3. Intelligentere Entscheidungen für unsere Ozeane und Böden (Sonderfolge von den R&I Days)
Hierbei handelt es sich um eine KI-Transkription.
00:00:16:13 - 00:00:44:15
Anthony Lockett
Hallo und herzlich willkommen zu dieser Sonderfolge des CORDIScovery-Podcasts. In der heutigen Folge befassen wir uns mit zwei zentralen Herausforderungen, die eng mit unserer Zukunft verbunden sind – mit der Ernährungssicherheit und der Gesundheit unserer Ozeane. Die Forschenden entwickeln innovative Lösungen, um die Resilienz der Lebensmittelsysteme zu stärken und die Meeresökosysteme zu schützen. Ich habe heute Vertreter von zwei Projekten zu Gast, die Finanzmittel aus dem EU-Programm Horizont Europa erhalten haben.
00:00:44:17 - 00:01:10:13
Anthony Lockett
Und diese Projekte veranschaulichen, wie Wissenschaft und Innovation dazu beitragen können, sowohl für die Menschen als auch für den Planeten eine gesündere und nachhaltigere Zukunft zu sichern. Herzlich Willkommen Wibi, Jérôme.
Jérôme Gasperi
Hallo. Schön, Sie kennenzulernen.
Anthony Lockett
Danke, dass Sie bei uns sind. Wibi ist Datenwissenschaftler auf dem Gebiet der Geovisualisierung, arbeitet bei der OpenGeoHub Foundation in den Niederlanden und ist Teil des Konsortiums des Projekts AI4SoilHealth.
00:01:10:15 - 00:01:35:04
Maulana Ikram Wibisana
Jawohl, genau so ist es.
Anthony Lockett
Jérôme ist Experte für Erdbeobachtung und Produktmanager des europäischen digitalen Zwillings des Ozeans, Digital Twin Ocean,des Projekts EDITO. Wibi, wenn ich mit Ihnen beginnen darf: Bei Ihrem Projekt lautet das Ziel, künstliche Intelligenz (KI) zur Verbesserung der Bodengesundheit einzusetzen. Und Sie arbeiten, wenn ich richtig verstanden habe, an der Entwicklung eines digitalen Zwillings für den Boden.
00:01:35:06 - 00:01:58:15
Anthony Lockett
Wie hängt das mit der EU-Mission zum Boden zusammen, mit der bis 2030 der Übergang zu gesünderen Böden angestrebt wird?
Maulana Ikram Wibisana
Das ist korrekt. Aber wenn wir über digitale Zwillinge für Böden sprechen, versuchen wir, das Konzept der digitalen Zwillinge zu übernehmen, aber gegenwärtig befinden wir uns noch nicht wirklich im Bereich der digitalen Zwillinge.
Anthony Lockett
Sie arbeiten gewissermaßen darauf hin.
Maulana Ikram Wibisana
Genau, wir arbeiten daran. Ich weiß, dass es sich eher um ein Instrument zur Entscheidungshilfe handelt, wenn ich das so bezeichnen darf.
00:01:58:17 - 00:02:24:05
Maulana Ikram Wibisana
Wir haben die Datensätze in der europäischen Skala 30 m erstellt, die dann als informative Entscheidungshilfe für die Allgemeinbevölkerung, landwirtschaftliche Betriebe und Forschungsteams dienen kann. Diese von uns erzeugten Daten sind zudem vollständig quelloffen. Alle können darauf zugreifen. Alle können es nutzen. Es gibt keine Lizenzierung, nur CC BY 4.0, grundsätzlich können es alle verwenden. Und...
Anthony Lockett
Die Daten waren somit bereits vorhanden, oder?
Maulana Ikram Wibisana
Die Daten stehen bereits zur Verfügung.
00:02:24:07 - 00:02:47:02
Maulana Ikram Wibisana
Sie wurden schon veröffentlicht. Wie wir wissen, ist der Boden in dieser Welt ziemlich wichtig. Vor allem die Landwirtinnen und Landwirte müssen wissen, welche Eigenschaften ihr Boden aufweist. Entschuldigung, das hätte ich natürlich von Anfang an erklären sollen. Es gibt verschiedene Bodeneigenschaften.
00:02:47:04 - 00:03:11:17
Maulana Ikram Wibisana
Der Datensatz stammt aus der Bodenkunde. Wir verfügen über Stammdaten aus den verschiedenen Ländern; wir sammelten, filterten und bereinigten sie. Außerdem haben wir mithilfe der Gemeinschaft der Bodenmissionen und des Reallabors neue Proben an einem Pilotstandort vermessen. Anhand dieser Punkte entsteht mittels Maschinenlernalgorithmen die Karte.
00:03:11:17 - 00:03:28:19
Maulana Ikram Wibisana
Die wir mit Satellitendaten kombinieren.
Anthony Lockett
Wenn ich das richtig verstanden habe, hat Ihr Projekt eine bürgerwissenschaftliche Dimension in der Art, dass Ihnen Menschen beim Sammeln der Daten helfen, die Sie dann einspeisen können?
Maulana Ikram Wibisana
Das wird dann die nächste Ebene der Datengewinnung sein. Im Moment sind Fachleute für Bodenkunde am Werk und sammeln.
00:03:28:19 - 00:03:46:17
Maulana Ikram Wibisana
Es werden geeignete Daten gemessen, um Bodeneigenschaften zu ermitteln, etwa Kohlenstoffgehalt, Säurewert, solche Dinge. Und dann kartieren wir sie. Wir nutzen eine Methode der künstlichen Intelligenz, das maschinelle Lernen, um ein Muster zu finden. So werden im Grunde die Werte rund um die Punkte herum vorhergesagt. Und eine Karte von ganz Europa wird entstehen.
00:03:46:19 - 00:04:08:11
Anthony Lockett
Ich verstehe. Was zeigen Ihnen die Daten? Ich meine, wie besorgt sollten wir über Europas Böden sein?
Maulana Ikram Wibisana
Was den Zustand der Böden in Europa angeht, so hängt es meiner Meinung nach wirklich von einzelnen Standorten ab. Aber im Allgemeinen müssen wir eine Verschlechterung feststellen. Wenn Sie unsere Website edito.eu besuchen und eine der Bodeneigenschaften überprüfen, und da sich unsere Daten von 2000 bis 2022 erstrecken,
00:04:08:11 - 00:04:28:15
Maulana Ikram Wibisana
sind dort im Zeitverlauf die Veränderungen für alle ersichtlich. Und wie in den meisten Teilen Europas ist eine Verschlechterung der Bodeneigenschaften zu beobachten, was natürlich nicht gut ist. Etwa die Abnahme des Kohlenstoffgehalts im Boden, die jedoch hauptsächlich in Städten aufgrund der undurchlässige Oberfläche stattfindet, in Küstengebieten und in ähnlichen Bereichen.
00:04:28:20 - 00:04:49:20
Maulana Ikram Wibisana
Aber natürlich sind auch die Felder betroffen, weil die Landwirtinnen und Landwirte ihre Felder mit den üblichen Chemikalien bearbeiten und so weiter. Auch das wirkt sich zum Beispiel auf den Kohlenstoffgehalt in ihrem Gebiet aus. Das ist auch nützlich für sie, um später zeitliche Faktoren zu überprüfen, sodass wir im Grunde eine Statistik über mehrere Jahre erhalten können.
00:04:49:22 - 00:05:09:01
Maulana Ikram Wibisana
Und dann können sie nachprüfen: „Oh, ich habe in bestimmten Jahren einen ziemlich guten Spitzenwert. Was habe ich in dieser Zeit getan? Warum habe ich im nächsten Jahr einen derart starken Rückgang?“ Deshalb sage ich, dass es eher ein Instrument zur Entscheidungshilfe ist, weil sie selbst prüfen können, wie sie mit ihren Betrieben umgehen, und darauf zugreifen können.
00:05:09:01 - 00:05:32:00
Maulana Ikram Wibisana
Und dann ihre Methoden weiter überdenken können.
Anthony Lockett
Ja. Sicher. Und welche praktischen Instrumente verschaffen Sie den Landwirtinnen und Landwirten? Ich glaube, Sie arbeiten an einer Smartphone-App. Steht diese bereits zur Verfügung?
Maulana Ikram Wibisana
Die Smartphone-App wird nächsten Monat in einer ersten Version erhältlich sein. Somit hat die Art und Weise, wie wir KI einsetzen, zwei Aspekte. Der eine ist das maschinelle Lernen, von dem ich Ihnen gerade berichtete, und der andere sind große Sprachmodelle.
00:05:32:02 - 00:05:49:19
Maulana Ikram Wibisana
Das ist ziemlich verbreitet, denken Sie an Chatbots und dergleichen. Wir geben einen Prompt vor und fragen, und sie geben Antworten. Wenn wir uns nicht wirklich mit Bodenkunde auskennen, können wir im Grunde genommen nicht sagen, was Bodeneigenschaften bedeuten. Was es zu sagen hat, wenn bestimmte Werte vorliegen. Das wollen wir aber grundsätzlich wissen.
00:05:49:21 - 00:06:13:01
Maulana Ikram Wibisana
Aus diesem Grund haben wir auch die Mobiltelefon-App entwickelt. Dort ist auch der Chatbot enthalten. Dieser Chatbot wird versuchen, die Bodeneigenschaften zu interpretieren und den Nutzenden mitzuteilen, was diese für sie bedeuten. So können die Landwirtinnen und Landwirte zum Beispiel sagen: „Kannst du meinen Standort über die Geolokalisierung sehen? Sag mir den pH-Wert meines Betriebs und was er für mich bedeutet.“
00:06:13:03 - 00:06:36:00
Maulana Ikram Wibisana
Dinge dieser Art. Wir stellen ihn darauf ein, oder trainieren ihn mit einfachen Begriffen, um einfache Texte oder Sätze zu bilden, die für die Allgemeinheit leicht verständlich sind. Denn wir verfügen bereits mehrere andere Plattformen, die natürlich problemlos von Forschenden genutzt werden können und komplexer sind, aber für die anderen Nutzerinnen und Nutzer keineswegs ideal sind.
00:06:36:02 - 00:06:55:19
Maulana Ikram Wibisana
Ja, das ist im Grunde alles.
Anthony Lockett
Vielen herzlichen Dank. Ich denke, wir können auf einige dieser Punkte vielleicht in einer allgemeineren Diskussion demnächst zurückkommen. Aber zunächst möchte ich Jérôme zu Wort kommen lassen und ihn vorstellen. Eines der wichtigsten Ergebnisse Ihres Projekts beziehungsweise Ihrer Arbeit ist der digitale Zwilling des Ozeans.
00:06:55:24 - 00:07:23:00
Anthony Lockett
Könnten Sie uns bitte kurz erklären, was das genau ist?
Jérôme Gasperi
Selbstverständlich. Nun. Für uns ist ein digitaler Zwilling des Ozeans etwa wie eine Nachbildung des Ozeans, eine digitale Kopie der Meere. Sie können ihn sich wie einen Globus vorstellen, auf dem die gesamte Physik des Ozeans zu sehen ist, zum Beispiel die Wassertemperatur, den Salzgehalt und das Auftreten von Winden; einfach alles, was mit dem Ozean zu tun hat.
00:07:23:02 - 00:07:42:20
Jérôme Gasperi
Und er ist interaktiv. Sie können mit diesem Globus spielen. Es ist wie bei Google Earth; die Erde ist zu sehen und man kann mit ihr spielen. Aber hier reden wir über Wissenschaft und den Ozean. Es geht tatsächlich darum, die Physik des Ozeans nachzubilden – die Physik und die Biologie des Ozeans.
00:07:42:22 - 00:08:11:19
Jérôme Gasperi
Das bedeutet zum Beispiel, dass nicht nur der Zustand des Ozeans in der Vergangenheit, sondern auch zukünftige Zustände und Vorhersagen sichtbar sind. Und hier bei Mercator, ich arbeite bei Mercator Ocean International, sind wir für den Copernicus-Dienst zur Überwachung der Meeresumwelt zuständig. Im Grunde ist der Copernicus-Dienst zur Überwachung der Meeresumwelt damit beschäftigt, Vorhersagen über den Zustand des Ozeans zu treffen. Sie erhalten täglich eine Vorhersage für zehn Tage über den gesamten Ozean, die Temperaturänderungen, den Salzgehalt, die Strömungen und so weiter.
00:08:11:21 - 00:08:41:11
Jérôme Gasperi
Beim digitalen Zwilling des Ozeans geht es darum, diese Daten und auch andere Daten wie etwa In-situ-Daten, Satellitendaten usw. anzuwenden und zudem Rechenressourcen und zusätzlich KI einzusetzen, damit wir Anwendungen, sogenannte Was-wäre-wenn-Anwendungen, entwickeln können und die es den für Entscheidungen Verantwortlichen aus der Öffentlichkeit ermöglichen, Fragen zu stellen: Was wäre, wenn ich das täte? Worin besteht der Grund dafür?
00:08:41:11 - 00:09:09:24
Anthony Lockett
Worin besteht der Unterschied, finde Variablen und verschiedene Ergebnisse heraus. Nun, ich denke, Wibi, Sie erwähnten, dass Sie über Daten für einen Zeitraum von zwei oder drei Jahren verfügen, für 2020 bis 2022. Ich gehe davon aus, dass Ihnen viel längere Zeitreihendaten für den digitalen Zwilling des Ozeans zu Verfügung stehen, ist das richtig, Jérôme?
Jérôme Gasperi
Jawohl, genau so ist es. In Hinsicht auf die Physik des Ozeans können wir auf Modelle aus den 90er Jahren, also Vorhersagen aus dreißig Jahren, zugreifen.
00:09:10:01 - 00:09:37:03
Jérôme Gasperi
Das ist die Art der Vorhersage, die wir Hindcast-Simulation nennen, dabei geht es um vierzig Jahre Rückvergleiche und Neuanalysen dieser Vorhersagen. Im Grunde genommen liegen uns vierzig Jahre Meerestemperatur, aktueller Salzgehalt und so weiter vor. Das ist sehr wichtig, denn auf diese Weise können wir die Trends und Veränderungen, beispielsweise aufgrund des Klimawandels, anhand all dieser Parameter erkennen. Für die künstliche Intelligenz ist das von besonders großer Bedeutung, da diese bekanntlich mit Daten trainiert werden muss.
00:09:37:05 - 00:09:53:09
Jérôme Gasperi
Und je mehr Daten vorliegen, desto besser ist es. Je älter sie sind, je mehr Daten es gibt, desto genauer wird es, wenn Veränderungen prognostiziert werden sollen.
Anthony Lockett
Sicher. Oh, Entschuldigung. Wibi, bitte,
Maulana Ikram Wibisana
Sie haben das Wort. Nein, ich stimme gerade nur zu.
00:09:53:11 - 00:10:10:14
Maulana Ikram Wibisana
Diese Daten sind sehr wichtig, etwa über verschiedene Bodeneigenschaften wie in unserem Fall, genau. Es gibt chemische, physikalische und ebenso biologische Eigenschaften. Wir konnten biologischen Daten selbst nicht kartieren, weil das Modell aufgrund mangelnder Daten und des Rauschens in den Daten nicht so gut funktioniert.
00:10:10:16 - 00:10:27:09
Maulana Ikram Wibisana
Bei dieser Art von Verfahren, bei denen KI und maschinelles Lernen zum Einsatz kommen, ist es wirklich wichtig, gute Daten zu haben. Saubere Daten und ausreichend Daten für eine Analyse, speziell bei ihm, wenn es um den ganzen Globus geht. Ja, die richtigen Daten sowie Verteilungen, da ist wirklich was dran.
00:10:27:10 - 00:10:49:14
Anthony Lockett
Ja. Jérôme, darf ich Sie fragen, worin der Unterschied zwischen diesem Ansatz des digitalen Zwillings und der Computermodellierung besteht, die es schon seit einiger Zeit gibt, ist es die Dimension der künstlichen Intelligenz? Wie ist daran neu?
Jérôme Gasperi
Nun. Natürlich kommt beim digitalen Zwilling ein Rechenmodell zum Einsatz. Aber es ist so, dass die Rechenmodelle ein wenig statisch sind.
00:10:49:14 - 00:11:22:03
Jérôme Gasperi
Sie beinhalten lediglich Prognosedaten, die ein wenig statisch sind. Das Ganze ist sehr wissenschaftsbezogen. Aber beim digitalen Zwilling geht es um dynamische Dinge. Er ist interaktiv. Sie nutzen dieses Modell, aber Sie können damit spielen. Und es ist für Nichtfachleute einfacher zu verstehen. Es geht mehr um die Art und Weise, um die Dynamik des Materials. Die KI kann natürlich über diese neue Art der Informationsgewinnung noch einiges mehr an Fakten liefern und das Verständnis für den Ozean erleichtern.
00:11:22:08 - 00:11:40:06
Jérôme Gasperi
Aber in Wirklichkeit geht es natürlich um Modellierung, denn wir können eine Menge Modellierung einsetzen, KI trainiert anhand von Modellierung und so weiter. So ist es keineswegs das Ende der althergebrachten Modellierung, würde ich sagen – ganz und gar nicht. Aber eine Modellierung erscheint wie ein Schnappschuss im Gegensatz dazu, interaktiv damit spielen zu können.
00:11:40:08 - 00:12:06:04
Jérôme Gasperi
Das wird der Hauptunterschied zum digitalen Zwilling des Ozeans sein.
Anthony Lockett
Und wie kann dort Klarheit erreicht oder das Ganze überprüft werden? Die Meeresumwelt ist doch ein äußerst komplexes und vielschichtiges Ökosystem. Wie können Sie sicher sein, dass das Modell das Zusammenspiel der verschiedenen Faktoren korrekt wiedergibt?
Jérôme Gasperi
Nun. Wie Sie es sagen: Der Ozean ist ein unglaublich komplexes Medium.
00:12:06:04 - 00:12:38:23
Jérôme Gasperi
Er steht mit allem in Wechselwirkung, und natürlich gibt es kein Gesamtmodell, kein fantastisches Modell, das auf magische Weise alles erklären würde. Wir verfügen im Grunde für jeden der Parameter über ein eigenes Modell. Es ist möglich, den digitalen Zwilling des Ozeans in mehreren Ebenen zu sehen, etwa die Schichten der Schiffsrouten, der physikalischen Informationen, der Fischereiaktivitäten, der Umweltbelastung – jegliche Arten von Informationen.
00:12:39:04 - 00:13:10:22
Jérôme Gasperi
Und Sie können alles mischen. Dann haben wir ein Modell, mit dem Sie jeden dieser Aspekte nachverfolgen können. Und mithilfe des digitalen Zwillings kann alles gemischt und versucht werden, um daraus zu diesem Zweck Informationen zu extrahieren. In diesem Bereich ist KI natürlich sehr nützlich, denn sie unterstützt die Verwaltung all dieser Daten, die auf menschlicher Ebene sehr schwierig zu handhaben sind, wenn es um viele Datenbanken geht. Dabei kann KI uns helfen.
00:13:10:24 - 00:13:35:14
Jérôme Gasperi
KI kann Ihnen zum Beispiel helfen, Trends zu erkennen. Mit diesem Werkzeug können subtile Veränderungen herausgearbeitet werden.
Anthony Lockett
Es klingt, als ob Sie für den digitalen Zwilling des Ozeans mehr Jahre an Daten und sogar in zu breitgefächerter Art haben, als Sie überhaupt verwenden können. Denken Sie, dass auf Ihrem Weg zu einem digitalen Zwilling des Bodens
00:13:35:20 - 00:13:58:20
Anthony Lockett
noch mehr Daten benötigen?
Maulana Ikram Wibisana
Sie meinen für die anderen Jahre?
Anthony Lockett
Für weitere Jahre, vielleicht auch andere Faktoren.
Maulana Ikram Wibisana
Sicher. Dafür brauchen wir mehr Daten. Was die aktuellen Bodeneigenschaften, die Schichten und die Karte betrifft, die fertig ist, so handelt es sich dabei eine Karte mit tatsächlich sauberen und ausreichend Daten, mit denen wir modellieren und kartieren können.
00:13:58:22 - 00:14:19:23
Maulana Ikram Wibisana
Die Daten, die von Bodenkundeteams in Europa gesammelt werden, enthalten natürlich auch Datensätze, die in den 1960er, 1970er Jahren beginnen. Aber gut, die Verteilung dieser Daten selbst ist nicht mit denen von 2000 bis 2022 vergleichbar. Wir können sie zwar modellieren, wir können sie auch abbilden, aber die Qualität wird prinzipiell nicht dieselbe sein.
00:14:20:00 - 00:14:40:12
Maulana Ikram Wibisana
Deshalb haben wir das nicht getan. Aus dem gleichen Grund wie bei den biologischen Eigenschaften des Bodens. Ich nehme an, dass es für Ihren digitalen Zwilling ein Was-wäre-wenn-Szenario gibt, richtig? Damit will ich sagen, dass wir eher ein Instrument zur Entscheidungshilfe bereitstellen, denn ich weiß, dass es eine klare Grenze zwischen digitalen Szenarien und digitalen Zwillingen gibt.
00:14:40:17 - 00:15:02:02
Maulana Ikram Wibisana
Und was die szenariobasierten Situationen betrifft, die Was-wäre-wenn-Anwendungen bei Ihnen, so weit sind wir noch nicht. Deshalb ist das sehr interessant. Ich liebe Was-wäre-wenn-Szenarien. Und mir gefällt auch Ihr gesamter Aufbau sehr gut.
Jérôme Gasperi
Vielen Dank.
Anthony Lockett
Darf ich Sie fragen, ob diese Projekte auch mit landwirtschaftlichen Betrieben zusammenarbeiten, um ihnen Werkzeuge zu verschaffen, die sie nutzen können?
00:15:02:08 - 00:15:30:20
Anthony Lockett
Für den digitalen Zwilling des Ozeans sind viele potenzielle Einsatzmöglichkeiten von der Politik und Entscheidungsfindung bis hin zur Schifffahrtsindustrie und zum Fischereisektor denkbar. Wie wird das Werkzeug dort eingesetzt? Unternehmen Sie irgendetwas, um diese verschiedenen Gemeinschaften zu erreichen, um ihnen zu erklären, was zur Verfügung steht, und sie zu ermutigen, es zu anzuwenden?
00:15:30:22 - 00:15:48:10
Jérôme Gasperi
Ja. Der digitale Zwilling, der europäische digitale Zwilling des Ozeans, Digital Twin Ocean, das Projekt EDITO, ist noch ziemlich neu. Es begann vor drei Jahren, aber beruht, wie ich erklärte, auf Daten, die schon seit langem vorliegen. Und insbesondere basiert es auf dem Copernicus-Dienst zur Überwachung der Meeresumwelt.
00:15:48:10 - 00:16:11:18
Jérôme Gasperi
Der Copernicus-Dienst zur Überwachung der Meeresumwelt das ist eine europäische Dienstleistung. Aber vielleicht sollte ich das gesamte Copernicus-Programm vorstellen. Dabei handelt es sich um ein Vorzeigeprojekt der Europäischen Kommission. Im Prinzip ist das Copernicus-Projekt ein Programm zur Überwachung der Erde, und das bedeutet, dass wir Satelliten haben,
00:16:11:18 - 00:16:29:23
Jérôme Gasperi
wir verfügen über In-situ-Daten und Satellitendaten zur Überwachung aller Aspekte der Erde. Dabei gibt es sechs Dienste: Den Dienst zur Überwachung der Meeresumwelt, den Landüberwachungsdienst, den Katastrophen- und Krisenmanagementdienst, den Wetterdienst, den Dienst zur Überwachung des Klimawandels und so weiter. Der Dienst zur Überwachung der Meeresumwelt liefert Vorhersagedaten rund um den Ozean.
00:16:29:23 - 00:17:13:15
Jérôme Gasperi
Das wird natürlich von vielen Menschen genutzt, von der Wissenschaft über die Industrie bis hin zu Privatunternehmen, die es geschäftlich nutzen. Es gibt mehr als 100 000 registrierte Nutzende und monatlich millionenfach Downloads. Diese grundlegenden Daten werden verwendet. Der europäische Digital Twin Ocean baut auf ihnen und zusätzlich auf einem anderen Netzwerk mit der Bezeichnung EMODnet auf, bei dem es um In-situ-Daten geht, um die Lücke zwischen der reinen Bereitstellung von Daten und der Unterstützung der Menschen bei der Entscheidungsfindung und der Informationsgewinnung aus Daten zu schließen.
00:17:13:20 - 00:17:36:23
Jérôme Gasperi
Wir haben die Infrastruktur und die Instrumente geschaffen, damit Rechenressourcen und Instrumente genau dies tun. Um Ihre Frage direkter zu beantworten: In den ersten drei Projektjahren ging es im Wesentlichen um die Forschung, das heißt, wir diskutierten auch viel mit Forschenden und Beteiligten, die darüber hinaus Modelle entwickeln.
00:17:37:00 - 00:18:01:06
Jérôme Gasperi
Und wir haben einige Was-wäre-wenn-Szenarien entwickelt, um zu zeigen, wie das System nicht nur der Wissenschaft, sondern auch der politischen Entscheidungsfindung und der breiten Öffentlichkeit dienen kann. Beispielsweise entwickeln wir für den Fischereisektor Szenarien für Braunalgen der Gattung Sargassum. Sargassum ist eine in der Karibik vorkommende Alge.
00:18:01:06 - 00:18:20:19
Jérôme Gasperi
Gelangt sie an den Strand, ist das unerwünscht, denn es gibt mit Sargassum in Verbindung gebrachte Problemfälle, und das ist schlecht für den Tourismus. Wir verfügen nun über ein Modell, das Sargassum von Satelliten aus erkennt, und außerdem über eine Modellierung, wohin die Algenteppiche treiben werden.
00:18:20:19 - 00:18:39:23
Jérôme Gasperi
Somit erfahren Sie, wann sie in Ihrer Wirtschaftszone ankommen wird. Dann können Sie mit Ihrem Boot auf Algenfang gehen. Denn das Abfischen als Ressource kann lohnend sein, weil die Algen zum Beispiel zur Herstellung von Ziegeln zum Häuserbau dienen können. Dies ist ein Beispiel für einen Fall, in dem es um ein Problem geht.
00:18:39:23 - 00:19:10:18
Jérôme Gasperi
Sargassum am Strand kann eben auch eine Chance und eine Ressource sein. Aber um das zu wissen, muss der Fischer erfahren, wann die Braunalgen kommen, ob es genügend davon gibt, damit es wirtschaftlich interessant ist, mit den Booten rauszufahren und so weiter. Dies ist ein aktuelles Beispiel für unsere Arbeit. In der nächsten Phase des Projekts EDITO geht es nun darum, diese Art der öffentlichen oder privaten Nutzung in die Plattform einzubinden und das Beste daraus entstehen zu lassen.
00:19:10:20 - 00:19:32:11
Anthony Lockett
Sehr gut. Und Wibi, gibt es ein entsprechendes Beispiel, das Sie nennen könnten, das entweder bereits realisiert wurde oder das Sie sich vorstellen können, basierend auf den Daten, die Sie zur Bodengesundheit zur Verfügung stellen? Gibt es einen Anwendungsfall oder ein Szenario, über das Sie berichten könnten?
00:19:32:17 - 00:19:53:06
Maulana Ikram Wibisana
Es gibt keine szenariobasierte Situation. Aber wenn Sie möchten, dass ich ein Beispiel für den Einsatz dieser Daten angebe, dann kann Ihnen mitteilen, dass wir gleichermaßen im Rahmen der Missionen für den Boden tätig sind. Wir arbeiten auch mit dem Reallabor und ähnlichen Einrichtungen zusammen. Tatsächlich haben wir erst gestern einen Kurs in Spanien im Reallabor abgehalten.
00:19:53:08 - 00:20:18:23
Maulana Ikram Wibisana
In diesem Kurs nutzen wir auch diese Plattform Eco Data Cube, die wir gerade veröffentlicht haben, und schulen die Landwirtinnen und Landwirte grundsätzlich darin, wie sie diese anwenden können. Ich glaube, gestern wurde es auf der Ebene ihres Betriebs erprobt, zum Beispiel eines landwirtschaftlichen Betriebs einer Person, und dann wurden die zeitlichen Faktoren anhand der Statistiken für den Zeitraum von 2000 bis 2022 überprüft.
00:20:19:00 - 00:20:35:06
Maulana Ikram Wibisana
Und sie stellen genau das fest, was ich Ihnen vorhin erklärte, nämlich, dass es in diesen ganz bestimmten Jahren einen schrittweisen Anstieg oder eben Rückgang gibt. Dann gehen sie zurück zu ihren Anbaumethoden und prüfen, welche Chemikalien sie verwendeten und mit welchen Mitteln sie ihre Betriebe bearbeitet haben.
00:20:35:08 - 00:20:58:20
Maulana Ikram Wibisana
Das ergibt tatsächlich Sinn und korreliert stark mit den Datensätzen, die uns vorliegen, den Schichten, die wir haben, und sie können dann tatsächlich erfahren, welcher Teil ihrer Anbaumethoden dies verursacht hat. Letztlich können sie im Folgenden für die Zukunft planen, welche Art von Verfahren sie zum Beispiel für bestimmte Arten von Pflanzen anwenden sollten. Denn unsere Daten gehen auch in die Tiefe.
00:20:58:22 - 00:21:18:14
Maulana Ikram Wibisana
Je nachdem, welche Art von Kultur sie angepflanzt haben, müssen sie sehen, mit welcher Tiefe es korreliert. Jeder Schritt weist natürlich ein anderes Muster auf.
Anthony Lockett
Ich verstehe. Vielleicht nur noch eine letzte Frage an Sie beide. Ich meine, die Dinge entwickeln sich offensichtlich sehr schnell weiter, mit künstlicher Intelligenz und so.
00:21:18:14 - 00:21:36:24
Anthony Lockett
Wenn Sie in Ihre Kristallkugel schauen könnten, in die Zukunft, vielleicht fünf Jahre in die Zukunft, wo würden Sie Ihr Projekt im Idealfall sehen? Welche weiteren Durchbrüche sind Ihrer Meinung nach möglich? Und was könnten sie bewirken? Vielleicht möchten Sie, Jérôme, beginnen?
00:21:37:01 - 00:21:59:10
Jérôme Gasperi
Ja, klar. Ideal wäre es, wenn sich EDITO zur Referenz für die Ozeanografie entwickeln würde. Ich nehme immer diesen Vergleich, ob er nun gut ist oder nicht, aber denkt man an Video, so denkt man an YouTube, wenn man an Bilder denkt, so denkt man an Instagram. Angenommen, ich brauche nun ozeanografische Informationen und Daten: Dann gehe ich auf die EDITO-Plattform.
00:21:59:12 - 00:22:24:08
Jérôme Gasperi
Und dann der Einzug der künstlichen Intelligenz: Im Idealfall, so denke ich, werden wir jetzt mit Chatbots beginnen, die, wenn Sie eine Anfrage stellen, etwa „Ich möchte die Durchschnittstemperatur im Golf von Neapel sehen“, zum Beispiel „nächste Woche“, Ihnen sagen, wie Sie diese Ergebnisse erhalten.
00:22:24:10 - 00:22:52:24
Jérôme Gasperi
Die nächste Phase wird der Assistent sein, die KI wird Ihnen das Ergebnis liefern, was bedeutet, dass sie in der Lage ist, Prozesse zu starten, richtig? Um all diese Daten, all diese Modelle zu verwenden, sie zu kombinieren, um Ihnen das Ergebnis zu liefern, und Ihnen wirklich Informationen zu geben. Und das könnte, denke ich, eine bahnbrechende Neuerung sein, um diese enormen Datenmengen zu bewegen, die mithilfe einer Art Ozean-Assistent, einer Ozean-Intelligenz, tatsächlich eingebettet sind.
00:22:52:24 - 00:23:20:21
Jérôme Gasperi
Die Ihnen dann direkt eine Antwort gibt. Denn ich meine, es ist sehr wichtig, dass wir uns an eines erinnern: Je gesünder die Ozeane sind, desto gesünder gestaltet sich auch unsere Zukunft. Und es ist wichtig, dass wir bessere Entscheidungen treffen. Der digitale Zwilling ist nicht nur ein wissenschaftliches Instrument, sondern er ist wie ein Fenster, das sich den Menschen öffnet, um den Ozean richtig zu sehen und ihn zu verstehen.
00:23:20:21 - 00:23:45:07
Jérôme Gasperi
Ja. Und mehr Wissen bedeutet bessere Entscheidungen und bessere Entscheidungen bedeuten einen besseren Planeten.
Anthony Lockett
Besseres Wissen bedeutet also bessere Entscheidungen. Verfolgen Sie eine ähnliche Vision für Ihr Projekt Wibi?
Maulana Ikram Wibisana
Auf jeden Fall. Wir sind natürlich sehr gespannt auf die mobile App einschließlich des Chatbots, denn als wir zum Beispiel die erste Feedback-Runde mit den Landwirtinnen und Landwirten durchführten, ergaben sich deutlich zwei Parteien.
00:23:45:07 - 00:24:02:23
Maulana Ikram Wibisana
Die einen mochten die Visualisierung und den anderen war es eher egal. Sie wollten einfach nur wissen, was vor sich geht. Und Chatbots werden, wie er erklärte, sicherlich eine große Hilfe sein, denn niemand weiß, was die pH-Werte bedeuten, niemand weiß, was der Kohlenstoffgehalt im Boden bedeutet. Was macht das Ganze mit meinem Betrieb? Mit dem Chatbot
00:24:03:01 - 00:24:25:24
Maulana Ikram Wibisana
geht das, denn er kann die Begriffe vereinfachen und eine einfache Erklärung geben, wie es funktioniert. Und vielleicht auch vorschlagen, was zu tun ist, basierend darauf, wie wir die großen Sprachmodelle trainiert haben, denn solange wir sie mit vielen Informationen füttern, wird das funktionieren. Darauf bin ich sehr gespannt. Außerdem wird im November die erste mobile App eingeführt.
00:24:26:03 - 00:24:46:05
Anthony Lockett
Im November 2025.
Maulana Ikram Wibisana
Ich kann bereits sehen, dass der Chatbot im Backend recht gut funktioniert. Auch das ist ziemlich aufregend. Und ein weiterer Punkt ist, dass unser Unternehmen als eine gemeinnützige Organisation versucht, quelloffene Daten zur Verfügung zu stellen, vor allem für die Forschung, und das haben wir auf eine gewisse Weise bereits erreicht.
00:24:46:05 - 00:25:05:20
Maulana Ikram Wibisana
Wir haben schon europäische Daten frei veröffentlicht. Alle können darauf zugreifen, alle können einen Blick darauf werfen. Vor allem die Forscherinnen und Forscher können es nutzen. Neben der europäischen Dimension haben wir auch den globalen Maßstab geschaffen, damit wir über eine weitere Plattform für die globalen Bodendaten verfügen. Auch sie ist bereits veröffentlicht; die wissenschaftliche Arbeit ist publiziert, die Daten sind raus. Alle können es nutzen.
00:25:05:22 - 00:25:24:19
Maulana Ikram Wibisana
Wir konnten speziell mit diesem Projekt somit einiges erreichen. Ich möchte meinem Chef hier öffentlich danken, das ist die Ideologie dieser Stiftung, die sehr angenehm ist. Sie forschen selber. Sie wissen, wie schwierig es für Forscherinnen und Forscher ist, Datensätze zu finden, und erstellen einen neuen Datensatz, der völlig offen ist. Niemand braucht zu bezahlen. Das ist eine sehr schöne Mission, eine sehr gute Vision.
00:25:24:19 - 00:25:47:12
Anthony Lockett
Bevor ich zum Schluss komme: Gibt es noch etwas, das Sie erwähnen möchten, wozu Sie bisher noch keine Gelegenheit hatten?
Maulana Ikram Wibisana
Nein, danke; ich habe auch sehr viel über Jérômes Projekt gelernt. Für mich persönlich ist das sehr interessant. Das ist ein sehr nettes Gespräch.
Jérôme Gasperi
Wird es eine Apple-Anwendung geben oder läuft das Ganze auf Android?
00:25:47:14 - 00:26:07:18
Maulana Ikram Wibisana
Oh, es wird nicht Android sein. Es wird im Internet zu finden sein, im Grunde auf einer Website. Die Art und Weise, wie wir die Architektur erschaffen haben, wird erstaunlich gut eine App imitieren. Wir haben darüber nachgedacht, es im App Store zu veröffentlichen, aber ich glaube nicht, dass das im Moment eine Option darstellt. Einfach wegen der Registrierung, Authentifizierung und so weiter.
00:26:07:18 - 00:26:28:21
Maulana Ikram Wibisana
Auf der Website ist es einfacher, aber wenn Sie es auf dem Mobiltelefon benutzen, dann sieht es für Sie wie eine mobile App aus.
Anthony Lockett
Vielen Dank, Wibi und Jérôme, dass Sie heute hier bei uns waren. Vielen Dank auch an unser Publikum, dass Sie uns bei dieser Folge zugehört haben. Folgen Sie uns auf Spotify und Apple Podcasts und besuchen Sie die Podcast-Homepage auf der CORDIS-Website.
00:26:28:23 - 00:26:45:02
Anthony Lockett
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Die Meere und unsere Böden – ihren Zustand verbessern
Diese Sonderfolge von CORDIScovery kommt direkt von den Europäischen Forschungs- und Innovationstagen(öffnet in neuem Fenster) zu Ihnen. In dieser Folge geht es um zwei zentrale Herausforderungen, die eng mit unserer Zukunft verbunden sind – die Ernährungssicherheit und die Gesundheit unserer Ozeane. Forschende, die von der EU-Forschungs- und Innovationsfinanzierung profitierten, entwickeln innovative Lösungen, um die Resilienz der Lebensmittelsysteme zu stärken und die Meeresökosysteme zu schützen. Was ist ein digitaler Zwilling des Bodens, und wie kann er helfen, die Gesundheit unserer Böden zu erfassen? Und kann ein maritimer digitaler Zwilling zum Schutz unserer Ozeane beitragen? In zwei innovativen Projekten, die Finanzierung aus dem EU-Programm Horizont Europa erhielten, werden diese Ideen erkundet. Diese Projekte veranschaulichen, wie Wissenschaft und Innovation dazu beitragen können, eine gesündere und nachhaltigere Zukunft für die Menschen und den Planeten zu sichern. Maulana Ikram Wibisana (Wibi) ist Datenwissenschaftler auf dem Gebiet der Geovisualisierung und ist Mitarbeiter der OpenGeoHub(öffnet in neuem Fenster) Foundation in den Niederlanden, einer gemeinnützigen Stiftung, die sich für quelloffene Datensätze einsetzt, insbesondere für satellitengestützte Daten zur Erdbeobachtung. Wibi arbeitet als Datenwissenschaftler im Bereich Geovisualisierung und ist Teil des Projekts AI4SoilHealth. Jérôme Gasperi ist Experte für Erdbeobachtung und Produktmanager für European Digital Twin of the Ocean(öffnet in neuem Fenster) (EDITO) bei Mercator Ocean International(öffnet in neuem Fenster). Er ist an der Entwicklung von Instrumenten und Dienstleistungen beteiligt, die Satellitendaten, Ozeanmodelle und digitale Technologien zusammenführen, um Wissenschaft, Nachhaltigkeit und Gesellschaft zu unterstützen, und war am Projekt EDITO 2 beteiligt.
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