Datenbanken unterstützen die Klassifizierung der Zersetzung durch Tinten
Büchereien, Archive und Museen sind mit dem Problem der Konservierung zahlreicher historischer Dokumente konfrontiert, die von einer Zersetzung durch die auf sie aufgetragene Gallustinte bedroht sind. Die Auswirkungen von vorbeugenden Antioxidantien wurden mittels hochmoderner Experimentier- und Analyseverfahren untersucht. Dabei entwickelte man bessere Konservierungsverfahren, was den Erhalt und den uneingeschränkten Zugriff auf die verschiedenen Gegenstände ermöglicht, die der Gefahr des Tintenfraßes ausgesetzt sind. Auch die Kenntnisse über Zusammensetzungen von Tinte sowie über die Oxidationsvorgänge und die analytischen Verfahrensweisen konnten vertieft werden. Anschließend wurden Datenbanken in MS Access und Filemaker Pro entwickelt, um die Zersetzung historischer Dokumente und Zeichnungen durch aggressive Tinten visuell bewerten und dokumentieren zu können. Die Datenbanken umfassen gescannte Bilder und auch detaillierte Beschreibungen durch Konservatoren. Die Gegenstände werden in vier Schadensklassen eingeteilt. Mithilfe der Datenbanken können Konservatoren die von Tintenfraß betroffenen Dokumente und Zeichnungen zuverlässig einschätzen. Zudem können sie per CD-Rom weltweit in Werkstätten von Institutionen als Lehrmittel verwendet werden.