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Ein Webtool für intelligente historische Gebäude

SMARTeeSTORY lanciert ein webbasiertes Tool, das die Energieeffizienz historischer Gebäude in Europa verbessern soll, ohne unser kulturelles Erbe zu gefährden.

Das EU-finanzierte Projekt SMARTeeSTORY(öffnet in neuem Fenster) hat ein neues Webtool zur Berechnung der Smartfähigkeit (Smart Readiness Indicator (SRI)(öffnet in neuem Fenster)) lanciert, um die digitale und energetische Umstellung von historischen Nichtwohngebäuden in Europa zu beschleunigen. Das Tool hilft Eigentümerinnen und Eigentümern von Gebäuden, Energiefachleuten und Behörden bei der Abschätzung der Smartfähigkeit (Smart Readiness) von historischen Gebäuden für die Einführung intelligenter Technologien bei gleichzeitiger Bewahrung der jeweiligen einzigartigen Identität. Historische Gebäude sind wichtige Wahrzeichen, welche die vielfältige kulturelle Identität Europas widerspiegeln. Die Verbesserung ihrer Energieeffizienz ohne Beeinträchtigung der historischen Integrität stellt somit eine Herausforderung dar, die es zu überwinden gilt. Das vom spanischen SMARTeeSTORY-Partnerunternehmen TECNALIA entwickelte und in Zusammenarbeit mit dem italienischen Unternehmen RINA Consulting, welches das Projekt koordinierte, weiterentwickelte webbasierte Tool soll genau das leisten. Das Tool bietet eine benutzerfreundliche Schnittstelle zur Bewertung der Smartfähigkeit. Es hilft der Nutzerschaft zudem bei der Festlegung von Zielen auf der Grundlage wirtschaftlicher, energetischer oder ökologischer Prioritäten, stellt maßgeschneiderte Vorschläge für intelligente Lösungen zur Erzielung eines höheren SRI-Ergebnisses bereit und beinhaltet überdies ein Finanzmodul, das hochwertige Abschätzungen hinsichtlich Ersparnissen und Kosteneffizienz ermöglicht. Das Tool basiert auf der SRI-Sachverständigenbewertung nach Methode B gemäß Definition im offiziellen SRI-Rahmen der Europäischen Kommission(öffnet in neuem Fenster).

Erprobung an realen Gebäuden

Das SMARTeeSTORY-Webtool wurde an historischen Nichtwohngebäuden an drei Standorten mit unterschiedlichen geografischen und klimatischen Bedingungen erprobt: Das Rathaus von Riga in Lettland, die Fakultät für Architektur der Technischen Universität Delft in den Niederlanden und die königliche Kanzlei von Granada in Spanien. Das Tool wurde zur Bewertung der Ausgangsszenarien und der Szenarien nach der Intervention für die drei denkmalgeschützten Gebäude verwendet. „Die Analyse zeigte deutliche Verbesserungen der Smart Readiness. Nach Umsetzung der Projektmaßnahmen wird für Riga ein SRI-Wert von 83 % und für Delft von 77 % erwartet, während Granada voraussichtlich 71 % erreicht, was der Bereitschaftsklasse B entspricht“, heißt es in einer „idw“-Pressemitteilung(öffnet in neuem Fenster). „Die Ergebnisse bestätigen, dass historische Gebäude trotz bestehender Einschränkungen durch gezielte digitale Maßnahmen ein hohes Maß an Smart Readiness erreichen können.“ Das Webtool ist zwar auf historische Gebäude zugeschnitten, lässt sich aber auch auf andere Gebäudetypen anwenden, so dass die Skalierbarkeit für den gesamten europäischen Gebäudebestand gewährleistet ist. Es kann im Bereich von Gebäudeeigentum und -verwaltung, Energieaudits und SRI-Bewertungen, Architektur und Ingenieurswesen, Forschung und von Gemeinden und anderen öffentlichen Behörden genutzt werden, um fundierte Entscheidungen über geplante Renovierungsmaßnahmen zu treffen.

Fortschritte in Granadas Smartfähigkeit

Alle Smartsysteme wurden mittlerweile validiert und am Demonstrationsstandort in Granada aktiviert. Nach der Installation der Stromversorgungsgeräte, intelligenten Jalousien, Photovoltaikanlagen, Sensoren und lokalen Netzwerkverbindungen für die Automatisierungssysteme kümmerte sich das italienische Projektpartnerunternehmen Schneider Electric um die Inbetriebnahme und Einrichtung. „Der Automatisierungsserver generiert und speichert nun lokal Daten, die eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung der nächsten Projektphasen spielen werden“, heißt es in einer weiteren Pressemitteilung(öffnet in neuem Fenster), die auf der Website von SMARTeeSTORY (Integrated, interoperable, smart and user-centred building automation and control system for better energy performance of non-residential historic buildings coupling physics & data-based approaches) veröffentlicht wurde. „In der kommenden Überwachungsphase werden Daten aus dem System erfasst, die Aufschluss über die Fortschritte der königlichen Kanzlei in Granada auf dem Weg zu einem smartfähigen denkmalgeschützten Gebäude geben.“ Weitere Informationen: SMARTeeSTORY-Projektwebsite(öffnet in neuem Fenster)

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