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Neues von ColRobot: Ein mobiler Robotermanipulator – einsatzbereit und passgenau für die Industrie

In unserem Special Feature über Robotertechnik in der Ausgabe von Research*eu vom März 2019 sprachen wir mit ColRobot, einem EU-finanzierten Projekt, das daran arbeitete, den Einsatz von kollaborativen Industrierobotern, die speziell für den Einsatz auf Produktionslinien entwickelt wurden, zu revolutionieren. Wir erkundigen uns nun bei ColRobot-Koordinator Olivier Gibaru, was sein Team seit unserem ersten Interview gemacht hat.

Digitale Wirtschaft
Industrielle Technologien

Drei Jahre lang arbeitete ColRobot (Collaborative Robotics for Assembly and Kitting in Smart Manufacturing) an der Entwicklung kollaborativer Robotertechnik, um die häufigsten Herausforderungen in der Automobil- und Luft- und Raumfahrtindustrie zu bewältigen, darunter einen großen Auftragsüberhang und das Bedürfnis nach Flexibilität zur Erfüllung der Marktanforderungen. Der Kronjuwel ihrer innovativen Technologie war ein mobiler Robotermanipulator, der Arbeitskräften der Produktionslinie als „dritte Hand“ dient. Er kann sich eigenständig in der Fabrik bewegen, nach Teilen und Werkzeugen suchen und diese bringen oder halten, während die menschliche Arbeitskraft eine andere Aufgabe erledigt.

Wunder der Arbeitsrobotertechnik bei Renault

Damals arbeitete ColRobot in enger Kooperation mit Renault an einem seiner mobilen Manipulatoren, der speziell für den Automobilhersteller entwickelt wurde. „Seitdem haben wir unsere Zusammenarbeit mit Renault fortgesetzt“, berichtet Gibaru. „Wir haben unsere gemeinsame Arbeit ausgeweitet und arbeiten jetzt an zusätzlichen Funktionalitäten, die auf robusten Instrumenten aus dem Bereich künstliche Intelligenz aufbauen. Hier untersuchen wir gerade, wie wir die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter in der Fabrik vereinfachen und die Autonomie des Systems generell verbessern können.“ Auf lange Sicht will Renault einen Industrieroboter entwickeln, der auf ColRobots mobilem Roboter für autonome Schraubanwendungen an der Produktionslinie aufbaut. Dieser soll ergonomische Probleme verringern und die Effizienz steigern. „ColRobot ist ein hervorragendes Beispiel für eine Zusammenarbeit mit einem führenden Unternehmen der Branche, die auch nach Projektende fortgeführt wird. Das Unternehmen bringt die (hauptsächlich) durch die EU finanzierte Lösung auf den Markt, die gemäß den Vorgaben und Bedürfnissen des Herstellers erstellt wurde“, meint Gibaru.

Weitere Vorhaben

Doch das Team von ColRobot war nicht nur an den Produktionslinien von Renault tätig. „Einige unserer neuen Projekte nach Abschluss von ColRobot beschäftigen sich mit der Untersuchung des Potenzials von maschinellem Lernen für das weite Feld der Roboteranwendungen, insbesondere im Bereich des Bin-Picking (Roboteranwendungen zum Aufnehmen von Gegenständen aus Behältern)“, erläutert Gibaru. Warum ausgerechnet Bin-Picking? „Einerseits ist es eine Tätigkeit mit geringem Mehrwert, andererseits aber eine komplexe Aufgabe – daher war die Entwicklung einer mobilen Lösung der kollaborativen Robotertechnik für die Industrie spannend“, antwortet er. Insgesamt war die EU-Finanzierung von großem Vorteil für das Team von ColRobot. „Die größere Reichweite und die stärkere Präsenz der Marke ColRobot waren besonders hilfreich, ebenso wie das gesteigerte Vertrauen unserer alten und neuen Partner aus Industrie und Wissenschaft“, so Gibaru abschließend.

Länder

Frankreich

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