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Food Systems Transformation in Southern Africa for One Health

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Die Ernährungssysteme im südlichen Afrika transformieren

Im Rahmen eines EU-finanzierten Projekts wurde untersucht, wie die Ernährungssysteme in Malawi, Südafrika, Tansania und Sambia so umgestaltet werden können, dass die Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt verständlicher sind.

Die Ernährungssysteme im südlichen Afrika stehen vor Herausforderungen, die durch Bevölkerungswachstum, Verstädterung, Klimawandel, Umweltzerstörung und wirtschaftliche Ungleichheiten bedingt sind. Diese Herausforderungen, insbesondere ihre Auswirkungen auf die Gesundheit von Tier, Umwelt und Mensch, sind auf komplexe Weise eng miteinander verwoben. Das EU-finanzierte Projekt FoSTA-Health(öffnet in neuem Fenster) reagierte auf den Bedarf an integrierten, sektorübergreifenden Ansätzen zur Gewährleistung nachhaltiger, gerechter und resilienter Ernährungssysteme. Das Forschungsteam erzielte mehrere an die Politik gerichtete und praxisnahe Ergebnisse sowie Strategien, die nach dem Abschluss des Projekts von externen Interessengruppen aufgegriffen, ausgeweitet, institutionalisiert oder verwertet werden können.

Chancen und Kompromisse im Zusammenhang mit einem transformativen Wandel

Die in Abstimmung mit einem breiten Spektrum von Interessengruppen entwickelten repräsentativen Ernährungssystem-Transformationswege (RTPs(öffnet in neuem Fenster) beschreiben aktuelle und mögliche zukünftige Ernährungssystemveränderungen in den vier Ländern bis zum Jahr 2050. In Malawi, Südafrika, Tansania und Sambia verdeutlichen vier RTPs die Vielfalt an Chancen und Kompromissen, mit denen die Region konfrontiert ist: marktorientierte Kommerzialisierung(öffnet in neuem Fenster); ernährungs- und nachfrageorientierte Ernährungsumstellung(öffnet in neuem Fenster); Veränderungen der Landbewirtschaftungssysteme auf Landschaftsebene(öffnet in neuem Fenster); und von Gerechtigkeit und Bestrebungen geleitete Wege für Gemeinschaften(öffnet in neuem Fenster). „Zwar bietet jeder RTP spezifische potenzielle Nutzen, doch bergen sie auch Risiken, die gehandhabt werden müssen, um sicherzustellen, dass die Transformation des Ernährungssystems positiv zum Eine-Gesundheit-Konzept(öffnet in neuem Fenster) beiträgt“, kommentiert Projektkoordinator Luuk Fleskens(öffnet in neuem Fenster), Professor an der Universität und Forschungseinrichtung Wageningen in den Niederlanden. „Eine nachhaltige Transformation der Ernährungssysteme erfordert die Anerkennung der Komplexität und der Verflechtung von menschlicher, tierischer, pflanzlicher und ökologischer Gesundheit.“

Forschungsergebnisse in umsetzbare politische Maßnahmen überführen

Politische Leitfäden, wie beispielsweise ein Kurzdossier zur Transformation der Ernährungssysteme im südlichen Afrika für Konzept „Eine Gesundheit“(öffnet in neuem Fenster) und ein Briefing zur Einbindung von Konzept „Eine Gesundheit“ in die nationalen Agrarinvestitionen Sambias(öffnet in neuem Fenster), können in nationale Agrarstrategien und Investitionspläne einfließen. Die Zusammenarbeit zwischen den Ministerien für Landwirtschaft, Gesundheit und Umwelt ist erforderlich, um verschiedene Sektoren bei der Verknüpfung von Landwirtschaft, Ernährung, Gesundheit und Ökosystemen zu unterstützen. Ein politisches Briefing zur Beteiligung von Frauen an Agrarausfuhren(öffnet in neuem Fenster) enthält Empfehlungen zur Empowerment-Bewertung, zur Gestaltung von praxisnahen Landwirtschaftsschulen („Farmer Field Business Schools“) und zur inklusiven Beteiligung am Ausfuhrmarkt. Es kann von Nichtregierungsorganisationen und Entwicklungsagenturen übernommen und in künftige landwirtschaftliche Investitionsprogramme integriert werden. Ein Handbuch präsentiert übertragbare Methoden für die partizipative Ernährungssystemforschung, für den politischen Dialog und für die inklusive Einbindung von Interessengruppen(öffnet in neuem Fenster). Die aus FoSTA-Health gewonnenen Erkenntnisse können von Universitäten, Nichtregierungsorganisationen und Regierungsprogrammen in künftigen Projekten für Ernährungssysteme und ländliche Entwicklung aufgegriffen werden. Die interaktive Kartierung von Ernährungssystemen(öffnet in neuem Fenster) und ein integriertes Ernährungssystem-Modellierungssystem(öffnet in neuem Fenster) ermöglichen die RTP-Bewertung und unterstützen die Politik bei einer besseren Entscheidungsfindung und bei bestmöglichen Finanzinvestitionen. Die Instrumente können in der Forschung, in der Lehre und in von Interessengruppen geleiteten Workshops eingesetzt werden.

Die nachhaltige Landwirtschaft durch Kapazitätsaufbau ausweiten

Für Landwirtinnen und Landwirte wurden berufliche Bildungsprogramme zum Zwischenkulturenanbau, zur Bodenbewirtschaftung und zum Pestizidmanagement entwickelt, die begleitende Schulungsbroschüren für Bezirksämter, Beratungsdienste und Demonstrationsstandorte in Malawi und Sambia umfassten. Sie können direkt von Beratungsdiensten integriert und über Landwirtschaftsschulen ausgeweitet werden. Die Forschung und berufliche Bildung sowie die Interessenvertretung im Zusammenhang mit dem GLOBALG.A.P.(öffnet in neuem Fenster) – System, dem Pestizidmanagement und Lebensmittelqualitätsnormen sind nützlich, um kleinen Landwirtschaftsbetrieben mittels Beratung zur Einhaltung von Lebensmittelsicherheitsvorschriften den Zugang zu Ausfuhrmärkten zu erleichtern. Zudem verringern sie die mit Agrarausfuhren verbundenen Risiken. „FoSTA-Health kombinierte transdisziplinäre Arbeit mit politischer Entscheidungsfindung und praktischer Erfahrung, wurde über Sektoren und Entscheidungsebenen hinweg integriert und setzte damit das Eine-Gesundheit-Konzept im Kontext des südlichen Afrikas um“, lautet das Fazit von Fleskens. „Ein derartiger Ansatz wurde nie zuvor verfolgt und schafft Partnerschaften für die Transformation des Ernährungssystems in den vier Ländern sowie praktische und wissenschaftliche Ansätze, die einen über die Region hinausgehenden Mehrwert bieten.“

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