Schutz der mediterranen Forellenpopulation
Die am häufigsten auftretenden mikrobischen Krankheitserreger, die mit der Regenbogenforellensterblichkeit zusammenhängen, sind Lactococcus garvieae and Streptococcus iniae. Im Rahmen des Projektes wurde geschlussfolgert, dass die frühen Infektionsstadien der Schlüssel zum Krankheitsausbruch oder der Bekämpfung des Krankheitserregers sind. Ein großer Beitrag, der im Rahmen des Forellenstreptokokken-Projektes geleistet wurde, war die Entwicklung spezieller Zelllinienmodelle. Diese Modelle wurden für die Untersuchung des Zusammenspiels der Krankheitserreger mit den Fischzellen und des Verhaltens der Immunreaktionen in vivo und in vitro angewandt. Derartige Modelle haben laufende Untersuchungen unterstützt und eine Reihe von Schlussfolgerungen ermöglicht. Neben dem erfolgreichen Aufbau von Tier- und Reagenzglasmodellen untersuchte das Forscherteam des Institut National de la Recherche Agronomique die weißen Blutzellen der Forellen. Die Forscher konnten auch ein neues mechanisches Verfahren für die schnelle Entnahme solcher Zellen aus dem Fischdarm entwickeln. Wichtige Aspekte des Zellaufbaus und der Zellfunktion wurden aufgezeigt und die Rolle dieser Zellen bei der Immunreaktion untersucht. Alles in allem wurden neue Einblicke in den Ausbruch von Infektionen bei Regenbogenforellenpopulationen gewonnen. Diese neuen Kenntnisse können wichtige Auswirkungen für die Prophylaxe und Behandlung von Fischpopulationen im Mittelmeerraum haben.