Sauberes Wasser dank neuer Technologien
Im Rahmen des EU-Projekts SEWING sollten arbeitsfähige Prototypen flexibler und zuverlässiger Mikrosysteme zur Überwachung des Grades der Wasserverschmutzung entwickelt und gebaut werden. Mit diesem neuen Ansatz kann die Verschmutzung in Echtzeit und außerhalb einer Laborumgebung überwacht werden. Die Partner des SEWING-Projekts basierten Ihre Arbeiten auf der Nutzung von Ionensensitiven Feldeffekt-Transistoren (ISFET) als Sensoren für bestimmte verschmutzende Ionen. Für die Anwendung von ISFET zur Erkennung von verschmutzenden Ionen ist der Einsatz von ionensensitiven Membranen erforderlich. Diese modifizierten Sensoren werden als CHEMFET bezeichnet. Diese ISFET der nächsten Generation bildeten die Grundlage für eine Reihe neuer Prototypen, die sich auf die Erkennung einer Vielzahl von anorganischen verschmutzenden Ionen richteten, ohne dabei durch Temperatur oder andere Parameter eingeschränkt zu werden. Bei einem dieser Prototypen handelt es sich um die LFA-Testeinheit, für die die LFR-Technologie (Loop-Flow-Reaktor) genutzt wird. Die LFA-Testeinheit kann entsprechend beliebiger Konfigurationsparamenter programmiert werden und integriert Messungen von zwei CHEMFET-Sensoren. Sie wird normalerweise genutzt, um den NO3- und NO4-Anteil zu messen. Die Projektforscher haben außerdem einen so genannten Probe Demonstrator entwickelt und gebaut. Dieser soll in erster Linie als Sonde im Wasser genutzt werden, und seine neuartige Technologie hatte ein überaus kompaktes analytisches Reaktorvolumen von 5ml zur Folge. Diese Prototypen wurden vom italienischen Unternehmen Systea entwickelt, das sich um weitere Erkenntnisse bemüht, um diese Technologie zu erweitern und dadurch auf dem internationalen Markt eine führende Position zu erwerben. Das Unternehmen ist außerdem an einer Zusammenarbeit mit Drittparteien interessiert, um eine schnellere und effektivere Marktdurchdringung zu erreichen.