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Verträge sichern sauberen Wasserstoff für Europas Zukunft

Zwei neue Stromverträge sichern Wind- und Sonnenenergie für einen EU-finanzierten Wasserstoffelektrolyseur in Deutschland.

Zwei kürzlich abgeschlossene Strombezugsverträge stellen einen wichtigen Schritt im Sinne des EU-finanzierten Projekts REFHYNE II(öffnet in neuem Fenster) dar, mit dem die Erzeugung von sauberem Wasserstoff für industrielle Zwecke ausgebaut wird. Die Verträge sichern Wind- und Solarstrom für einen 100-MW-Elektrolyseur, der im Shell Energy and Chemicals Park Rheinland in Deutschland gebaut wird. Sobald der Elektrolyseur 2027 in Betrieb geht, soll er täglich bis zu 44 Tonnen erneuerbaren Wasserstoff produzieren, um den Standortbetrieb teilweise zu dekarbonisieren.

Zwei Verträge, ein Ziel für erneuerbare Energien

Die beiden Verträge wurden mit den deutschen Unternehmen Nordsee One und Solarkraftwerk Halenbeck-Rohlsdorf geschlossen. Im Rahmen des fünfjährigen Strombezugsvertrags mit Nordsee One wird Shell rund ein Drittel der Leistung des in der deutschen Nordsee errichteten 332-MW-Windparks Nordsee One beziehen. Die 100-MW-Anlage wird erneuerbaren Wasserstoff erzeugen, um zur Dekarbonisierung der in Europa verwendeten Energieprodukte – von Kraftstoffen für den Verkehr bis zu Chemikalien – beizutragen. „Dieser gemeinsame Strombezugsvertrag für CO2-freien Strom wird allen Vertragsparteien einen dauerhaften wirtschaftlichen und ökologischen Nutzen bringen und das Potenzial der Offshore-Windenergie zugunsten der Dekarbonisierung der deutschen Industrie aufzeigen“, erklärt Till Frohloff, Geschäftsführer von Nordsee One, in einer Pressemeldung(öffnet in neuem Fenster), in der über beide Verträge berichtet wird. Im Rahmen des separaten Zehnjahres-Strombezugsvertrags mit dem Solarkraftwerk Halenbeck-Rohlsdorf wird Shell rund 75 % des Stroms abnehmen, der in einem derzeit im Bau befindlichen 230-MW-Solarprojekt im Nordosten Deutschlands erzeugt wird. Das Vorhaben umfasst zwei nahezu identische Anlagen mit jeweils 115 MW. „Das Halenbeck-Projekt zeigt, dass die subventionsfreie Solarstromerzeugung in Deutschland und ihre großtechnische industrielle Nutzung Realität sind. Die Nutzung dieses Stroms zur Erzeugung von Wasserstoff zur Dekarbonisierung von Kraftstoffen und chemischen Produkten ist ein immenser Fortschritt. Dies zeigt einmal mehr, dass Solarstrom zu einer tragenden Säule der deutschen Energieversorgung geworden ist“, kommentiert Karl-Heinz Remmers, Co-Geschäftsführer von Solarkraftwerk Halenbeck. Ein Teil des im Rahmen der beiden Strombezugsverträge erzeugten Stroms wird bei der Inbetriebnahme im Jahr 2027 zur Versorgung des REFHYNE-II-Elektrolyseurs verwendet. Langfristig ist REFHYNE II in der Lage, die lokale Industrie direkt mit erneuerbarem Wasserstoff zu versorgen und die Emissionsreduzierung entsprechend den sich entwickelnden Marktanforderungen voranzutreiben.

Erstellung eines Fahrplans zur Nachhaltigkeit

Ein kürzlich abgehaltener Workshop diente als Gelegenheit, Informationen über Projektentwicklungen, die wichtigsten Erkenntnisse und die bisherigen Erfolge weiterzugeben. Die Veranstaltung, die im Februar 2026 in Polen stattfand, brachte REFHYNE-II-Partner und Fachleute aus dem gesamten Sektor für erneuerbaren Wasserstoff zusammen, um Ansichten über die Maßstabserweiterung in Bezug auf sauberen Wasserstoff in Europa auszutauschen. Der Workshop umfasste außerdem Präsentationen und Podiumsdiskussionen über die Rolle von Wasserstoff und erneuerbarem Wasserstoff in Raffinerien, Herausforderungen und Chancen bei Investitionen in die Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff sowie die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Regulierungsbehörden und Institutionen. REFHYNE II baut auf den Erkenntnissen von REFHYNE I auf, bei dem Shell einen der weltweit größten Wasserstoffelektrolyseure mit Protonenaustauschmembran (PEM) mit einer Spitzenleistung von 10 MW gebaut hat. Mit REFHYNE II baut das Unternehmen nun in derselben Anlage einen 100-MW-PEM-Wasserstoffelektrolyseur. Der Elektrolyseur von REFHYNE II (Clean Refinery Hydrogen for Europe II) soll die Produktionsleistung seines Vorgängers von 1 300 Tonnen bei Weitem übertreffen und bis zu 16 000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr liefern. Die Inbetriebnahme des Elektrolyseurs ist für 2027 geplant. Weitere Informationen: Projektwebsite von REFHYNE II(öffnet in neuem Fenster)

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