtige nicht-technische Ziele erreicht. Getreu dem Erbe von Marie Curie konnte das innovative Ausbildungsnetz sieben Frauen und acht Männer für das Ausbildungsprogramm gewinnen. Das Team wurde mit der Teilnahme an der durch die Marie-Sklodowska-Curie-Maßnahme finanzierte Initiative European Researchers' Night geehrt. Lagerqvist und Habermehl-Cwirzen erklären: „Für das Konsortium ist es sehr wichtig, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Wir haben versucht, den Steuerzahlern und vor allem jungen Menschen die Entwicklungen in der Windenergie-Erntetechnik zu zeigen und ihr Interesse an der Idee zu wecken, selbst auf diesem Gebiet zu forschen.“ Insgesamt werden die Ergebnisse und Aktivitäten von AEOLUS4FUTURE zukünftig zu effektiveren und umweltfreundlicheren Windkraftanlagen beitragen. Öffentlichkeitsarbeit sowie die Konzentration auf Lärm und Vibrationen werden die notwendige öffentliche Unterstützung fördern.

Schlüsselbegriffe

AEOLUS4FUTURE, Wind, Windenergie, Windkraftanlagen (WKA), Schulung, Ausbildung, Windturbine, Architektur, innovatives Ausbildungsnetz, Stadt, Lärm

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