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Magazin Research*eu

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Europäische Bildungseinrichtungen für die digitale Welt öffnen

Um in der modernen Arbeitswelt Erfolg zu haben, müssen Schülerinnen und Schüler mit den Fertigkeiten ausgerüstet sein, die an Arbeitsplätzen am meisten begehrt sind. Die Fähigkeiten, gut zu schreiben, zu analysieren und Probleme zu lösen, gehören zu den entscheidenden klassischen „Schlüsselkompetenzen“, die äußerst gefragt sind. Doch auch digitale Fertigkeiten sind nunmehr ebenso wertvoll und geschätzt. Der globale Markt wird immer mehr von Technologie dominiert und die digitale Welt durchdringt mittlerweile alle Aspekte des Lebens und der Wirtschaft.

„Willst du für ein Jahr planen, säe Reis. Planst du für ein Jahrzehnt, pflanze Bäume. Planst du für ein Leben, bilde Menschen.“ – Chinesisches Sprichwort

Doch nicht nur technisch versierte Absolventinnen und Absolventen, die eine Position auf Einstiegsebene in einem innovativen Start-up anstreben, müssen sich über ihre digitalen Fertigkeiten Gedanken machen. Auch Arbeitskräfte in verschiedenen Sektoren der Industrie, zum Beispiel in der Fertigung, im Energiebereich und im Bergbau, sowie Angestellte in der Verwaltung und der Bankleitung müssen sich in der digitalen Welt zu Hause fühlen. Wenn Schülerinnen und Schüler mit digitalen Fertigkeiten, die in der globalisierten Weltwirtschaft notwendig sind, ausgerüstet werden, profitieren alle davon – Unternehmen bleiben wettbewerbsfähig und die Wirtschaft wird gestärkt. Gleichzeitig sollten alle Arbeitskräfte, unabhängig von Alter, Beruf oder Einkommen, die Gelegenheit haben, sich während ihrer beruflichen Laufbahn weiterzubilden. Digitale Fertigkeiten müssen von Anfang an in die Schulbildung integriert werden, von der Kindertagesstätte bis hin zur weiterführenden Schule und zur Universität oder Berufsschule. Das Bildungssystem selbst sowie die Methoden, mit denen die Schülerinnen und Schüler lernen und die Lehrkräfte unterrichten, müssen an das digitale Zeitalter angepasst werden. Kurzum, digitale Technologien sind zu einem untrennbaren Teil des Lernvorgangs geworden. Die EU hat im Bereich Bildung keine formalen Kompetenzen, arbeitet aber an mehreren Initiativen, deren Ziel es ist, die Modernisierung von Bildung und Fortbildung (wie im Aktionsplan für digitale Bildung ausgeführt) zu unterstützen. Außerdem stellt sie durch Horizont 2020 Finanzmittel zur Verfügung, um den Einsatz digitaler Technologien beim Lernen zu fördern. Im Arbeitsprogramm für 2018-2020 von Horizont 2020 liegt der Schwerpunkt auf der Unterstützung des Einsatzes intelligenterer, offener, vertrauenswürdiger und angepasster Lernlösungen, welche das digitale Lernen optimieren und es Lernenden ermöglichen, sich aktiv mit den Inhalten zu beschäftigen und sich mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern auszutauschen. In unserem Special Feature treffen wir diesen Monat sieben durch Horizont 2020 geförderte Projekte, die innovative Lösungen entwickelt haben, mit denen die digitale Welt in die europäische Bildung eingebunden werden kann. Eines davon nutzte digitale Technologien, um junge Menschen für unternehmerische Initiativen zu begeistern, ein anderes verwendet innovative Online-Methoden, um Bücher und das Lesen lebendig zu machen, während ein weiteres Projekt eine digitale Lösung entwickelt hat, um mehr Schülerinnen und Schüler für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu motivieren. Wir freuen uns auf Ihr Feedback. Schicken Sie uns Ihre Fragen und Vorschläge an editorial@cordis.europa.eu.

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