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Inhalt archiviert am 2024-04-30
High quality plastic materials from electronic wastes by use of combined identification methods and new handling technologies

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Reinkarnation von PCs?

Kunststoffteile aus elektronischen Altgeräten können als "Rohstoff" zur Herstellung neuer Kunststoffprodukte wieder verwendet werden. Solch ein Recycling von Kunststoffteilen könnte durchaus rentabel sein, wenn die dabei angewandten Verfahren automatisiert werden. ID-line ist ein System, das durch Anwendung ausgeklügelter automatischer Verfahren zum Reinigen, Identifizieren und Sortieren von Kunststoffkomponenten qualitativ hochwertigen Kunststoff liefert.

Recycling ist eine Idee, die durch die Notwendigkeit eines besseren Umgangs mit Ressourcen, aber auch durch die Forderung nach einer Senkung der Umweltbelastungen entstanden ist. Viele elektronische Geräte bestehen zu 10 bis 40 Prozent oder mehr aus Kunststoffteilen. Diese Teile lassen sich sortieren und erneut verwenden. Zweifellos bringt das Recycling von Kunststoffteilen hohen Nutzen, doch wenn es rentabel sein soll, sollte es auch kostengünstig zu realisieren sein. Die einzige Möglichkeit zur Erreichung dieses Ziels besteht in der Automation. Im Rahmen des COMBIDENT-Projekts wurde ein Gerät mit der Bezeichnung ID-line entwickelt, das zur Herstellung von qualitativ hochwertigem Kunststoff aus Recyclingmaterial eingesetzt werden soll. In diesem Gerät wurden innovative Ideen verwirklicht, die das Recycling von Elektronikschrott zu einem profitablen Geschäft werden lassen. Der Elektronikschrott (Fernseher, PCs oder ähnliches) wird dafür auf ein Förderband geladen, wo ein technisch hochentwickeltes Erkennungsverfahren die Kunststoffkomponenten identifiziert und zugleich die Qualität des Kunststoffs ermittelt. Anschließend werden die verschiedenen Komponenten nach ihrer Qualität sortiert. Zentrale Schlüsselfunktionen dieses Verfahrens sind somit die Identifikation und die Qualitätsbewertung. Zur Kunststoffherstellung werden die unterschiedlichsten Polymere verwendet, und dieser Umstand wirkt sich nicht nur auf das Identifikationsverfahren, sondern auch auf die Qualität des Endprodukts aus. Hinzu kommt, dass viele Kunststoffkomponenten entweder mit Fremdmaterialien beschichtet sind oder so behandelt wurden, dass sie nur schwierig zu identifizieren sind. Daher kommt bei ID-line eine Kombination von drei Identifikationsverfahren zur Anwendung, die von einem Identifikationsalgorithmus gesteuert werden. Mit diesen Verfahren lassen sich die verschiedenen Polymere zuverlässig identifizieren und sortieren. Die resultierenden Polymeranteile erreichen Reinheitsgrade von 85 bis 100% und lassen sich daher besser kommerziell verwerten. Da ausgemusterte PCs und sonstige Elektronikgeräte biologisch nicht abbaubare Materialien enthalten und Probleme bei der Entsorgung bereiten, ist das Recycling solcher Teile sowohl unter finanziellen Gesichtspunkten als auch unter dem Aspekt des Umweltschutzes sinnvoll.

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