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Parcel and Letter Security for Postal and Express Courier Flows

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Die Sicherheit von Post und Paketen in Europa erhöhen

Neue Technologien helfen den Grenzbehörden dabei, potenziell bedrohliche postalische Paket- oder Kuriersendungen besser erkennen zu können.

Der europäische Markt für Post-, Paket- und Kurierdienste verzeichnet aufgrund des Booms im elektronischen Handel ein rasantes Wachstum. Nach Angaben der Europäischen Kommission ist die Zahl der niedrigwertigen in die EU eingeführten E-Commerce-Pakete(öffnet in neuem Fenster) bis 2025 auf 5,8 Milliarden angestiegen – eine Erhöhung um 26 % gegenüber dem Vorjahr. Dies mag zwar eine gute Nachricht für die Wirtschaft sein, bringt aber auch neue Herausforderungen mit sich, insbesondere für den Zoll und Grenzschutz. „Der enorme Anstieg der Post- und Expresspakete hat zur Folge, dass die Grenzbehörden nun vor der nahezu unlösbaren Aufgabe stehen, den Schmuggel illegaler Waren – Sprengstoffe, Waffen, Betäubungsmittel, Chemikalien oder nukleare und biologische Substanzen – in die EU aufzudecken“, sagt Valentina Scioneri, Projektadministratorin und leitende Forscherin bei CBRA Services. Erschwerend hinzu kommt, dass die Behörden immer noch auf klassische Kontrollmethoden wie physische Inspektionen und Spürhunde setzen – beide Methoden können mit der riesigen Menge an zu kontrollierenden Paketen nicht Schritt halten. Hier kommt das EU-finanzierte PARSEC-Projekt(öffnet in neuem Fenster) ins Spiel. Unter der Leitung des Unternehmens CBRA Services, welches auch das EU-finanzierte Projekt BORDERLINK koordiniert, entwickelt PARSEC eine Reihe von Lösungen zur Bekämpfung der missbräuchlichen Nutzung von Post- und Expresskurierdiensten für kriminelle Zwecke, ohne den Paketfluss zu verlangsamen. „Damit tragen wir zur Schaffung einer sichereren Gesellschaft bei, in der ein freier Warenverkehr in und durch den EU-Binnenmarkt möglich ist“, ergänzt Frank Janssens, Forscher bei CBRA Services und Koordinator des PARSEC-Projekts.

Innovative Erkennungstechnologien für Paketdienste

Im Rahmen des Projekts wurden drei unaufdringliche Risikoanalyseansätze und Erkennungstechnologien der nächsten Generation entwickelt und erprobt: ein Multienergie-Photonenzählungsdetektor, ein Computertomographie-Röntgenscan und eine Röntgenstrahlenbeugung. Die Lösungen werden zu einer Erkennungsarchitektur (System der Systeme) kombiniert, die auf eine optimale Erkennungsgenauigkeit, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit ausgelegt ist. „Als System setzen diese Lösungen neue Maßstäbe für die Fähigkeiten von Paketdienstleistern, Zollbehörden, Polizeibehörden und anderen Interessengruppen im Bereich der Sicherheit zur Bedrohungserkennung “, erklärt Janssens. Das System wurde den Behörden in einer PostNL-Niederlassung in den Niederlanden vorgeführt. „Das war der Moment, in dem sich alle Teile zusammenfügten“, bemerkt Scioneri. „Mitanzusehen, wie die integrierte Architektur reale Paketflüsse verarbeitet und echte Bedrohungsmaterialien erkennt, ist die klarste Bestätigung unserer vierjährigen Arbeit.“

Die Erkennung an die Risiken anpassen

Zusätzlich zu den Erkennungstechnologien wurden im Rahmen des Projekts auch die Bedrohungsrisikoanalyse erweitert und vervollständigt sowie ein Ablaufsimulationswerkzeug entwickelt, das den Behörden bei der Einrichtung von Sicherheitssystemen in umgestalteten Sortierzentren helfen kann. In Kombination mit der Erkennungsarchitektur können die Nutzerinnen und Nutzer spezifische Bedrohungen gezielt in den Blickpunkt rücken. Die Geräte können beispielsweise so konfiguriert werden, dass sie alle Bedrohungen erkennen oder dass bestimmte Bedrohungen wie etwa in Paketen versteckte Drogen im Fokus stehen. „Dadurch ist sichergestellt, dass das Sortierzentrum den Erkennungsgrad an die tatsächlichen Risiken anpassen kann, sodass die Auswirkungen auf die Bearbeitungszeiten begrenzt werden“, bemerkt Janssens.

Den Fluss an Paketen und Päckchen kontrollieren

Das PARSEC-Projekt hat der EU dabei geholfen, die Kontrolle über den grenzüberschreitenden Paketverkehr zurückzugewinnen. „Wir haben die Lösungen bereitgestellt, die Post- und Expressdienstleister, Zoll- und Polizeibehörden benötigen, um der Kriminalität und dem Terrorismus besser Herr zu werden und sichere und ungestörte Post- und Expressdienste zu gewährleisten“, lautet das Fazit von Scioneri. Das Projekt entwickelt seine Lösungen nun weiter und implementiert sein Erkennungssystem in Zusammenarbeit mit den Grenzbehörden im betrieblichen Umfeld.

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