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Neues von MeDiTATe: Revolution in der Herz-Kreislauf-Medizin

Das Team des Projekts MeDiTATe trieb die Entwicklung digitaler Zwillingstechnologie zur kardiovaskulären Versorgung sowie gleichzeitig die Weiterbildung einer neuen Forschungsgeneration voran. Die Ergebnisse führen dazu, dass die patientenspezifische Versorgung besser in der klinischen Praxis ankommt.

Das EU-finanzierte Projekt MeDiTATe(öffnet in neuem Fenster) wurde 2020 ins Leben gerufen. Sein Ziel bestand in der Entwicklung fortgeschrittener Computermodelle, sogenannter „digitaler Zwillinge“, mit denen sich Aortenaneurysmen besser verhindern und behandeln lassen. Zu diesem Zweck wurden vierzehn Nachwuchsforscherinnen und -forscher weitergebildet, deren Arbeit ein einheitliches System ergab, das fortgeschrittene medizinische Bildgebung mit anspruchsvollen Computersimulationen kombiniert. Das übergeordnete Ziel lautete, den Prozess personalisierter kardiovaskulärer medizinischer Verfahren zu beschleunigen und die Patientenversorgung zu verbessern. Im Sinne dieses Ziels konnte das Team von MeDiTATe gemessen an den erreichten Ergebnissen seit Projektabschluss Mitte 2024 bemerkenswerte Fortschritte verzeichnen. Herzstück des Projekts ist die Entwicklung hochpräziser und effizienter digitaler Zwillinge, die den Blutfluss und das Gefäßwandverhalten in patientenspezifischen Geometrien simulieren können. Die Modelle wurden in enger Zusammenarbeit mit Klinikpersonal und experimentellen Plattformen entwickelt und validiert. Beispielsweise erprobten Angehörige der Gesundheitsberufe verschiedene Behandlungsszenarien innerhalb einer virtuellen Umgebung, womit einer sichereren, präziseren und sachkundigeren Entscheidungsfindung bei komplexen gefäßchirurgischen Verfahren der Weg bereitet wird.

Von der Forschung zur Anwendung

Es wurden verschiedene Technologien entwickelt, die die Erstellung hochpräziser und schneller digitaler Zwillinge ermöglichen, welche den Blutfluss und die Wandspannung in Arterien Betroffener in Echtzeit simulieren. Die Methoden wurden in Zusammenarbeit mit Partnern wie PrediSurge(öffnet in neuem Fenster), einem französischen Medizintechnikunternehmen, das sich auf patientenspezifische Simulationen für endovaskuläre Eingriffe spezialisiert hat, verfeinert und angewandt. „Dank der Zusammenarbeit konnte PrediSurge, seine wissenschaftliche Glaubwürdigkeit festigen, seine Simulationsfähigkeiten ausbauen und seine Position innerhalb des europäischen digitalen Gesundheitsökosystems stärken“, berichtet Marco Evangelos Biancolini, Professor an der Universität Tor Vergata in Rom, Italien, Koordinator des Projekts MeDiTATe und Gründer von RBF Morph(öffnet in neuem Fenster), einem weiteren Gemeinschaftsunternehmen, das von dem Projekt profitierte. Im Rahmen von MeDiTATe entwickelte RBF Morph seine Mesh-Morphing-Methoden weiter und integrierte sie in wiedergabetreue Multiphysik-Arbeitsabläufe in Kombination mit Modellierung reduzierter Ordnung und KI-optimierten Pipelines. Mithilfe der Zusammenarbeit konnte RBF Morph seine Rolle innerhalb des europäischen Ökosystems simulationsbasierter digitaler Gesundheitsinnovationen stärken. Ein weiteres Ergebnis ist LivGemini(öffnet in neuem Fenster), ein Start-up-Unternehmen, das während des Projekts vom Nachwuchsforscher Leonardo Geronzi gegründet wurde. Es übersetzt hochpräzise kardiovaskuläre Simulationsmodelle in interaktive, einsetzbare, mit digitalen Zwillingen arbeitende Plattformen für die chirurgische Planung und personalisierte Behandlung und bietet dem Klinikpersonal somit leicht zugängliche, datengestützte Entscheidungshilfewerkzeuge. „LivGemini hat in Italien bereits nationale Anerkennung erhalten und damit vorgeführt, wie sich EU-finanzierte Doktoratsforschung zu marktorientierter Innovation entwickeln kann“, merkt Biancolini an.

Ausgegründete Unternehmen und Weiterbildung

Die im Rahmen von MeDiTATe erreichte wissenschaftliche und technologische Reife mündete in mehreren Folgeprojekten: Pandora(öffnet in neuem Fenster), ROMed2VR(öffnet in neuem Fenster) und SafeBot4Twin(öffnet in neuem Fenster). Diese Initiativen erweitern den Einfluss von MeDiTATe hin zu sicherer KI-Integration, immersiver Visualisierung und breiterer klinischer Anwendung von Technologien mit digitalen Zwillingen. Nicht zuletzt inspirierte MeDiTATe (The Medical Digital Twin for Aneurysm Prevention and Treatment) auch direkt zur Erschaffung des Kurses „Digital Twins: Modelling and Applications“ (Digitale Zwillinge: Modellierung und Anwendungen). Der Kurs ist in den internationalen Masterstudiengang „Technology and New Frontier Management“ an der Universität Tor Vergata eingebettet und überträgt die MeDiTATe-Methoden in die Hochschulbildung, um Europas zukünftige Fachleute für Ingenieurwesen und Innovationsmanagement in simulationsgestützter digitaler Medizin auszubilden. In der Rubrik „Was wurde aus…“ werden abgeschlossene EU-finanzierte Projekte vorgestellt und es wird darüber berichtet, was seit der Beendigung der EU-Finanzierung erreicht wurde. Wenn Sie an einer Vorstellung Ihres Projekts unter „Was wurde aus…“ interessiert sind, dann schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an editorial@cordis.europa.eu und teilen Sie uns mit, warum!

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