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Neues von CerAMfacturing: Neue und wahrlich innovative Technologien zur additiven Fertigung von Keramik nähern sich der Markteinführung

In unserer Ausgabe vom Mai 2019 haben wir das Projekt CerAMfacturing vorgestellt, das einen völlig neuen Ansatz für die additive Fertigung (AM) von Keramik mit mehreren Materialien entwickelt hatte. Mehr als ein Jahr später haben wir uns erneut mit dem ehemaligen Projektkoordinator, Tassilo Moritz, unterhalten, um herauszufinden, wie die Markteinführung der Technologie gelaufen ist.

Industrielle Technologien

Der große Vorteil an der additiven Fertigung von Keramik ist eine absolut präzise Geometrie für verschiedenen Komponenten, die bisher unmöglich war. Dadurch wird die einfache und effiziente Herstellung verschiedener Einzelteile möglich, von individuellem Schmuck bis hin zu chirurgischen Instrumenten. Das Projekt CerAMfacturing (Development of ceramic and multi material components by additive manufacturing methods for personalized medical products) hat den Grundstein gelegt, die zahlreichen mit den Verfahren der additiven Fertigung verbundenen Möglichkeiten aufzuzeigen, aber das Ziel war stets eine weitere Kommerzialisierung.

Fortlaufende Zusammenarbeit, mit neuen und alten Partnern

„Bei unserer ersten Unterhaltung hatten wir zwei Patentanmeldungen eingereicht“, kommentiert Moritz. „Bisher sind die Rechte des geistigen Eigentums noch nicht bestätigt worden, aber wir drücken die Daumen, dass es bald soweit ist. Dennoch haben wir für alle drei Methoden, auf die CerAMfacturing sich konzentriert hat, Meilensteine erreicht, die definitiv zu kommerzialisierbaren Geräten geführt haben“, fügt Moritz hinzu. Die fortlaufenden Anstrengungen zur Verfeinerung der CerAMfacturing-Geräte fanden in national finanzierten Entwicklungsprojekten statt und in direkter industrieller Zusammenarbeit mit anderen europäischen Partnern, die bisher nicht Teil des EU-finanzierten Konsortiums waren.

Hervorhebung weiterer positiver Entwicklungen

Beim Blick auf die einzelnen Erfolgsgeschichten wurde z. B. vom niederländischen Konsortiumspartner von CerAMfacturing, Admatec, der das Gerät für Digital Light Processing (DLP) entwickelt hat, ein Softwareupdate entwickelt, durch welches das Gerät mehrere Teile mit einzigartigen Einstellungen in einem Druckauftrag bewältigen kann. Dadurch werden mehrere verschiedene Einstellungen in einer Schicht möglich, wodurch Zeit gespart und mehr Effizienz erreicht wird. Währenddessen hat der österreichische Konsortiumspartner, HAGE, in seinem Gerät den Druckkopf für das CerAM Schmelzschichtungsverfahren mit einer innovativen riemengetriebenen Filamentversorgung fertiggestellt. Dieses ermöglicht die Verwendung von sprödem, partikelgefülltem Filament für die additive Fertigung von keramischen oder metallischen Komponenten. Die dritte Maschine von CerAMfacturing, fokussiert auf thermoplastischen 3D-Druck (T3DP) und entwickelt von der Einrichtung, an der Moritz arbeitet, Fraunhofer IKTS, wurde ebenso weiterentwickelt, für mehr Präzision bei der Positionierung von Tröpfchen und Wiederholbarkeit. „In einem Fertigungsprozess können bis zu drei unterschiedlichen Materialien verwendet werden“, sagt Moritz. „Tatsächlich planen wir die Kommerzialisierung und öffentliche Vorstellung dieser Maschine – wenn die Coronakrise es zulässt – im Herbst 2020.“ Alle neun CerAMfacturing-Partner konnten ihre Erfahrung in ihrem spezialisierten Bereich der additiven Fertigung erweitern. „Somit konnten die Maschinenentwicklerinnen und -entwickler innerhalb des Konsortiums ihre Geräte verbessern und vor allem vorantreiben, indem sie spezielles Wissen anwandten, das innerhalb des Projekts gesammelt wurde“, fasst Moritz zusammen. „CerAMfacturing war wahrlich ein großartiges Sprungbrett zur Weiterentwicklung dieser innovativen Technologie.“

Schlüsselbegriffe

CerAMfacturing