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Inhalt archiviert am 2024-05-14
Optimisation of industrial kilns by means of using low oxygen content flues-gases from industrial gas turbine cogeneration systems

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Heißere Brennöfen durch Abgase

Fliesen werden entweder aus Ton oder aus keramischen Werkstoffen hergestellt und müssen in speziellen Öfen bei extrem hohen Temperaturen gebrannt und glasiert werden. Da dieser Industriezweig sehr energieintensiv ist, hat sich eine Gruppe von Branchenspezialisten auf die Suche nach Möglichkeiten zur Senkung der Energiekosten und zur gleichzeitigen Leistungssteigerung bei Brennöfen gemacht.

Zur Steigerung des Wirkungsgrades bei der Produktion von Fliesen aus Keramik oder Ton wurde jetzt ein neuartiges Verfahren zur kombinierten Erzeugung von Wärme und Energie (Cogeneration of Heat und Power, CHP) aus industriellen Turbinenabgasen entwickelt. Das System zeichnet sich durch ein verbessertes Betriebsverhalten des Brennofens aus, und das führt nicht nur zur Senkung der Energie- und Investitionskosten, sondern auch zu einer effektiveren Nutzung von Energie, die sonst verschwendet würde. Das Konzept, das dem System zugrunde liegt, ist relativ simpel: Man nutze die Abgase von Industrieturbinen mit ihrem niedrigen Sauerstoffgehalt und führe sie den Tunnelöfen zu. Um die Theorie in die Praxis umzusetzen, wurden verschiedene prozessbezogene Aspekte untersucht. Einer davon beinhaltete eine Simulation der Prozessparameter und eine Analyse der Vorgänge bei der Verbrennung mit niedrigem Sauerstoffgehalt unter Verwendung von Turbinenabgasen. Für diese Untersuchungen wurden sowohl Modelle als auch computergestützte Verfahren herangezogen. Das theoretische Konzept lieferte in der Praxis gute Ergebnisse: Über eine Zeitspanne von einem Jahr wurden 25% der Aufwendungen für Primärenergie eingespart. Die Menge der frei gesetzten Luftschadstoffe verringerte sich um 30%, und im CHP-Bereich wurden Wirkungsgrade von über 80% erreicht. Der CHP-optimierte Brennofenbetrieb führte außerdem aufgrund gleichmäßigerer Temperaturgradienten direkt zu einer Reduzierung der Produktdefekte. Sollte ein künftiges Demonstrationsprojekt in industriellem Maßstab erfolgreich verlaufen, werden sich die Projektpartner um eine kommerzielle Nutzung bemühen und bestrebt sein, die Ergebnisse auch in anderen Bereichen der Energietechnik anzuwenden, die sich für diese Technologie anbieten.

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